Mlynarski vor Top-Duell: "Keinen Star im Team"

Basketball: 2. Regionalliga

Am Samstag stehen sich die beiden besten Mannschaften der 2. Basketball-Regionalliga gegenüber: Verfolger SVD 49 Dortmund, nur zwei Punkte im Rückstand, gastiert beim Spitzenreiter TSVE Bielefeld. SVD-Trainer Sebastian Mlynarski und Bielefelds Alexander Osipovitch erwarten ein knappes Spiel, wie sie im Interview verraten.

DORTMUND

, 27.01.2016, 10:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Mlynarski vor Top-Duell: "Keinen Star im Team"

SVD-Trainer: Sebastian Mlynarski (M.) war angesichts der Umstände mit dieser Saison zufrieden.

Wird am Samstag die Meisterschaft in der 2. Regionalliga entschieden?

Osipovitch: Nein, das wird sie nicht. Es gibt noch viele Spiele danach, vor beiden Mannschaften liegt dann immer noch eine Menge Arbeit. Aber sicherlich hat das Team, das am Samstag gewinnen wird, auf dem Weg zur Meisterschaft immerhin schon schon mal einen großen Schritt getan.

Mlynarski: Wenn wir verlieren, ist das Rennen entschieden. Dann sind wir zwei Spiele in Rückstand und haben den schlechteren Vergleich – das wird sich Bielefeld dann nicht mehr nehmen lassen.

Was spricht für Ihre Mannschaft im Spitzenspiel?

Osipovitch: Das ist ganz schwierig zu sagen, beide Mannschaften sind stark, einen wirklichen Unterschied gibt es gar nicht. Einen kleinen Vorteil haben wir sicher, weil wir zu Hause spielen. Und vielleicht spricht auch für uns, dass wir das Hinspiel in Dortmund gewonnen haben. Generell spielen beide Mannschaften aber einen modernen Basketball.

Mlynarski: Wir sind ein Team, das ist unser größter Vorteil. Wir haben mit einem kleinen Kader die Saison bestritten und sind deshalb eingespielt. Wir haben schwierige Situationen gemeinsam überstanden. Außerdem haben wir keinen Star in unserem Team, auch wenn Jan Möhring bei uns spielt. Er arbeitet viel für die Mannschaft, das macht uns stark.

Was sind denn die Stärken Ihres Gegners, worauf müssen Sie besonders achten?

Osipovitch: Ich respektiere das, was die Dortmunder geleistet haben, es gefällt mir, wie sie spielen. Das ist eine Mannschaft, die mit Herz und Kopf spielt und dazu noch einen guten Trainer hat. Gegen sie zu spielen wird deshalb für uns nicht einfach.

Mlynarski: Bielefelds große Stärke sind sicherlich die Distanzwürfe, davon lebt die Mannschaft. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen, da haben wir zwölf Dreier kassiert. Außerdem hat Bielefeld eine starke Mannschaft, bestimmt acht starke Leute. Das ist für uns schwer zu verteidigen, weil sie vom Aufbau bis zum Center ausgeglichen gut sind. Hinzu kommt, dass Bielefeld eingespielt ist, das war schon in der letzten Saison zu sehen. Da haben sie am Anfang der Saison viel Pech gehabt und danach kaum ein Spiel verloren.

Gibt es bei Ihnen eine besondere Vorbereitung auf das Spitzenspiel?

Osipovitch: Bei uns wird das nicht so besonders sein, wir machen unsere ganz normale Vorbereitung im Training. Natürlich werden wir uns auf die ein oder anderen Sachen, die wir im Spiel beachten wollen, besonders fokussieren. Was das sein wird, werde ich aber natürlich nicht verraten.

Mlynarski: Wir wollten am Montag beim Training etwas ausprobieren, aber da waren wir nur fünf Mann. Da ist das natürlich ein bisschen schwierig, wenn man Sachen maximal einmal zusammen vernünftig vorbereiten kann.

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Was wird am Samstagabend den Ausschlag geben zwischen Sieg und Niederlage?

Osipovitch: Das ist schwer zu sagen. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die ein Spiel entscheiden können. Jedes Spiel hat seine eigene Geschichte, es ist unheimlich schwierig, das vorhersagen zu können.

Mlynarski: Ich bin mir sicher: Die Mannschaft, die von Außen besser trifft, wird gewinnen. Weshalb bei uns die Defensive besonders gefordert ist, wir müssen Bielefeld bei 70 Punkten halten – aber das wird verdammt schwer. Natürlich kommen noch andere Faktoren dazu: Wer findet besser ins Spiel? Wie pfeifen die Schiedsrichter? Wir waren im letzten Jahr nur mit sieben Mann in Bielefeld. Wir haben nur knapp verloren, aber gut gespielt und gekämpft – das macht uns wirklich Mut.  

Beide Mannschaften haben jeweils das letzte Spiel vor der Top-Partie verloren. Wie ist es um die derzeitige Form Ihrer Mannschaft bestellt?

Osipovitch: Wir haben letzte Woche in Paderborn verloren, ja, zwei Wochen davor in Breckerfeld. Wir merken nun, dass jede Mannschaft gegen uns mit noch mehr Motivation spielt, jeder will den Spitzenreiter schlagen. Außerdem hatten wir in den letzten Wochen ein paar Verletzungsprobleme, das hat sich bemerkbar gemacht. Das passiert jeder Mannschaft im Laufe einer Saison, das muss man so akzeptieren. Wir haben aber trotz der zwei Niederlagen immer noch genügend Selbstbewusstsein.

Mlynarski: Wir haben letzte Woche gegen Biggesee verloren, aber das waren besondere Umstände. Wir haben gut mitgehalten, waren aber einfach zu klein. Dennoch hat die Mannschaft super gekämpft. Die Niederlage hat uns nicht zurückgeworfen.

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