Kirchhörder SC holt den Derbysieg gegen Hombruch dank eines überragenden Neuzugangs

dzFußball-Landesliga

Der Kirchhörder SC ist mit einem Sieg in die Landesliga-Saison gestartet und hat dem Hombrucher SV gleichzeitig die erste Niederlage zugefügt. Der Derby-Held ist neu in Dortmund.

Dortmund

, 11.08.2019, 19:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er kam aus dem ostwestfälischen Theesen nach Kirchhörde und hinterließ im ersten Landesliga-Derby der Saison gegen den Hombrucher gleich mal eine Duftmarke.

Neue Heimat, neuer Klub

Florian Ernst war der Mann der Spiels. Der Referendar suchte in seiner neuen Heimat einen Verein. Und es passt offenbar bestens. Denn bei seinem neuen Klub fügte er sich gleich ausgezeichnet ein.

Sein KSC gewann nicht wie beim Hecker-Cup in der Vorbereitung mit Glanz und Gloria, sondern das Derby beim Hombrucher SV mit etwas Glück und eben einem überragenden Florian Ernst: „Er hat ihnen den Sieg festgehalten“, erkannte auch Hombruchs Trainer Sebastian Didion an. Und Kirchhördes Coach Sascha Rammel resümierte: „Der Sieg ist zwar nicht unverdient, aber natürlich hatten wir Glück und einen starken Torwart.“

Gute Unterhaltung

Dieser aber war erst richtig nach der Pause gefordert. Das Dortmunder Duell begann zwar nicht so furios wie der zweite Durchgang, die gut 300 Zuschauer sahen sich aber gut unterhalten. HSV-Coach Didion sagte, sein Team habe im ersten Durchgang die Partie verloren. Einige gute Vorstöße aber zeigten beide Teams. Klar: Raimund Büth hatte mit einem Abpraller vor der Pause die beste Chance der Gastgeber (34.). Aber auch Kirchhörde hätte durch Simon Rudnik in Führung gehen können (40.).

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Simon Rudnik nach dem Derbysieg gegen Hombruch

Letztendlich war es eher die fehlende Abgeklärtheit, die Hombruch verlieren ließ. Das traf nicht nur auf den Angriff zu. Denn Stefan Bienewald drückte Mehmet Sahin zu auffällig zu Boden – dem Schiedsrichter blieb keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Rudnik, aus der Oberliga vom TuS Ennepetal zum KSC gewechselt, verwandelte sicher (43.).

Kremer unterstützt Ernst

Es sollte der einzige Treffer dieses Derbys bleiben. Der Unterhaltungswert aber blieb erhalten. Wobei der HSV ganz klar das Chancenübergewicht haben sollte. Raimund Büth (52.) und Tim Schrade (54.) eröffneten den Reigen der guten Möglichkeiten. Auch Ferdinand Franzahe (69.) und Fabian Lienig scheiterten kurz hintereinander an Ernst.

Ganz ohne Unterstützung hielt aber auch der Mann des Tages nicht die Null: Philipp Kremer klärte einen Schrade-Schuss von der Linie (72.).

„Gefährliches Ergebnis“

Völlig einseitig war die Partie dann aber auch nicht: Geschickt verschaffte sich der KSC immer wieder Entlastung – allerdings auch, ohne die Erlösung zu besorgen. Leon Frank vergab beispielsweise (74.). „So blieb es bis zum Schluss ein gefährliches Ergebnis“, wie Rammel treffend feststellte. Letztendlich half den Hombruchern aber auch die Brechstange mit dem immer weiter nach vorne rückenden Spielertrainer Alexander Enke nicht, um den mit Sicherheit verdienten Teilerfolg einzufahren.

„Ja, wir hätten hier einen Punkt mitnehmen können“, fand auch Didion. Rammel, der ebenfalls das „Chancenplus bei Hombruch“ sah, stimmte zu. „Auf der anderen Seite hatten wir auch die eine oder andere Situation, um die Vorentscheidung zu schaffen.“ So feierte der KSC eine Woche nach dem Sieg beim Hecker-Cup erneut, allerdings nicht ganz so euphorisch – eben passend zum Spiel.

Drei Fragen an Florian Ernst

Florian Ernst, Sie scheinen sich gut in Kirchhörde eingelebt zu haben...

Ja, das stimmt. Ich freue mich natürlich, dass ich dieser Top-Mannschaft gleich mit einem guten Tag helfen konnte.

Mit der Entscheidung pro Kirchhörde haben Sie alles richtig gemacht, oder?

Ja. Ich fühle mich sehr wohl. Ich komme von einem Westfalenligisten. Da ich hier in Dortmund mein Referendariat als Grundschullehrer mache, ist die Landesliga aber genau richtig.

Wie war das Spiel heute?

Im ersten Abschnitt haben wir sehr abwartend gespielt, machen aber das 1:0. Dann hatten wir natürlich Glück, aber vorne auch unsere Chancen.

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