LG Olympia mit Wechsel auf Zukunft

Leichtathletik: Jugend-DM

„Wer sich für eine deutsche Meisterschaft qualifiziert, wird auch gemeldet. Da spielt es keine Rolle, ob der Athlet eine Endkampfchance besitzt.“ Dieses Prinzip der LG Olympia bewährte sich auch bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Jena.

DORTMUND

, 05.08.2015, 10:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Versammelt auf einem Bild: Die erfolgreichen Athletinnen und Athleten der LG Olympia.

Versammelt auf einem Bild: Die erfolgreichen Athletinnen und Athleten der LG Olympia.

„Wir haben mehrere junge Athleten an den Start geschickt, die zwar nicht in die Entscheidungen gekommen sind, aber bei diesen Titelkämpfen viel gelernt haben. Das war ein Wechsel auf die Zukunft“, hob Pierre Ayadi, der Sportliche Leiter der LGO hervor. Präsidiumsmitglied Thomas Kremer lobte in seiner Abschlussansprache den hervorragenden Auftritt der LGO-Athleten und den tollen Eindruck, den sie hinterlassen haben.

Gute Stimmung im Team

Schon bei der gemeinsamen Anreise im Bus war die Stimmung unter den Athletinnen und Athleten hervorragend. Unterschiede zwischen Sprintern, Mittelstrecklern und Technikern waren nicht festzustellen und keine Trainingsgruppe kochte ihr „eigenes Süppchen“.

„Go Mert, Go“, skandierten zum Beispiel die Langstreckler und hatten eigens ein großes Plakat gemalt, als Kugelstoßer Mert Yarimay zu seinem Wettbewerb antrat. Pechvogel des Teams war Lorena Claus. Die Startläuferin der 4 x 100-Meter-Staffel kollidierte bei einem Probestart mit einem unaufmerksamen Kampfrichter und zog sich einen glatten Bruch des Handgelenks zu. Die bereit stehende Ersatzläuferin fand zu allem Unglück nicht rechtzeitig ihre Spikes, so dass die Staffel ihre Chance nicht wahrnehmen konnte.

Einladung zur WM

Zahlreiche Schlachtenbummler hatten die Reise nach Jena angetreten und unterstützten die Aktiven. Uli Kunst, der in seiner Eigenschaft als Landestrainer die U20-Europameisterin Gina Lückenkemper aus Soest betreut, erhielt durch den DLV eine Einladung zur WM in Peking, um dort seinen Schützling zu unterstützen, er lehnte jedoch ab. „Gina braucht niemanden, der ihr die Hand hält. Es ist wichtig, dass die Athleten selbstständig werden“, begründete er seine Ablehnung, denn als Tourist wollte nicht dabei sein.

Aber Thomas Kremer wird nach Peking reisen, jedoch nicht als Trainer. Er wird dort für die Verpflichtung der internationalen Leichtathletikelite für das Berliner Istaf tätig sein. 

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