Krisengipfel bei Westfalia Wickede? An diesen drei Punkten muss die Westfalia arbeiten

dzFußball-Westfalenliga

Westfalia Wickede befindet sich in einer sportlichen Talfahrt. Am Dienstag gab es ein Treffen mit Spielern und dem Trainerteam - ein Krisengipfel? Wickede muss an diesen Punkten arbeiten.

Dortmund

, 20.11.2019, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das hatte gesessen. 1:6-Niederlage gegen den FC Lennestadt. Abgerutscht auf den Relegationsplatz der Westfalenliga. Es gab schon deutlich bessere Zeiten, um Anhänger von Westfalia Wickede zu sein.

Mannschaft und Trainerteam kommen zusammen

Nun kam die Mannschaft am Dienstagabend zusammen. Spieler trafen sich gemeinsam mit dem Trainerteam am Pappelstadion. Ein Krisengipfel? Papperlapapp. „Nein, das ist nichts Außergewöhnliches gewesen“, klärt Sportlicher Leiter und Co-Trainer Daniel Dukic auf. „Das war kein Krisengipfel.“

Zu einer ganz normalen Nachbesprechung und Analyse trafen sich Spieler und Trainerteam in Wickede. Dukic erzählt, dass die komplette Mannschaft vor Ort war, inklusive der verletzten Spieler. Es musste einiges aufgearbeitet werden. Dabei hat Dukic das Wort ergriffen, „Zahlen und Fakten präsentiert“.

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Der 39-Jährige hatte im Voraus einen Blick auf die Zahlenverhältnisse der Westfalenliga geworfen. Dabei fiel auf: Wickede hat die fünftbeste Offensive der Liga, erzielte in 14 Ligaspielen 28 Tore. Gute Werte - eigentlich, wäre da nicht die Defensive. Wickede hat zusammen mit dem SV Sodingen die zweitschlechteste Abwehr, kassierte bereits 32 Gegentore.

„Den Spiegel vors Gesicht gehalten“

„Das ist ein krasser Unterschied“, weiß Dukic. „Ich habe denen den Spiegel vors Gesicht gehalten.“ Dabei sprach Dukic auch schonungslos an, dass Wickede in den letzten drei Spielen zehn Gegentore kassierte. Zum Vergleich: Der DJK TuS Hordel hat bislang gerade einmal zehn Gegentore kassiert - in 14 Saisonspielen.

Doch was muss sich tun, damit sich die sportliche Situation in Wickede wieder verbessert? Daniel Dukic sprach drei elementare Punkte an:

  • Das kollektive Defensivverhalten
    Wickede steht in der Defensive nicht solide genug, leistet sich zu viele Fehler. „Wir müssen einfach stabiler werden“, fordert Dukic.
  • Standardsituationen
    Wickede hat bislang 32 Gegentore kassiert. Daniel Dukic hat sich die Spiele der Westfalia noch mal über das Streaming-Portal „soccerwatch“ angeschaut und stellte dabei 12 Gegentreffer nach Standardsituationen fest.
  • Abstellen von individuellen Fehlern
    Sieben Gegentore sind durch grobe individuelle Fehler wie beispielsweise Ballverluste entstanden, hat Dukic analysiert.

„Wir müssen nach dieser Analyse an diesen Punkten arbeiten“, fordert Dukic, weiß aber auch, dass es schwierig sein wird, an individuellen Aussetzern zu arbeiten. Rund anderthalb Wochen bleiben dem Team dafür, kommenden Sonntag steht kein Spiel an, ehe am 1. Dezember Concordia Wiemelhausen nach Wickede reist. Zuvor wird es noch ein Testspiel gegen den Bezirksligisten SSV Mühlhausen-Uelzen geben (Donnerstag, 21. November).

Bis zum nächsten Meisterschaftsspiel sollen dann auch Kapitän Anil Konya und Robin Wodniok wieder fit sein. Christof Tielker ist aber noch fraglich. Vor allem der Einsatz von Konya könnte dabei wichtig werden, fehlt die Erfahrung des Kapitäns den Wickedern enorm momentan.

„Wir können keine jungen Leute als Zugpferd benutzen“, weiß Dukic und setzt unter anderem auf die Rückkehr des Westfalia-Kapitäns. „Die alten Zugpferde müssen die jungen Wilden mitziehen. Die haben von uns das Vertrauen und die Geduld.“

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