Kronen-Hellweg-Cup: Titelverteidiger zum dritten Mal in Serie im Finale

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Am Samstag fanden die beiden Halbfinalspiele beim Kronen-Hellweg-Cup statt. Der Kampf des Dortmunder Ostens gegen den Süden endete 1:1

von Christian Bentrup

Dortmund

, 29.08.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Landesliga gegen Landesliga und Westfalenliga gegen Westfalenliga. So lauteten am Samstag auf der Anlage am Hallenbad in Brackel die beiden Halbfinalpartien beim Kronen-Hellweg-Cup. Die zahlreichen Zuschauer kamen auf ihre Kosten.

Kirchhörder SC - SV Brackel 06 5:3 n.E. (0:0/0:0) -

Im ersten Halbfinale begegneten sich beide Teams lange Zeit auf Augenhöhe. Man neutralisierte sich im Mittelfeld, spielerische Elemente kamen zu kurz und Torchancen blieben Mangelware. Kirchhördes einzige Torchance vergab Mittelstürmer Muhammed Güreser als er den Ball nach einer Hereingebe von rechts nicht richtig traf und nur ein harmloser Torschuss dabei herauskam (18.). Auf der Gegenseite scheiterte Brackels Kapitän Patrick Sacher aus spitzem Winkel an KSC-Torwart Florian Ernst.

Mit der zweiten Hälfte war SVB-Coach Giovanni Schiattarella berechtigterweise sehr zufrieden. „Wir haben das Spiel immer mehr an uns gerissen und den KSC vor neue taktische Aufgaben gestellt, die sie nicht lösen konnten. Aus den Möglichkeiten müssen wir das Siegtor machen“. Tatsächlich hätten William Valenti (52./67.), Soufiane Halim per Kopf (66.) oder Mehmet Erdogan (76.) den Siegtreffer erzielen müssen.

Entscheidung im Elfmeterschießen

So aber konnte sich KSC-Trainer Sascha Rammel über einen Erfolg im Elfmeterschießen freuen, bei dem alle fünf Kirchhörder Schützen trafen, während Brackels William Valenti an Torhüter Florian Ernst scheiterte. Rammel führte den Leistungsabfall seines Teams nach der Pause und die fehlende Durchschlagskraft im Angriff darauf zurück, „dass unser kleiner Kader im Turnier nahezu durchspielen musste und nun die Kraft fehlt“.

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Westfalia Wickede - BSV Schüren 3:0 (1:0) -

Im zweiten Halbfinale musste der BSV Schüren auf seinen Dreh- und Angelpunkt, Kamil Bednarski, wegen muskulärer Probleme verzichten. Auf dem Feld gingen beide Mannschaften sehr aggressiv, teils überhart, in die Zweikämpfe und schenkten sich nichts. Darunter litt der Spielfluss. Die erste Großchance hatte der BSV, aber Björn Mennekes Abschluss wurde von Anil Konya - der danach verletzt vom Feld musste - im letzten Augenblick von der Linie gekratzt (21.).

Finalspiele am Sonntag

Die Führung jedoch erzielte der Titelverteidiger aus Wickede in Person von Marcel Pietryga. Eine Freistoßflanke von rechts köpfte er seinem Gegenspieler auf den Rücken, den Abpraller schob er dann zum 1:0 ins BSV-Tor (30.). Als bald darauf Schüren Sotirios Stratacis die gelbrote Karte wegen wiederholten Foulspiels sah (36.), schwanden die Chancen des BSV weiter. Nach der Pause versuchte Westfalia Wickede das 2:0 zu erzielen, aber Hikmet Konar (41.) und Marcel Pietryga (52.) scheiterten an BSV-Torhüter Felix Wenderoth. Als Pietryga im Strafraum gefoult wurden, scheiterte Finn-Jona Hennings vom Punkt am gut reagierenden Wenderoth (55.).

Auch wenig später gewann der Torwart dieses Duell und parierte den Schuss aus kurzer Distanz (61.). Konar scheiterte an seiner Eigensinnigkeit und dem Pfosten (71.). Der beste Westfalia-Angreifer Marcel Pietryga sorgte dann für klare Verhältnisse und traf zum 2:0 (73.) und 3:0 (76.). Wickedes Trainer Marco Schott erklärte: „Wir haben die Mannschaft heiss gemacht und wollten endlich in den Wettkampfmodus kommen. Das war unser bisher bester Auftritt.“ Sein Pendant auf der anderen Seite, Arthur Malik, sah den Knackpunkt für das Ausscheiden in der lange währenden Unterzahl. „Für die Saison mache ich mir keine Sorgen. Ich hoffe, dass die Verletzung von Valentin Simoes Dos nicht allzu schwer ist. Er wurde heute oft gefoult.“

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Das Endspiel findet am Sonntag um 16:30 Uhr statt. Das Spiel um Platz drei um 14:30 Uhr

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