Junge Reiter, junge Gäste: Max Haunhorst ist der Shootingstar beim Signal Iduna Cup

Reitsport

Tradition allein reicht nicht – das haben die Verantwortlichen des Signal Iduna Cup erkannt. Das Reitturnier soll jünger werden und macht sich auf den Weg vom Großereignis zum Live-Event.

Dortmund

, 07.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Junge Reiter, junge Gäste: Max Haunhorst ist der Shootingstar beim Signal Iduna Cup

© imago/Stefan Lafrentz

Max Haunhorst ist erst 19 und schon ein Hoffnungsträger im doppelten Sinne. Der junge Springreiter aus Hagen am Teutoburger Wald ist längst über den Status als eines der größten Nachwuchstalente Deutschlands hinausgewachsen. Eher gilt er als Shootingstar der Szene. Und als solcher ist er einer der Top-Sportler beim Signal Iduna Cup in Dortmund vom 12. bis 15. März.

Doch während es für Haunhorst mittlerweile kein ungewöhnliches Gefühl mehr ist, sich den sportlichen Erwartungen zu stellen, erhoffen sich die Organisatoren des Turniers in den Westfalenhallen von ihm noch einen ganz besonderen Kick.

Die jungen Athleten sollen für Emotionen sorgen

„Wir hoffen durch die jungen Athleten wie Max Haunhorst mehr junges Publikum zu gewinnen und auch wieder mehr Emotionen in der Halle zu erleben“, sagt Kaspar Funke von der ESCON-Marketing GmbH, die mit der Turniergemeinschaft Dortmunder Reiterverein e.V. Veranstalter ist.

„An Emotionen hat es in der Vergangenheit auch schonmal gefehlt“, gibt Funke unumwunden zu. So mancher schon lang etablierte Sportler der Szene habe zwar sein Können gezeigt, doch fehlte es bisweilen an der spürbaren Begeisterung und Emotion.

Einer wie Max Haunhorst ist also ab jetzt für die Gefühle in der Westfalenhalle zuständig. Darauf angesprochen muss er schmunzeln: „Das ist doch eigentlich nichts Besonderes. Emotionen sind für mich einfach immer dabei.“

Ein Messen mit einer anderen Generation

Auch, wenn er erst dieses gewaltige Vorbereitungsprogramm abspulen muss, was nötig ist, wenn er wie geplant mit drei oder vier Pferden nach Dortmund anreisen wird? „Auch dann“, versichert der 19-Jährige.

Junge Reiter, junge Gäste: Max Haunhorst ist der Shootingstar beim Signal Iduna Cup

Reiter Max Haunhorst setzt auch in Dortmund auf Emotionen. © imago/Stefan Lafrentz

Im Wettkampf spiele das alles gar keine Rolle mehr, da gehe es allein vollkonzentriert darum, die beste Leistung zu zeigen. Und wenn das gelinge, sei das immer ein Grund zur Freude, die man auch gern zeigen dürfe. Insofern sei Dortmund für ihn auch nicht irgendein Wettkampf im Jahr, sondern eine der wichtigen Gelegenheiten, sich mit den Besten seiner sportlichen Zunft zu messen.

„Und ich gebe zu, die Konstellation in der Westfalenhalle, wo wir Jungs wie Niklas Betz, Philipp Schulze-Tophoff und ich uns auch mal mit einer anderen Generation messen können, spornt uns junge Reiter nochmal zusätzlich an.“

Die Veranstalter rechnen mit mehr Zuschauern beim Signal Iduna Cup

Zum neuen und frischeren Image des Signal Iduna Cup passt auch, dass das Teilnehmerfeld deutlich gestrafft wurde und man zu attraktiven Zeiten für das Publikum auch besonders attraktive Wettbewerbe platziert hat.

„Das ist doch eigentlich nichts Besonderes. Emotionen sind für mich einfach immer dabei.“
Max Haunhorst

„So gibt es bereits am Freitagabend einen Grand Prix – eine Dressurprüfung auf Olympia-Niveau“, sagt Funke. „Bei der Springprüfung am Samstagabend werden lediglich 40 Starter sein. Und alle Höhepunkte am Sonntag beginnen zur optimalen Zeit. Das ist neu und für unsere Gäste besonders attraktiv.“

Positive Auswirkungen auf die Menge der Besucher erhoffen sich die Veranstalter zudem durch die deutlich gestiegene Zahl der Aussteller rund um das Sportevent. „Das war im letzten Jahr nicht gut – weder für die Aussteller noch für die Besucher. Grund war wohl, dass 2019 die Equitana in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft zu unserem Event lag“, so Funke. 2020 kann er schon jetzt ein Aussteller-Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vermelden.

Und weil er in diesem Jahr wieder mit steigenden Besucherzahlen rechnet, gibt Funke allen Reitbegeisterten noch einen wichtigen Tipp mit auf den Anreiseweg. „Kommen Sie früh – besonders für den Samstag.“ Denn dann empfängt Borussia Dortmund nebenan den FC Schalke 04 zum Revierderby. Aber große Sorgen macht Funke sich da nicht. „Reiter sind ja meist Frühaufsteher.“

Ort: Westfalenhallen Dortmund Termin: 12 - 15. März Beginn: 12. März - 15.30 Uhr 13. März - 8.00 Uhr 14. März - 8.00 Uhr 15. März - 8.00 Uhr Eintrittspreise: 10 bis 80 Euro
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