Kirchhördes Neuzugang mit Kampfansage an Türkspor: „Wir werden aufsteigen“

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Cihan Ulusoy wechselt von der U19-Bundesliga zum Kirchhörder SC. Beim MSV Duisburg spielte er meist als Linksverteidiger - eine andere Position ist ihm allerdings lieber, sagt er selbst.

Dortmund

, 20.06.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den Kirchhörder SC ist die Verpflichtung von Cihan Ulusoy ein absolutes Novum. Noch nie zuvor hatte der Landesligist einen Spieler aus der U19-Bundesliga verpflichtet. Im Interview spricht der 19-Jährige über die Gründe für seinen Wechsel runter in die Landesliga, welche Rolle KSC-Kapitän Mustapha Yüksel dabei spielte und welcher Ex-Hamburger sein großes Vorbild ist.

Herr Ulusoy, generell wechseln nur wenige U19-Bundesligaspieler in die Landesliga. Warum haben Sie sich für diesen Schritt entschieden?
Mein Verwandter Mustapha Yüksel hat mir das angeboten. Er hat gesagt, Kirchhörde hat eine geile Truppe und menschlich sind alle sehr nett. Ich war ja dann auch da, habe mich mit Jörg Mielers getroffen. Auch er war total nett.

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Ein Verbleib beim MSV Duisburg war keine Option?

Nein, leider nicht. Es hat einfach nicht gereicht, obwohl ich schon ein, zwei Mal bei der ersten Mannschaft mittrainiert hatte.

Wie waren Ihre ersten Trainingseinheiten bei einem Drittligisten?

Es war ein anderes Feeling. Alles geht etwas schneller und ist robuster. Ich hatte ein paar Mal mittrainiert, das machte mir auch mehr Spaß.

Beim MSV Dusiburg durfte Cihan Ulusoy auch einige Male mit der ersten Mannschaft trainieren.

Beim MSV Dusiburg durfte Cihan Ulusoy auch einige Male mit der ersten Mannschaft trainieren. © imago images / MaBoSport

Gab es auch Angebote aus höheren Ligen?

Ich hatte schon noch einige Angebote, ja. Auch von Mannschaften, die höher als Kirchhörde spielen. Aber Mustapha (Yüksel, Anm. d. Red.) hat mich halt vom Wechsel überzeugt. (lacht)

Was hat er Ihnen über den KSC erzählt?

Dass hier alles gut abläuft und dass alle Spieler echt nett sind. Außerdem hat er gesagt, dass ich einen Ausbildungsplatz bekomme. Das war mir sehr wichtig.

Sie haben bereits einige Male beim Kirchhörder SC mittrainiert. Wie war Ihr erster Eindruck von der Mannschaft?

Alle sind total sympathisch und sehr respektvoll. Sie haben mich gut aufgenommen.

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Was ist in der kommenden Saison für Kirchhörde möglich?

Ich will nicht sagen, dass wir aufsteigen können. Wir werden aufsteigen! Der Aufstieg ist das klare Ziel, hundertprozentig. Ich will wieder nach oben und will auf jeden Fall mit Kirchhörde in die Westfalenliga. Deswegen bin ich hier.

Wollen Sie in den kommenden Jahren noch mal einen Versuch im Profifußball starten? Immerhin waren Sie nun schon ziemlich nah dran.

Auf jeden Fall, ich werde nicht locker lassen und bis zum Ende kämpfen. Es ist ja nie zu spät.

Sie kamen in der U19-Bundesliga meist hinten links zum Einsatz, machten aber auch einige Spiele im defensiven Mittelfeld. Wo spielen Sie am liebsten?

Lieber im defensiven Mittelfeld. Ich glaube, da werde ich auch spielen. Dort fühle ich mich auch wohler. Ich bin eher ein Zweikämpfer und Ballverteiler. Mein Vorbild ist Nigel de Jong, er ist ein Kämpfer, ich mag das. Er ist robust und macht sein Ding.

Mit wem würden Sie Ihre Spielweise am ehesten vergleichen?

Ich will jetzt nicht sagen, Thiago, aber ein bisschen schon. Ich bin eine Mischung aus ihm und Nigel de Jong.

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Also eine Kombination aus Kämpfer und Spielmacher?

Ja genau, das passt.

Sie spielten nun einige Jahre für den MSV Duisburg. Gab es ein Spiel, das Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Da gab es viele. Wir haben mal in der U17 gegen Ajax Amsterdam gespielt. Das ging damals 1:1 aus. Und in dieser Saison haben wir gegen Bayer Leverkusen (Vierter der U19-Bundesliga West, Anm. d. Red.) 3:1 gewonnen, da habe ich ein Tor gemacht.

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