Mit Video: Sarajevo Bosna fügt VfL Hörde in Unterzahl in der Nachspielzeit erste Niederlage zu

Fußball-Kreisliga B

Der VfL Hörde ist bislang ohne Niederlage durch die Kreisliga B marschiert. Am ersten Rückrundenspieltag gab es nun aber die erste Pleite - gegen den letzten verbliebenen Aufstiegskonkurrenten.

Dortmund

, 09.12.2019, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Video: Sarajevo Bosna fügt VfL Hörde in Unterzahl in der Nachspielzeit erste Niederlage zu

Riesenjubel bei Sarajevo Bosna nach dem Siegtreffer in der 96. Minute. © Soccerwatch

Die Nachspielzeit lief bereits und war, wenn man ehrlich ist, sogar schon überschritten, als noch einmal eine Flanke in den Hörder Strafraum gesegelt kam. Es sind diese Momente, die besondere Spiele ausmachen, in denen die Welt vor dem entscheidenden Tor kurz still zu stehen scheint - bevor sie vom Jubel des Siegerteams erschüttert wird.

Der Rest war Eskalation

So war es auch am Sonntagnachmittag an der Diedenhofener Straße zwischen Tremoniapark und A40, als Dzenis Dzeilovic vom FC Sarajevo Bosna zum Kopfball hochstieg. Die Flanke war perfekt getimed, der Angreifer drückte die Kugel mit viel Wucht Richtung Hörder Tor - und der Rest war Eskalation.

Die Partie zwischen dem Tabellenführer der Kreisliga B4 und dem Verfolger hatte absolut vorentscheidenden Charatker. Die unbesiegten Hörder von Trainer Lukas Lakoma hatten vor der Partie sechs Punkte Vorsprung, mit einem Sieg wären sie auf neun Punkte enteilt und wohl nicht mehr einzuholen gewesen. Für Sarejevo Bosna ging es schon fast um die letzte Chance.

Alles nach Plan - doch dann eine Rote Karte

Und so spielte die oMannschaft von Muhamed Ahmeckovic, den wir für diesen Bericht leider nicht erreichten, auch. Ahmeckovic hatte das Traineramt nach dem 1:1 beim VfB Westhfen Mitte November von Jasmin Muflizovic übernommen und die Aufgabe war klar: Zum Rückrundenauftakt gegen Hörde gewinnen und die Meisterschaft nochmal spannend machen. Denn nach hinten - wo sich viele zweite Mannschaften tummeln - beträgt der Vorsprung bereits über zehn Punkte.

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Zunächst lief für Sarajevo jedenfalls alles nach Plan. Sedad Muflizovic erzielte per Lupferkopfball das 1:0 für den Herausforderer und danach gingen sie zwar mit der Führung in die Halbzeitpause - aber ohne ihren Torschützen. Denn zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Muflizovic Hördes Farid Damoch an der Seitenlinie abgegrätscht - und die Rote Karte gesehen.

„Eine Kopfsache“ und ein verdienter Sieger

Nachdem sich die Gemüter auf dem Platz wieder beruhigt hatten, „war es eine Kopfsache“, sagte Hörde-Coach Lakoma. Denn als Kevin Bottenberg kurz nach der Pause den Ausgleich erzielte, „da haben wir abgeschaltet.“ Bottenberg ist neben Damoch Hördes Torjäger vom Dienst, 19 Saisontreffer weist er bereits auf.

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Mittlerweile stand bei den Hördern auch Julian Koch auf dem Platz, der ehemalige Bundesligaspieler hat wegen Knieproblemen zuletzt weniger gespielt, aber wenn es ernst wird, steht er dem Team noch zur Verfügung. Aber auch der erfahrene Ex-Profi konnte das Unheil aus Hörder Sicht nicht verhindern: „Bosna hat das besser gemacht, sie waren aggressiver“, sagte Lakoma, der bis auf die Szene, die zur Roten Karte geführt hat, ein faires Spiel gesehen hatte.

„Durch Verlieren kann man nur lernen“

Sein Team hätte mit dem Punkt natürlich besser leben können, doch Lakoma sagt: „Durch Verlieren kann man nur lernen - und das haben wir heute. Denn am Ende muss man ganz klar sagen, dass es eine Mannschaft verdient hat, die so lange in Unterzahl spielt und gewinnt.“

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Und die den Vorsprung an der Tabellenspitze nun auf drei Punkte verringern konnte. „Träumen müssen wir nicht, aber wir geben auch nicht auf“, hatte Sarajevo Bosna vor dem Spiel auf der eigenen Facebook geschrieben. Es bleibt spannend an der Tabellenspitze der Kreisliga B2.

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