Harte BVB-Vorbereitung: Ohne Schweiß kein Preis

Handball: Bundesliga

Sally Potocki hatte an ihrem freien Montag einen prima Plan für den Nachmittag. Ein wenig Wellness stand auf dem Programm, „vielleicht zwei oder drei Saunagänge, einfach etwas Entspannung nach der letzten doch recht anstrengenden Woche.“

DORTMUND

, 18.08.2015, 10:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Harte BVB-Vorbereitung: Ohne Schweiß kein Preis

Kraftvoll und mit ganz viel Siegeswillen ausgestattet: Sally Potocki.

Gut zwei Monate läuft die Vorbereitung der BVB-Frauen auf die Saison in der Handball-Bundesliga, am 11. September geht es mit dem Auftaktspiel in Celle los. Es ist also gerade Halbzeit, und nach dem Trainingslager im hessischen Rotenburg an der Fulda zieht die Spielführerin ein zufriedenes Zwischenfazit: „Wir sind auf einem guten Weg, das Timing stimmt, auch die Abstimmung in der Abwehr wird immer besser.“

Die Tage in Hessen seien sicher „mega-anstrengend“ gewesen, es sei „jede Menge Schweiß geflossen“, insgesamt sei es sicher die härteste Vorbereitung in ihrer Laufbahn, aber es habe sich gelohnt. Der Körper sei zwar etwas kaputt, der Kopf aber klar und wach. Die Mischung zwischen harter Trainingsarbeit und Regeneration stimme, „und es wurde auch immer genug gelacht, keine Sorge“.

Harter Konkurrenzkampf

Nie war der Konkurrenzkampf bei den BVB-Frauen in den letzten Jahren auch nur annähernd so intensiv, „aber das heißt ja nicht, dass wir auch nur im Geringsten gegeneinander arbeiten, sagt die 26-jährige Australierin, die in ihre vierte Saison bei der Borussia geht. „Wir sind eine Mannschaft“, betont sie, „wir geben uns gegenseitig Tipps, wir helfen uns, wir muntern uns auf“.

Einschätzungen, die auch Jochen Busch teilt. „Die Stimmung passt“, sagt der Sportliche Leiter der Schwarzgelben, „da wächst etwas zusammen, das ist nicht zu übersehen“. Und auch wenn die Testphase noch nicht beendet sei, dann sei nun wirklich nicht zu übersehen, „dass die Qualität des Teams sich doch spürbar gesteigert hat“. Und Jochen Busch registriert mit zwei lachenden Augen, dass die Verletzten weiter genesen, Virag Vaszari ist wieder fit, Rafika Ettaqi kann vielleicht sogar im Oktober schon wieder auflaufen, Anne Müller macht große Fortschritte, auch Carolin Schmele könnte trotz ihrer Kniebeschwerden sogar schon im September wieder richtig ins Geschehen eingreifen. Und die so schmerzlich vermisste Torfrau Clara Woltering könnte nach ihrem Muskelfaserriss schon zum Saisonstart zwischen den Pfosten stehen.

"100 Prozent geben"

Der Kader füllt sich also vier Wochen vor dem Meisterschaftsauftakt, und Sally Potocki sieht schon jetzt eine intakte Einheit, bei der die Leistung passen werde. „Jeder ist hier bereit, 100 Prozent zu geben, bis gar nichts mehr geht“, sagt sie und singt ein kleines Loblied auf die etablierten Neuzugänge namens Anne Müller, Clara Woltering und Nadja Nadgornaja. „Sie bringen nicht nur ihre Erfahrung ein, sie geben ihr Potenzial auch weiter.“ Sprach’s und machte sich auf den Weg in Sauna. „Und ab morgen wird wieder trainiert“, meinte sie fröhlich.

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