Lasst die Mannschaften nach dem Sport-Lockdown wieder in die Halle und auf den Platz

dzMeinung

Der Sportlockdown ist jetzt offiziell. Ab dem 2. November steht der Amateursport still. Aber was ist in der Zeit davor? Und vor allem danach? Unser Autor hat eine klare Meinung.

Dortmund

, 28.10.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

14.946 Neuinfektionen in Deutschland am Mittwoch. 500 Corona-Tote allein in Frankreich am selben Tag. Über die Gefährlichkeit dieser Krankheit muss weiter kein Wort fallen. Der Bund und die Länder mussten am Mittwoch reagieren. Der Sport-Lockdown ergibt definitiv Sinn. Der extreme Anstieg der Infizierten muss gestoppt werden.

Jetzt lesen

Jetzt stehen aber bis zum 2. November noch Pflichtspiele unter anderem im Fußball, Handball und Basketball auf dem Programm. Sollen die etwa noch stattfinden? Die Verbände müssen hier handeln und diese Begegnungen sofort absagen. Das Virus macht ja jetzt nicht bis zum 2. November Pause.

Und die Gefahr, sich beim Sport zu infizieren, ist gegeben. Während des Fußball-Spiels zum Beispiel ist sie vielleicht nicht so hoch. Aber die Gefahr lauert davor und vor allem danach. Unserer Redaktion liegt ein Video vor, auf dem zu sehen ist, wie ein Team nach einem Sieg ungehemmt in einem geschlossenen Raum feiert. Keine Distanz, keine Maske, keine Rücksicht. Uns sind mehrere solcher Fälle bekannt.

Jetzt lesen

Diese Passage soll jetzt nicht alle Sportler unter Generalverdacht stellen, dass sie verantwortungslos handeln. Ganz im Gegenteil, das Gros der Sportvereine tut alles dafür, um seinen Beitrag zu leisten, die Infektionszahlen einzudämmen. Das Beispiel mit dem Video soll noch einmal verdeutlichen, wie schnell sich das Virus beim Sport verbreiten könnte, wenn die Menschen zu nachlässig werden.

Verbände sollen Ligenbetrieb für 2020 aussetzen

Spätestens ab dem 2. November müssen jetzt alle Sportler pausieren. Mindestens bis Ende November. Aber was ist im Dezember? Soll es dann einfach ganz normal weitergehen, wenn es die Politik wieder erlaubt? Nein, die Verbände sollen den Ligenbetrieb mindestens bis zum Ende des Jahres aussetzen.

Jetzt lesen

Da wäre zum Beispiel das sportliche Argument: Die Teams müssen im kompletten November mit dem Mannschaftstraining pausieren. Klar, jeder kann in der Zeit für sich selbst etwas tun. Aber die Wettkampfpraxis fehlt. Keiner kann von den Sportlern verlangen, dass sie ab dem 1. Dezember wieder von 0 auf 100 hochfahren. Und gesellschaftspolitisch wäre es auch das falsche Zeichen, sofort wieder mit dem Wettkampf zu beginnen als wäre nichts gewesen.

Der Trainingsbetrieb sollte aber sofort wieder eingeführt werden. Die vielen jungen Sportler benötigen die Bewegung, die sozialen Kontakte und vielleicht auch die Aufsicht der verantwortungsvollen Trainer. Halten sich alle Klubs und die Sportler während der Einheiten an die Hygienevorschriften, ist das Risiko im Training minimal, sich anzustecken.

Definitiv geringer als bei anderen sozialen Treffen. Zum Beispiel, wenn sich mehrere Jugendliche und Heranwachsende in Wohnungen treffen, um zusammen in einem Zimmer PlayStation zu spielen. Die Politik muss so schnell wie möglich wieder das Training zulassen. Wettkämpfe benötigt in diesem Jahr aber niemand mehr.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt