Kommen die Scouts, laufen die Juniorenfußballer des TSC Eintracht noch schneller

dzJuniorenfußball

Im Westfalen-Pokal sorgen die A-Junioren-Fußballer des TSC Eintracht gerade für viel Aufsehen. Schon länger haben die Scouts der großen Vereine den Nachwuchs der Dortmunder im Blick.

Dortmund

, 25.04.2019 / Lesedauer: 3 min

In der Westfalenliga Durchschnitt und auf Platz 7, im Westfalen-Pokal top und Endstation für gleich zwei Bundesligisten. Die A-Jugend des TSC Eintracht macht auf der großen Bühne Furore. Doch vom Mittelmaß im Ligaalltag will Trainer Tobias Brenck nichts wissen. „Wir sind einfach schlecht in diese Saison gestartet. Davon zehren wir im negativen Sinne noch immer. Tatsächlich ist es aber so, dass wir seit November die Kurve gekriegt und uns gefunden haben. Seitdem spielen wir stabil und auf hohem Niveau.“

Und das hat sich im Pokal zuletzt gleich doppelt gezeigt. Im Achtelfinale schossen die Dortmunder die A-Jugend von Schalke 04 mit 1:0 aus dem Wettbewerb. Im Halbfinale war für Preußen Münster im Sportpark an der Flora Endstation. Am 1. Mai geht es nun zum Pokalfinale zum VfL Bochum.

Bemerkenswert findet der Coach die Leistungssteigerung seiner Jungs jeweils in der zweiten Halbzeit beider Partien gegen die höherklassigen Teams. „Zweimal sind wir wirklich schlecht gestartet und haben dann eine top zweite Hälfte hingelegt.“ Woran das liegt? Wohl auch daran, dass die Dortmunder in den ersten 45 Minuten stets merkten, dass der Leistungsunterschied zum vermeintlich stärkeren Gegner einfach so nicht da war. Die Zurückhaltung blieb in der Kabine. Die zweite Hälfte brachte jeweils die Entscheidung – zugunsten des TSC.

Aber ist der Pokal vielleicht auch ein besonderer Ansporn für die jungen Spieler, sich zu zeigen? „Auf jeden Fall. Wir wissen ja, dass da nicht nur plötzlich fünfmal mehr Zuschauer am Spielfeldrand stehen, sondern auch die Scouts“, sagt Maciej Bokemueller, Schütze des entscheidenden TSC-Tors zum 2:1 gegen Preußen Münster. „Aber vor allem gegen höherklassige Teams hast du nichts zu verlieren. Sicher haben wir im ersten Moment einen Leistungsunterschied gespürt. Aber jeder hat frei gespielt. Und das hat letztlich den Ausschlag gegeben.

Wie so ein Unterschied aussehen kann, zeigte Bokemueller mit einem sensationellen Solo, das er mit dem Siegtor abschloss. „Dieses 2:1, das hat sich einfach ergeben. Ich bin aus 35 Metern aufs Tor zugelaufen, weil der Platz da war. Im Strafraum war niemand, den ich anspielen konnte. Also hab ich selbst draufgehalten – und dann auch noch mit rechts getroffen, obwohl ich Linksfuß bin.“

„Das ist eigentlich der Fuß, den er sonst nur zum Stehen braucht“, scherzt sein Trainer. „Und dann macht er damit so ein Traumtor.“ Auch Brenck ist sich der Anwesenheit der Talentsucher anderer Klubs bei solchen Spielen bewusst. Beim TSC Eintracht geht man damit aber ganz offensiv um, versteht sich bewusst als Ausbildungsverein. „Das ist ja auch logisch. Es ist ja so, dass wir beim TSC versuchen, die Spieler möglichst hoch zu vermitteln. Unsere erste Mannschaft spielt nur in der Kreisliga. Das heißt, für einen A-Jugendlichen gibt es danach keinen Anreiz weiter beim TSC zu spielen. Und daher versuchen wir, die Jungs in guten Klubs unterzubringen. Wir verstehen uns ganz klar als Sprungbrett für die Alt- und auch die Jungjahrgänge.“

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A-Junioren-Westfalenpokal-Halbfinale zwischen TSC Eintracht und Preußen Münster.

Bilder vom A-Junioren-Westfalenpokal-Halbfinale zwischen TSC Eintracht und Preußen Münster.
22.04.2019
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Bilder vom A-Junioren-Westfalenpokal-Halbfinale zwischen TSC Eintracht und Preußen Münster.© Nils Foltynowicz
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Und der Pokal ist unter diesem Aspekt nochmal eine besondere Bühne. „Das wissen die Jungs – und wir wissen im Vorfeld teilweise auch, wer zuguckt. Das sagen wir unseren Spielern, versuchen sie vor solchen Spielen besonders gut einzustellen und ihnen die Nervosität zu nehmen.“ Mit Erfolg: Denn mit Maciej Bokemueller und Dzanan Mujkic wechseln zwei TSC-Leistungsträger zur nächsten Saison zum ASC in die Oberliga.

Am 1. Mai 10.30 Uhr steht in Bochum aber erstmal das Pokalfinale an. Dann sind nochmal alle an Bord. Nach aktuellem Stand kann das Trainerteam Tobias Brenck und Ivica Ivancic personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir reisen mit Respekt zum VfL“, sagt Brenck. „Aber in die Hose machen wir uns nicht.“

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