Höchsten entscheidet Derby gegen OSC für sich

Handball-Verbandsliga

„Derbysieg, Derbysieg“ schallte es durch die Halle Wellinghofen. Der grünweiße Jubel war grenzenlos. Borussia Höchsten feierte den gleichermaßen knappen wie verdienten Triumph über den OSC vor der stattlichen Kulisse von 500 Zuschauern nach dem Abpfiff mit seinen Fans ausgelassen.

DORTMUND

von Von Peter Ludewig

, 29.01.2012, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Jubel bei den Höchstenern war nach dem verdienten Derbysieg über den OSC grenzenlos.

Der Jubel bei den Höchstenern war nach dem verdienten Derbysieg über den OSC grenzenlos.

Letztendlich war der Tabellenzweite am Samstagabend mit dem 13:18 zur Pause noch gut bedient. Gegen die zu erwartende offensive Höchstener Abwehr, diesmal gleichbedeutend mit totaler Manndeckung, stellte sich der OSC für einen möglichen Titelanwärter bisweilen peinlich anfängerhaft an. Aus dem Offensivchaos hob sich einzig Jürgen Lepine ab. Für Trainer Thorsten Stoschek aber noch schlimmer: „Immerhin haben wir die Borussen trotz aller Fehler meist ins Positionsspiel gezwungen, dabei dann aber 13 Tore kassiert. Das geht gar nicht.“ An dem Ablauf änderte sich auch im zweiten Abschnitt erst einmal nichts. Höchsten enteilte vermeintlich vorentscheidend auf 22:16 (38.), musste dem kräfteraubenden Spiel fortan aber etwas Tribut zollen. Gleichzeitig fand der OSC bei einer sich nun allgemein verbreitenden Hektik zu größerer Defensivstabilität. Zudem eröffneten die Unparteiischen für die Restzeit ein regelrechtes Strafzeitenfestival.

In nur wenigen Minuten schlossen die Gäste mit einem 5:0-Zwischenspurt zum 21:22 auf. Alles wieder offen: Spannung und Dramatik waren jetzt bis zum Ende Trumpf. Zum Ausgleich kam der OSC aber nie. Stoschek: „Den haben wir sechs Mal konsequent verweigert.“ Völlig überflüssig handelte sich auch noch Trainersohn Dan undiszipliniert die rote Karte ein. Für die verdiente Höchstener Erlösung zum entscheidenden 28:26 sorgte in der Schlussminute Dennis Brenscheidt, handelte sich aber postwendend in der Rückzugsphase auch noch eine rote Karte mit Folgen ein – zwei Wochen Sperre. In der Tabelle verdrängten die Höchstener den Nachbarn vorerst dank des besseren direkten Vergleichs von Rang zwei. Profiteur des Ausgangs war Spitzenreiter Westerholt, nun drei Punkte vor dem Dortmund-Duo.   

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