Kandidatin Marzena Kupillas im Portrait

Gute-Laune-Floh

Sich mit Marzena Kupillas zu verabreden, ist gar nicht so einfach. Tagsüber arbeitet die 38-Jährige in einem Labor für Zahntechnik, und auch abends springt zunächst der Anrufbeantworter an, wenn man ihre Nummer wählt. „Sorry, ich war laufen“, entschuldigt sie sich bei ihrem Rückruf eine Stunde später – und klingt dabei so fröhlich und entspannt, als hätte sie gerade einen einwöchigen Wellness-Urlaub in einem Luxus-Hotel verbracht.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 12.01.2011, 16:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fühlt sich super: Marzena Kupillas.

Fühlt sich super: Marzena Kupillas.

Als Kupillas von der Aktion las, habe es bei ihr sofort „Klick“ gemacht. „Zwei Minuten später hatte ich die Bewerbung rausgeschickt“, berichtet sie. „Und ich habe meine Entscheidung noch nicht bereut.“ Das Lachen, das ihr im Anschluss an diesen Satz über die Lippen kommt, wirkt wie ein dickes Ausrufezeichen. Die Mutter eines 13-jährigen Sohnes sagt über sich, sie könne nicht still sitzen. „Ich benötige einen Ausgleich für meinen Job und bin immer auf der Suche nach Abwechslung.“ Den richtigen Sport fand sie dennoch lange nicht – bis sie die Marathon-Aktion in den Ruhr Nachrichten entdeckte. „Von Yoga bis Rudern habe ich schon viel ausprobiert, es aber nie länger als eine Woche durchgehalten“, erzählt Kupillas, „doch jetzt habe ich das Richtige gefunden. Dank der Unterstützung unseres Trainers Oliver Hahn und der tollen Gruppe macht mich das Laufen sehr glücklich“.

Zum Familienglück fehlt jetzt nur noch, dass auch Sohnemann Kai endlich von der neuen Sportbegeisterung seiner Mutter angesteckt wird. Noch halte sich seine Begeisterung allerdings in Grenzen, gibt Kupillas zu. „Immerhin hat er mir versprochen, mich auf dem Rad zu begleiten, wenn es wieder wärmer ist.“ Gelegenheit dazu wird er in den kommenden Monaten reichlich haben, denn auf dem Weg zum „Marathoni“ fehlen Marzena Kupillas noch einige Prozent. „Zwei bis drei werden richtig kämpfen müssen“, bilanzierte Sven Schrul von der Firma „miles“, nachdem er bei allen Kandidaten eine Leistungsdiagnostik durchgeführt hatte. Kupillas zählt dazu – ans Aufgeben dachte sie dennoch nicht. „Als ich die Ergebnisse bekomme habe, war ich kurz betrübt“ erinnert sie sich und klingt dabei erstmals nicht mehr ganz so fröhlich. Doch den Schock verdaute sie schnell, und legte fortan eine Schippe drauf: Sechsmal Sport steht seitdem auf ihrem Wochenprogramm. „Und ich fühle mich super dabei.“

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