TuS Bövinghausen verpflichtet einen für Landesliga-Fußball komplett überqualifizierten Stürmer

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Beim TuS Bövinghausen ist man einiges gewohnt bei Neuverpflichtungen. Diesmal aber hat der Klub den Vogel abgeschossen und einen für die Landesliga komplett überqualifizierten Stürmer geholt.

Dortmund

, 04.12.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Samir Habibovic über die Neuverpflichtung des Fußball-Landesligisten TuS Bövinghausen spricht, gerät er kurz ins Schwärmen. „So ein Kaliber würde eigentlich gut zu uns passen“, sagt er. Und Habibovic ist immerhin Sportlicher Leiter des Oberligisten ASC 09 Dortmund. Er hält Bövinghausens Neuen für einen richtig guten Oberliga-Stürmer.

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„Ich habe Marko nie selbst spielen sehen. Ich habe aber von vielen Bekannten gehört, dass er ein richtiger guter Stürmer ist. Und diesen Typ Stürmer benötigen wir ja dringend. Wir haben keinen für die Box. Deshalb haben wir ja Marko geholt“, sagt TuS-Coach Dimitrios Kalpakidis.

In der Oberliga zu Hause

Die Oberliga-Liga war für Marco Onucka in den vergangenen Jahren das Zuhause. Für Zweckel, VfB Hüls, Velbert, Westfalia Herne und zuletzt für RW Ahlen hat er in der Oberliga (NRW-Liga) gespielt und insgesamt 77 Tore erzielt. Mit Velbert ging er auch schon in der Regionalliga auf Torejagd und kommt hier auf eine Ausbeute von vier Treffern. In der Westfalenliga traf er für Herne 23-mal in 55 Spielen.

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„Marko wird hier gleich einschlagen. Davon bin ich fest überzeugt. Er hat richtig Qualität. Bei den Stadtmeisterschaften wird er schon dabei sein“, sagt Bövinghausens Vorsitzender Ajan Dzaferoksi. Dass er in der Landesliga gleich einschlägt, davon ist bei der Vita auszugehen. Aber warum wechselt der 31-Jährige im Winter vom Oberligisten Ahlen überhaupt zum Landesligisten TuS Bövinghausen?

Die Fahrt nach Ahlen ist zu weit

„Marko ist Papa geworden, studiert in Bochum und hat keine Lust und Zeit mehr, so häufig über eine Stunde nach Ahlen zu fahren“, sagt Dzaferoski. Onucka wohnt in Essen, nur 15 Minuten vom Sportplatz in Bövinghausen entfernt. „Außerdem spielen bei uns einige Kumpels, mit denen er schon in der Oberliga aufgelaufen ist“, fügt Dzaferoski an.

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Er zählt Maurice Haar, Philipp Rößler, Andre Witt, Benjamin Teichmöller, Dino Dzaferoski und Sebastian Mützel als Kumpels auf. „Weil wir schon etliche Oberliga-Spieler in unserem Team haben, wird es immer leichter für uns, neue Hochkaräter zu bekommen“, sagt der TuS-Boss. Zuvor hatte er schon vier Neue für das neue Jahr geholt.

Der TuS Bövinghausen hat schon fünf Neue

Sören Gerlach (TuS Hordel), Philipp Rößler, Maurice Haar (beide Westfalia Herne), Rodrigo Coelho Conettura (Brasilianer aus Rumänien) und jetzt Onucka werden die Qualität des Tabellendritten noch einmal extrem anheben. Und der Klub ist noch längst nicht am Ende. „Acht bis zehn Neue wollen wir im Winter holen“, sagt Dzaferoski. Für Onucka ist eine Ablöse fällig.

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Dzaferoski hofft, dass das Team noch die beiden abschließenden Partien des Jahres gegen den Hombrucher SV (Freitag, 6. Dezember) und Frohlinde (Samstag, 14. Dezember) gewinnt. Dann läge der Rückstand auf Tabellenführer Wacker Obercastrop bei maximal neun Zählern. „Und dann werden wir mit dem neuem Kader angreifen“, sagt Dzaferoski.

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