Hinrunden-Fazit: Zwei Aufsteiger dominieren, die Schießbude ist ein Nachbar und ein kurioses Beben

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In der Bezirksliga 8 ist die Hinrunde bereits vorbei. Zwei Aufsteiger hinterlassen ziemlich Eindruck, das Kuriosum ist ein Beben. In der Frage nach dem besten Stürmer mischen gleich drei Spieler mit.

Dortmund

, 20.11.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

15 Spiele sind gespielt, die Hinrunde damit schon gelaufen in der Bezirksliga 8. Türkspor Dortmund hat sich als Aufsteiger die Herbstmeisterschaft geholt. Doch wer stellt die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga? Welche Kuriosität hat die Hinrunde geprägt?

Beste Abwehr: Hier machen vor allem der DJK TuS Körne und BV Viktoria Kirchderne auf sich aufmerksam. Beinahe wäre der BV Brambauer hier Spitzenreiter gewesen (18 Gegentore), kassierte dann aber gleich fünf Treffer am letzten Hinrunden-Spieltag gegen den VfL Kemminghausen.

Körne und Kirchderne haben in den bisherigen 15 Spielen bislang nur 15 Gegentore kassiert. Während Körne gleichzeitig offensiv wirbelt (36 Tore), bereitet das den Kirchdernern noch Probleme.

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Erst 20 erzielte Treffer sorgen zwar für eine positive Tordifferenz, sind aber sehr mager. Nur drei Teams haben weniger Tore erzielt, alle drei kommen aus Lünen: BV Brambauer/16; Westfalia Wethmar/10; Lüner SV II/17.

Bester Angriff: Zwar grüßt Türkspor Dortmund seit dem vergangenen Spieltag von der Tabellenspitze der Bezirksliga 8, in Sachen Toren steht der Aufsteiger aber auf Platz zwei, direkt hinter einem weiteren Liganeuling: Rot Weiß Germania. 42 Tore in 15 Spielen machen einen Schnitt von 2,8 Toren pro Spiel.

Besonders erfolgreich für Germania: Yannik Tielker mit elf Toren. Dahinter verteilen sich die weiteren 31 Treffer gleich auf mehreren Schultern.

Bester Stürmer: Die walisische Tormaschine Conor O‘Reilly führt hier das Feld an. 17 Tore sprechen für sich. Nachdem O‘Reilly vergangene Spielzeit nur vier Mal traf - unter anderem wegen eines sechsmonatigen Auslandsaufenthalts - knüpft der Stürmer nun an seine Kreisliga-A-Zeiten an. Dort erzielte er vor zwei Spielzeiten 42 Tore.

Hinrunden-Fazit: Zwei Aufsteiger dominieren, die Schießbude ist ein Nachbar und ein kurioses Beben

Conor O'Reilly ist in der Bezirksliga 8 der Toptorschütze. © Dan Laryea

Direkt hinter O‘Reilly ist der Brasilianer Mateus Ayala Cardoniz („In meinem Kopf bin ich der Beste“) mit 15 Treffern von Türkspor Dortmund und David Bernsdorf vom Landesliga-Absteiger SSV Mühlhausen-Uelzen, ebenfalls mit 15 Toren.

Schießbude der Liga: 52 Gegentreffer nach der ersten Saisonhälfte sprechen eigentlich eine deutliche Sprache. Dennoch muss man beim Lüner SV II im Hinterkopf haben, dass der Verein ziemlich turbulente Monate hinter sich hat. Teilweise plagten das Team erhebliche Personalprobleme, Spieler und Trainer traten zurück und ein Mix aus Kreisliga-C-Spielern läuft nun für die Lüner auf.

Graues Mittelmaß: Die Aufstiegsträume hat der VfL Kemminghausen Anfang Oktober begraben. Drei Wochen nach dem Abgang von Reza Hassani und Kevin Großkreutz zu Türkspor Dortmund, wurde den Verantwortlichen des Landesliga-Absteigers klar, dass die Bezirksliga-Saison eine schwierige werden würde. Personalprobleme trugen ihren Teil dazu bei.

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Lediglich zwei Plätze steht der VfL vor dem ersten Abstiegsplatz, hat aber sieben Punkte Vorsprung auf den FC Roj. Ein Mittelfeldplatz ist nun das erklärte Ziel, nicht mehr der direkte Wiederaufstieg.

Die Stolperfalle: Es scheint so, als ob Türkspor Dortmund und der DJK TuS Körne das Rennen um den ersten Platz der Liga unter sich ausmachen würden. Mitentscheidend könnte dabei Mengede 08/20 sein, welches als einziges Team gegen beide Teams bestand. Vergangenen Spieltag siegte Mengede sogar mit 4:1 gegen Körne, sorgte so dafür, dass Türkspor sich die Herbstmeisterschaft sichern konnte.

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Trainer Tobias Vößing und Mengede 08/20 haben es dem Spitzen-Duo der Bezirksliga 8 schwer gemacht in der Hinrunde. © Foltynowicz

Auch gegen Türkspor holte das Team von Tobias Vößing Zählbares, trennte sich Unentschieden (2:2). Wer aufsteigen will, sollte sich vor Mengede in acht nehmen, die zehn Punkte Abstand zur Spitze haben.

Überraschungsteam: Rot Weiß Germania. Der Aufsteiger hängt mit etwas Abstand (sieben Punkte) am Spitzen-Duo Türkspor und Körne dran, spielt aber eine starke Runde als Aufsteiger aus der Kreisliga, hat sogar die beste Offensive der Liga.

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Lediglich eine kurze Phase von fünf Spielen ohne Sieg am Anfang der Saison, sorgt dafür, dass das Team nicht noch näher am Aufstiegsrennen dran ist. Germania hat sogar den DJK TuS Körne besiegt (1:0) und stand kurz davor ein Unentschieden gegen Tabellenführer Türkspor Dortmund zu holen, ehe Ozan Bektas in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte.

Kuriosum der Hinrunde: Der Trainerwechsel von Reza Hassani und Kevin Großkreutz vom VfL Kemminghausen zu Türkspor Dortmund. Es war kein normaler Trainerwechsel, den Türkspor vollzog. Sich vom Aufstiegs-Trainer Bülent Kara getrennt und Reza Hassani und Kevin Großkreutz verpflichtet.

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Die beiden Türkspor-Trainer Reza Hassani und Kevin Großkreutz. © Timo Janisch

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Ein Wechsel, der für viel Staunen und Wirbel sorgte. Während der VfL Kemminghausen nach dem Abgang des Trainer-Duos lange auf einen Sieg warten musste, schafften es Hassani und Großkreutz, Türkspor wieder an die Tabellenspitze zu bringen und zum Herbstmeister zu machen.

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