Nach Corona-Fall: Türkspor ordnet Tests an und plant schon nächstes Spiel

dzFußball

Sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen von Türkspor Dortmund müssen zum Corona-Test. Ein für Donnerstag geplantes Vorbereitungsspiel soll möglicherweise aber dennoch stattfinden.

Dortmund

, 04.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein positiver Corona-Fall bei Testspielgegner SuS Oberaden wirbelt derzeit die Vorbereitung von Türkspor Dortmund durcheinander. Nun muss sich sowohl die Mannschaft als auch das Trainerteam einem Corona-Test unterziehen. Während bei den Spielern weiterhin ein „ungutes Gefühl“ vorherrscht, wird das Training vorerst ausgesetzt. Das nächste Testspiel ist allerdings schon terminiert.

Bei Türkspor Dortmund ruht der Ball. Weil am Freitag bei Gegner SuS Oberaden ein Spieler auf dem Feld stand, der mit dem Coronavirus infiziert war, müssen sich jetzt auch die Spieler und Verantwortlichen von Türkspor auf das Virus testen lassen.

Offizieller Leitfaden für Vereine fehlt

„Am Dienstag und Mittwoch werden alle unsere Spieler und auch die Trainer und Betreuer getestet. Das ist erst einmal eine rein vorsorgliche Maßnahme“, unterstreicht Türkspor-Sportdirektor Tim Eibold.

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Erschwert werde die Situation durch das Fehlen offizieller Regelungen. „Es gibt beispielsweise keinen Leitfaden, der den Vereinen erklärt, wie man in einem solchen Fall vorgehen soll. Das ist alles unklar“, so Eibold. Dabei habe man durchaus mit der jetzt eingetretenen Situation rechnen können.

Geplantes Testspiel soll stattfinden

„Dass es dann jetzt uns getroffen hat, ist natürlich bitter. Uns war aber natürlich bewusst, dass so etwas passieren kann“, sagt der Sportdirektor. Obwohl in einem solchen Fall grundsätzlich keine Pflicht bestehe, direkt alle Spieler, Trainer und Betreuer auf das Coronavirus testen zu lassen, werde man jetzt alle betroffenen Personen überprüfen.

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Die Folge: Der Trainingsbetrieb wird vorerst eingestellt. Das für Donnerstag (6. August) geplante Testspiel gegen den Bezirksligisten FC Nordkirchen 1926 soll nach Möglichkeit aber dennoch stattfinden. Erst am Sonntag war das Spiel vereinbart worden.

Voraussetzungen dafür seien laut Eibold allerdings negative Testergebnisse: „Nur wenn unsere Spieler einen negativen Corona-Test vorzeigen können, werden wir das Spiel durchführen. Bis dahin werden sich die Spieler mit individuellen Läufen fit halten.“

„Ungutes Gefühl“ bei Spielern

Unterdessen ist es vor allem für die unmittelbar beteiligten Akteure eine belastende Situation. So auch für Abwehrmann Kerim Acil, der im Spiel gegen den SuS Oberaden auf dem Platz stand. „Zu erfahren, dass ich gegen jemanden gespielt habe, der mit dem Virus infiziert ist, ist auf jeden Fall komisch“, betont Acil.

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Man gehe im Kopf noch einmal das Spiel durch und überlege, wann man möglicherweise mit dem Spieler in Kontakt gekommen sein könnte. „Das ist schon ein ungutes Gefühl. Aber bei uns herrscht jetzt keine Panik. Wir Spieler sind vermutlich nur noch vorsichtiger“, so der 24-Jährige.

Dennoch rechnet Acil damit, dass der Vorfall auch Auswirkungen auf die kommenden Spiele haben könnte: „Unter Umständen führt das dazu, dass bei den Spielern eine andere Anspannung entsteht. Man schaltet auf dem Platz zwar irgendwann ab, aber gerade jetzt hat man das Thema dann doch noch mehr im Hinterkopf.“

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