Gibt es 2020 keine Handball-Stadtmeisterschaften in Dortmund?

Handball

Ein weiteres Dortmunder Turnier könnte der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. Die Handball-Stadtmeisterschaften werden wahrscheinlich abgesagt. Bei einem anderen Turnier gibt es noch Hoffnungen.

Dortmund

, 26.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadtmeisterschaftsjubel wird es dieses Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben.

Stadtmeisterschaftsjubel wird es dieses Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben. © Ludewig

Noch ist die Corona-Pandemie längst nicht ausgestanden, Einschränkungen der Lockerungen auf dem Weg zurück in die Normalität sind jederzeit denkbar. Aktuell indes besteht die leise Hoffnung, dass die Handball-Saison 2020/21 wie vom westfälischen Verband geplant, und zwar vor Publikum, im Oktober, starten kann.

Darauf deutet auch der erstellte Acht-Stufen-Plan des DHB, „Return to Play“, hin. In welcher Form wird für Westfalen wie berichtet nach vorangegangener Rücksprache mit den Vereinen vom HVW-Präsidium bis zum Wochenende entschieden. Eröffnet werden soll das Meisterschaftsprogramm voraussichtlich am 3./4. Oktober.

Mit großer Wahrscheinlichkeiten entfallen wird allerdings ein im Dortmunder Sportkalender fest verankertes Handball-Großereignis. Die DOKOM21 Stadtmeisterschaften, deren Endrunde nach vorgeschalteten Vorrundenturnieren zwei Wochen zuvor für gewöhnlich 14 Tage vor dem Punktspielauftakt terminiert ist, sind, den Gegebenheiten geschuldet, aus organisatorischen Gründen wohl nicht durchführbar.

„Für den Fall, dass sich weiter alles entspannt, wären wir bereit“

„Wir haben die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben und sind weiterhin bemüht. Realistisch betrachtet wird das aber in der Tat kaum möglich sein“, sagt Kai Ruben als Mit-Organisator der Titelkämpfe. Dortmunds Kreisvorsitzender Wolfgang Sommer hält eine Durchführung wegen des zeitlichen Rahmens praktisch für ausgeschlossen, sieht für das Frauenturnier zudem ein weiteres Problem: „Möglicherweise startet die dritte Liga schon im September und der BVB II und der ASC könnten gar nicht teilnehmen, für das Turnier kaum vorstellbar.“

Zumindest indes scheint es nicht gänzlich ausgeschlossen, dass der zweite alljährliche Handball-Höhepunkt im Vorfeld des Ligabetriebes stattfindet. Der traditionelle und beliebte Kronencup des TuS Westfalia Hombruch könnte, auch mit Sommers Zustimmung, am 19./20. September in Renninghausen über die Bühne gehen.

„Für den Fall, dass sich weiter alles entspannt, wären wir bereit“, sagt Benny Hoffmann, Hombruchs neuer Cheforganisator der Kultveranstaltung. Bereits vor Corona sind von ihm und seinem Mitarbeiterstab zu Beginn des Jahres die Weichen für die Besetzung des Turniers gestellt worden. Die Qualifikationsrunde sollte neben den Gastgebern mit dem TV Brechten, OSC Dortmund, Borussia Höchsten, DJK Oespel-Kley, HVE Villigist Ergste, HSG Schwerte Westhofen und dem TuS Bommern bestückt werden. Für das Hauptturnier wurden der TuS Volmetal, die Ahlener SG, die SG Menden Sauerlandwölfe und der THW Kiel II verpflichtet. Da der Saisonstart in Schleswig Holstein früher geplant ist, musste Kiel allerdings absagen. Für Kiel wird Ersatz gesucht. Ansonsten soll sich daran für Hoffmann grundsätzlich nichts ändern. Eins jedoch steht für ihn fest: „Das Turnier wird nur stattfinden, wenn auch Zuschauer zugelassen sind.“

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