Giants klettern an die Tabellenspitze der Oberliga

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Die Frage nach der Nummer eins im Revierderby ist seit dem Wochenende beantwortet: Mit dem 10:7-Erfolg in Gelsenkirchen feierten die Footballer der Dortmund Giants den zweiten Sieg gegen den Nachbarn in dieser Oberliga-Saison. Das sollte aber nicht die einzige Freude der Giants am Wochenende bleiben.

DORTMUND

, 21.06.2016, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Giants klettern an die Tabellenspitze der Oberliga

Die Dortmund Giants haben in der Oberliga die Tabellenführung übernommen.

Auch eine weitere Frage ist seit Sonntag zumindest zeitweilig neu beantwortet – die nach der Nummer eins in der Oberliga. Nach dem 0:6-Ausrutscher des bis dato noch unbesiegten Spitzenreiters Mönchengladbach in Münster haben die Giants auch die Tabellenführung übernommen. Diesmal richtig, bislang standen die Dortmunder nur vorne, weil sie ein Spiel mehr als die Konkurrenz absolviert hatten.

"In der eigenen Hand"

„Es ist gut für uns gelaufen“, stellte Giants-Headcoach Bartos Labus nach dem Blick auf die Tabelle zufrieden fest, „nun haben wir es in der eigenen Hand.“ Beim Rückblick auf die Partie in Gelsenkirchen war Labus trotz des Sieges gegen die Devils nicht gänzlich zufrieden.

Die Giants gingen durch einen Touchdown von Luk Seidel und verwandelten Extrapunkt im ersten Viertel mit 7:0 in Führung, doch als das Spiel wegen Gewitters kurz vor der Halbzeit für eine halbe Stunde unterbrochen werden musste, war im Anschluss auch die Offensivkraft der Dortmunder irgendwie in der Kabine geblieben. „Da sind wir unter unseren Möglichkeiten geblieben“, bemängelte Labus, „wir haben schon bessere Spiele gemacht.“ Es reichte dennoch. Im dritten Quarter baute Kevin Pecnik die Führung per Field-Goal auf 10:0 aus, den Rest musste die Defense erledigen.

Gute Ausgangsposition

Sie ließ lediglich nach langem Pass einen Touchdown plus Extrapunkt der Gastgeber (die bis vor der Partie noch den Aufstieg als Ziel ausgegeben hatten) zu – das langte zum Sieg in einem Derby, bei dem durchaus auch einige Emotionen im Spiel waren. Mit der guten Ausgangsposition, die sich die Giants erarbeitet haben, stellt sich auch die Frage nach dem Saisonziel. Der Aufstieg in die Regionalliga wäre ein mögliches. „Na klar, je länger wir da oben stehen, umso schwieriger wird es, das Wort Aufstieg nicht in den Mund zu nehmen“, sagt Headcoach Labus. Einerseits.

Andererseits: Zuviel spekulieren, was alles passieren könnte, will der Trainer bei noch vier ausstehenden Spielen nicht. Dennoch: Zu einer entscheiden Partie könnte das Heimspiel gegen Mönchengladbach werden, das nach der Sommerpause am 27. August im Hoeschpark stattfindet. Gegen Gladbach haben die Giants ihr bislang einziges Spiel verloren. Bartos Labus bleibt locker und rät seinem Team: „Wir sollten von Spiel zu Spiel denken.“ Sagen die Fußballer immer gern, können die Footballer aber auch.

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