Historische Leistung der Volleyballerinnen des TV Hörde: Vier von fünf Teams steigen auf

dzVolleyball TV Hörde

Der TV Hörde schwimmt mit seinen Frauenteams auf einer einzigartigen Erfolgswelle. Von fünf Mannschaften haben vier den Aufstieg geschafft. Eine historische Leistung.

von Peter Kehl, Klaus Wilke

Dortmund

, 14.05.2019, 13:40 Uhr / Lesedauer: 3 min

Seit 1972 ist Klaus Wilke schon als Kreisvorsitzender in Amt und Würden. Eine unglaublich lange Zeit. Doch dass aus einem Verein in einem Jahr gleich vier Mannschaften aufsteigen, daran kann sich der Geschäftsführer des TV Hörde absolut nicht erinnern.

„Ich wüsste absolut nicht, wann das vorher schon mal gewesen sein könnte. Ein echtes Novum, man kann schon von einem historischen Ereignis sprechen“, so Wilke. Der sich sicher ist, dass sich das nicht so schnell wiederholen wird.

„Ein echtes Novum, man kann schon von einem historischen Ereignis sprechen.“
Klaus Wilke

Ein Novum ist die Aufstiegsleistung des TV Hörde auch für „Teee“ Slacanin-Williams, die als ebenso langjährige wie erfolgreiche Trainerin der 1. Herren-Mannschaft ab der kommenden Saison die in die 3. Liga aufgestiegenen 1. Frauen-Mannschaft übernimmt. Für sie sei es eine Ehre, für solch einen Klub wie dem TV Hörde zu überarbeiten.

Hier noch einmal in der Übersicht, welche Hörder Mannschaften in der kommenden Saison wo spielen werden, nachdem am Wochenende auch die 2. Frauenmannschaft den Aufstieg in die Oberliga realisiert hat.

1. Frauen in die 3. Liga

Die 1. Frauenmannschaft hatte ja bereits Mitte April den Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga realisiert. Zwar mit einer Niederlage gegen den PTSV Aachen 2, aber das konnte die herausragende Saison nicht trüben. Als Abstiegskandidat Nummer 1 in die Saison gegangen, folgte der zweite Aufstieg in Serie. Großen Anteil daran hatte Trainerin Sanni Köster. Die Hörder Erfolgstrainerin wurde nach zwei Jahren im letzten Saisonspiel verabschiedet.

Als Nachfolgerin von Köster steht „Teee“ Slacanin-Williams fest, die zuletzt fünf Jahre lang die 1. Herren-Mannschaft trainiert hatte. Auf die Frage, ob es für sie persönlich eher ein Karrieresprung oder ein sportlicher Abstieg sei, in der kommenden Saison statt die 1. Herren die 1. Frauen zu trainieren, hatte Slacanin-Williams eine einfache Antwort.

„Für mich ist das jetzt einfach nur eine Rückkehr zu meinen Wurzeln, dorthin, wo alles angefangen hat.“
„Teee“ Slacanin-Williams

„Weder noch, ich wechsle einfach nur die Mannschaft. Damals, vor fünf Jahren, bin ich zum ersten Mal von den Frauen zu den Männern gewechselt. Zuvor hatte ich die Frauen in Iserlohn, Haltern und Holzwickede trainiert. Für mich ist das jetzt einfach nur eine Rückkehr zu meinen Wurzeln, dorthin, wo alles angefangen hat. Das ist eine neue Challenge für mich“, sagte sie.

Seit einige Tagen wird schon trainiert. „Aber nicht mit dem Volleyball, sondern eher Kondition und Fitness“, so Slacanin-Williams, die als persönliches Saisonziel den „Klassenerhalt in der 3. Liga“ ausgibt. Mit welchen Spielerinnen sie planen kann, steht noch nicht definitiv fest. „Einige Spielerinnen werden uns verlassen, andere kommen hinzu. Aber noch ist nichts sicher“, sagte die Trainerin.

2. Frauen in die Oberliga

Nach nur einem Jahr kehrten die Volleyball-Damen des TV Hörde 2 über den Umweg Relegation in die Oberliga zurück. Die Schützlinge von Trainer Thomas Misikowski schlugen am Freitagabend am Phoenix-See den Vizemeister der benachbarten Verbandsliga VfL Telstar Bochum 2 sicher und deutlich mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:21).

Mehr als 200 Zuschauer sorgten schon vor Spielbeginn für eine Wahnsinnsstimmung, die die Hörderinnen beflügelte und schnell eine kleine 6:3-Führung einbrachte. Das brachte die notwendige Sicherheit ins Hörder Spiel; die Hörderinnen spielten geradezu entfessel, gefielen mit starken Angriffsaktionen, aber vor allem auch mit taktisch guten Aufschlägen und erfolgreichen Blöcken.

Nur wenige Stunden später am Samstag mussten die Hörderinnen um 12 Uhr beim Oberligisten SV BW Aasee 2 antreten. Der erste Angriff brachte sofort den ersten Punkt, gute Aufschläge brachten die Münsteraner Annahme in Schwierigkeiten. Das dominante Hörder Spiel setzte sich auch in den Sätze zwei und drei fort. Taktisch gute Aufschläge, clevere Angriffslösungen, ein fast unüberwindbarer Block und motivierte Abwehrarbeit ließen Münster fast verzweifeln. Nach dem glatten 3:0 (27:25, 25:19, 25:14) wurde der Aufstieg gefeiert.

Die Hörderinnen hatten es geschafft, auf den Punkt genau ihre besten Saisonleistungen abzurufen und begeisterten nicht nur mit einer überragenden Leistung, sondern insbesondere auch durch eine mannschaftliche Geschlossenheit. Am Ende einer tollen Saison stehen für den TVH 2 17 Siege zu Buche, davon endeten 16 mit dem bestmöglichen Ergebnis von 3:0.

4. Frauen in die Landesliga

Von der Bezirksliga in die Landesliga hat es die von Christopher Werth trainierte 4. Frauenmannschaft geschafft. „Wir waren konstant gut“, so Werth, der zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht weiß, wie das Gesicht der Mannschaft in der Landesliga aussieht. „Wenn die Abiturprüfungen abgeschlossen sind, dann werden wir sehen“, so Werth, der als Trainer weitermacht.

5. Frauen in Bezirksklasse

Trainer Constantin Limpinsel führte die Jüngsten des TV Hörde in die Bezirksklasse. Oberligaspieler Limpinsel bescheinigte seinen Schützlingen enormen Willen und Fleiß. Ein Novum waren die Heimspiele, die alle am Donnerstagabend im der Halle am Goethe-Gymnasium stattfanden. Ausschließlich während der regulären Trainingszeit.

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