Bezirksliga statt Profikarriere: Ein prominenter Spieler verlässt den Kirchhörder SC

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Landesligist Kirchhörder SC hat zum Saisonende einen prominenten Abgang zu vermelden, der seine aktive Karriere beendet und in Zukunft in der Bezirksliga am Spielfeldrand stehen wird.

Dortmund

, 22.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem der Kirchhörder SC bereits im vergangenen Jahr die Abgänge von Simon Bank, Viktor Schumacher und Sebastian Schürmann in der Winterpause verkündet hatte, steht jetzt bereits ein Abgang im kommenden Sommer fest.

Marcel Stiepermann, Bruder von Profi Marco Stiepermann (Borussia Dortmund, VfL Bochum, Norwich City) und Leistungsträger beim KSC wird die Kirchhörder verlassen und neuer Co-Trainer beim Vierten der Fußball-Bezirksliga 11. Am Saisonende wird der Mittelfeldspieler seine aktive Karriere damit beenden.

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Jörg Mielers, Sportlicher Leiter der Kirchhörder, ist vom Wechsel des 33-Jährigen nicht überrascht: „Wir wussten, dass er im Sommer aufhören möchte und im Trainerbereich Fuß fassen möchte. Wir waren vorbereitet.“

Bezirksliga statt Profikarriere: Ein prominenter Spieler verlässt den Kirchhörder SC

Marcel Stiepermann (l.) wird in der kommenden Saison Co-Trainer des FC Nordkirchen. © Stephan Schütze

Stiepermann könnte auch in der Bezirksliga zum Einsatz kommen

Aber wie kam es dazu, dass Stiepermann jetzt Trainer in der Bezirksliga wird? „Ich habe ihn damals nach Mengede geholt und wir haben uns sehr gut verstanden. Er sagte damals: wenn er mal aufhört, soll ich an ihn denken. Er möchte auch ins Trainergeschäft“, erzählt Mario Plechaty, der ab Sommer Trainer bei den Nordkirchenern wird. Plechaty habe Stiepermann seinerzeit schon zum Lüner SV holen wollen.

Dass Stiepermann, der beim Hörder SC schon mal als Spielertrainer fungierte, und Plechaty nun erstmals im Trainerbereich zusammenarbeiten, war auch ein Zufall. Um den Jahreswechsel habe sich ein Neujahrsgruß zu einem Telefonat entwickelt, in dem es auch um Stiepermanns Karriereende im Sommer ging. Plechaty sei eigentlich davon ausgegangen, dass Marcel Stiepermann noch ein Jahr beim KSC dranhängt. „Da habe ich natürlich sofort zugeschlagen“, sagte Plechaty.

Bezirksliga statt Profikarriere: Ein prominenter Spieler verlässt den Kirchhörder SC

Derzeit ist Marcel Stiepermann für den Kirchhörder SC aktiv. © Stephan Schütze

Stiepermann sei „genau das, was er wollte“: Ein junger, ehrgeiziger Co-Trainer. In Nordkirchen soll Stiepermann vorrangig nicht spielen, könnte aber einspringen, wenn Not am Mann ist. „Er hatte Pech mit seinen Verletzungen. Er wäre sicherlich Profi geworden“, sagte Plechaty.

Viele Stationen in Stiepermanns Karriere

In der Jugend spielte Stiepermann bei Borussia Dortmund, dem VfL Bochum und der SG Wattenscheid, kam dann über RW Oberhausen in die Regionalliga West und spielte hier für RW Essen und den SC Wiedenbrück. Später lief er für den SV Rödinghausen und den ASC 09 Dortmund auf, ehe er in Mengede etwas kürzertrat. Zuletzt hatte er in Schüren und Berghofen kürzere Stationen, kam 2017 zum Hörder SC und vor einem Jahr zum Kirchhörder SC.

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2013: Hier kickte Marcel Stiepermann in der Westfalenliga gegen den FC Brünninghausen. © Stephan Schütze


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