Hombruchs neuer Spielertrainer: Eine reizvolle Konstellation

Alex Enke im Interview

Mit knapp 30 Jahren macht Alex Enke den großen Schnitt, verabschiedet sich aus der Oberliga und geht im Sommer als Spielertrainer zum Landesligisten Hombrucher SV, seiner ersten Station sowohl im Jugend- als auch im Seniorenbereich. Udo Stark sprach mit dem Kapitän des FC Brünninghausen.

von Udo Stark

DORTMUND

, 20.02.2018, 10:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hombruchs neuer Spielertrainer: Eine reizvolle Konstellation

Alexander Enke (li.) und Sebastian Didion stehen in der kommenden Saison beim Hombrucher SV an der Linie. © Nils Foltynowicz

Nach fünf erfolgreichen Jahren: Warum werden Sie das Kapitel Brünninghausen im Sommer schließen?

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich fragt, ob es noch weiter nach oben geht. Oberliga zu spielen, war immer mein Ziel, das habe ich erreicht. Als ich vor zwei Jahren zusammen mit Andy Kluy als Interimstrainer eingesprungen war, habe ich eine neue Sichtweise bekommen. Seitdem kam mehrfach der Gedanke auf, dass es eine Option für mich wäre, in den Trainerjob reinzuschnuppern. Schließlich war mir klar, dass ich das bei entsprechenden Rahmenbedingungen jetzt gerne machen würde.



Können Sie aus dem damaligen Job vielleicht auch etwas für Ihre zukünftige Tätigkeit ziehen? Sie beide waren ja sehr erfolgreich, haben den Aufstieg perfekt gemacht …

Wichtig war tatsächlich, dass es gut funktionierte. Ich habe damals gesehen, dass man als Trainer einen ganz anderen Einfluss auf das Spiel nehmen kann und möchte nun den nächsten Schritt machen. Ob ich mir das als alleiniger Spielertrainer zugetraut hätte, weiß ich nicht. Ich bin froh, mit Sebastian Didion einen gleichberechtigten Chefcoach neben mir zu haben. Gerade weil ich ja weiter spielen werde, ist es ungemein wichtig, einen Mann auf der Bank zu wissen, mit dem man auf einer Wellenlänge funkt.

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Was nehmen Sie sonst noch mit aus Ihrer Ära Brünninghausen?

Wir hatten immer eine charakterlich einwandfreie Mannschaft auf dem Platz, eine eingeschworene Truppe, die vieles intern geregelt hat. Der Oberliga-Aufstieg war ein Highlight. Aber mit so starken Einzelspielern wie Dominik Behrend, Leon Enzmann oder Robin Gallus gespielt zu haben, wird ebenfalls eine schöne Erinnerung bleiben.

Welcher Trainer hat Sie besonders geprägt, von wem haben Sie sich was abgeguckt?

Was taktische Inhalte betrifft, konnte und kann ich von Alen Terzic am meisten von allen lernen. Es wäre unklug, würde ich davon nichts übernehmen wollen. Am meisten geprägt hat mich Samir Habibovic in meinem ersten Seniorenjahr beim HSV. Durch seine Motivation und die Intensität seiner Arbeit hatte sich eine unglaubliche Gruppendynamik entwickelt. Was ich sonst erfahren habe: Man sollte als Trainer immer offen und ehrlich mit seinen Spielern umgehen, um glaubhaft und authentisch zu bleiben.

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Was reizt Sie speziell an dem Job in Hombruch?

Der Einstieg ins Trainergeschäft als solcher, dazu die Konstellation mit Didi und die Arbeit mir einer jungen Truppe, die ich zum Großteil bereits kenne und die sich auch jetzt schon achtbar schlägt. Das sind tolle Charaktere, auf die man bauen kann.

Mit welchen Erwartungen machen Sie sich ans Werk?

Ich finde es wichtig, ganz schnell mit Sebastian Didion eine Chemie zu finden und eine gemeinsame klare Linie im Umgang mit dem Team zu haben. Wir sitzen alle in einem Boot, das möchten wir den Spielern vermitteln. Über konkrete Ziele zu sprechen, ist es zu früh. Wir wollen uns in der Liga etablieren und Hombruch als Verein noch attraktiver machen.

Kann der Job der Beginn einer langen Trainerkarriere werden?

Ich glaube, man wächst mit den Erfahrungen, die man hier machen wird. Klar, auch der Erfolg spielt eine Rolle. Wenn es gut läuft, könnte ich mich durchaus langfristig im Trainergeschäft sehen.

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