Interne Probleme? „Wenn er meint“ – Rätselhafter Mannschaftsrückzug bei Viktoria Kirchderne

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Nach einem desaströsen Saisonstart, einem zwischenzeitlichen Hoch, vielen Toren und Gegentoren, entschied sich Kirchderne dazu, die eigene Zweite abzumelden. Doch was sind die Hintergründe?

von Dennis Winterhagen

Dortmund

, 22.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird gelaufen, es wird gerannt, Konditionsübungen en masse – und dann geht sie im August endlich wieder los: Die Saison. Direkt soll gezeigt werden, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat. Ein Sieg zum Auftakt ist immer etwas Besonderes. Und dann? Eine 0:11-Niederlage. Das muss sich in etwa so anfühlen wie ein Schlag ins Gesicht für einen Fußballer.

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Genau so ist es der Zweitvertretung des BV Viktoria Kirchderne am ersten Spieltag passiert. Im Auftaktspiel gegen den DJK TuS Körne II setzte es eine harte Klatsche. Und so ging es weiter. Am Ende der Hinrunde standen nur vier Siege und ein Unentschieden zu Buche. 52 erzielte Treffer stehen 85 Gegentoren gegenüber. Weitere Tore und Gegentore werden in dieser Saison nicht mehr dazukommen - denn Kirchderne hat seine zweite Mannschaft abgemeldet.

„Es gab interne Probleme inerhalb der Mannschaft“

Mit den 13 eingefahrenen Zählern hätte sich das Team trotzdem auf einem soliden Nicht-Abstiegsrang befunden, satte neun Punkte über dem rettenden Ufer. Warum also der Rückzug der Mannschaft? Warum haben nicht Spieler aus der dritten oder der vierten Mannschaft den Kader aufgefüllt? Und wer hat den Rückzug beschlossen?

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„Es gab interne Probleme innerhalb der Mannschaft. Der eine wollte irgendwann nicht mehr mit dem anderen spielen, und so blieben letztlich neun Spieler übrig“, erklärte Frank Schäfer, Sportlicher Leiter von Viktoria Kirchderne. Der Vorstand und die restlichen Spieler haben sich dann zur Winterpause getrennt voneinander zusammengesetzt haben. Dass Resultat war dann gewesen, dass auch die verbliebenen Spieler den Verein verlassen und die Mannschaft aus der Kreisliga B abgemeldet wurde.

Da der Kader ohnehin klein gewesen sei, wurde diesem Wunsch entsprochen. Die Option, die Mannschaft mit Teilen der dritten Vertretung Kirchdernes aufzufüllen, stand nie wirklich im Raum. „Die dritte ist eine eingeschworene Truppe, die wollen zusammen bleiben“, meint Schäfer.

„Kreisliga B ist über ihrem Niveau, für sie ergab es keinen Sinn“

Kurzzeitig habe es allerdings Überlegungen gegeben, ob die vierte zur zweiten umfunktioniert werde. „Das wollten sie nicht. Kreisliga B ist über ihrem Niveau, für sie ergab es keinen Sinn jeden Sonntag nur auf den Sack zu bekommen“, sagte er abschließend.

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Probleme in der Mannschaft? Der ehemalige Trainer der zweiten Garde, Karsten Knossala sagt: „Wenn er meint, dass das Interna waren, dann ist das so.“ Genaueres wollte er allerdings nicht sagen. Für ihn sei „das Thema durch. Ich möchte mich auch nicht weiter dazu äußern.“

In einer vorherigen Version hatten wir geschrieben, dass sich die verbliebenen neun Spieler mit dem Vorstand von Kirchderne zusammengesetzt hatten und dann entschieden wurde, dass sie den Verein ebenfalls verlassen. Spieler und Vorstand hatten sich allerdings nur getrennt voneinander getroffen.

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