Der dritte Dortmunder Amateurfußball-Klub verkauft seinen Stadionnamen

dzFußball

Mengede 08/20 war der große Pionier. Der ASC 09 Dortmund zog im vergangenen Jahr nach. Jetzt hat ein dritter Dortmunder Amateurfußball-Klub seinen Stadionnamen verkauft.

Dortmund

, 14.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Coronakrise wird auch im Amateurfußball tiefe Einschnitte hinterlassen. Vor allem was das Sponsoring betrifft. Für viele Geldgeber wird es einfach nicht mehr möglich sein, die Fußballklubs wie noch in der Vergangenheit zu unterstützen. Für Unternehmen geht es aktuell darum, selbst zu überleben. Sei es der Friseurmeister, der Kioskbesitzer oder der Restaurantbetreiber.

In vielen Vereinen ist zu hören, dass die finanziellen Einbußen jetzt schon zu spüren sind. Beim FC Brünninghausen zum Beispiel haben zwei Sponsoren ihre Zahlungen eingestellt. Das hatte zur Folge, dass der Klub sechs Spielern zum 15. April kündigen musste. Die Solidarität innerhalb der Dortmunder Klubs ist aber groß. Etliche Spieler verzichten auf große Teile ihrer Gehälter.

Das KSC-Stadion heißt bald Hecker-Stadion

Und in genau dieser schwierigen Phase präsentiert jetzt der Fußball-Landesligist Kirchhörder SC einen für den Klub wichtigen Sponsorenvertrag. Der KSC hat für fünf Jahre seinen Stadionnamen an Hecker verkauft. Bald prangt vor dem Haupteingang an der Kobbendelle also ein Schild mit dem Stadionnamen: Hecker-Stadion.

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Der Kirchhörder SC ist damit der dritte Amateurfußball-Klub der Stadt, der seinen Stadionnamen verkauft hat. In Mengede bestreitet der 08/20 seit 2014 seine Heimspiele im Volksbankstadion. Der ASC hat seinen Namen an die Firma Urlaubsguru abgetreten.

Zwei Teams für Menschen mit Behinderungen

„Wir sind natürlich unendlich froh darüber, dass Werner Wiersing und Hecker uns so unterstützen. Hecker kauft ja nicht nur den Stadionnamen, sondern hat sich auch am Bau unseres Vereinsheims beteiligt. Das hilft unserem Verein ungemein“, sagt der Sportliche Leiter Jörg Mielers. Über Zahlen wollte er nicht sprechen.

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Er ist einfach froh, dass der Klub finanziell gesund ist. „Wir haben hier tolle Voraussetzungen“, sagt Mielers. 19 Jugend-, drei Senioren- und zwei Teams für Menschen mit Behinderungen spielen demnächst im Hecker-Stadion. Den Inklusionsgedanken hebt Mielers hervor. Es sei wichtig für Klubs, auch Menschen mit Behinderungen ein sportliches Zuhause zu geben.

Die Zusammenarbeit mit den Werkstätten Gottessegen liefe sehr gut. Es gäbe sogar jedes Jahr ein Fußball-Turnier für Menschen mit Behinderung in Kirchhörde. Und worüber Mielers sich besonders freut, ist, dass zwei Fußballer mit Behinderung auch in der Dritten Mannschaft des Klubs mitspielen. Zusammen laufen sie dann im Hecker-Stadion auf.

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