Und plötzlich Stammkeeper: FC Brünninghausen holt Rückkehrer aus dem Standby-Modus

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Die Torhütersituation beim FC Brünninghausen ist angespannt. Lange fahndete das Trainerteam nach einer Lösung - nun hat sie diese in einem alten Bekannten gefunden.

Dortmund

, 03.03.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Thema ist kein neues beim FC Brünninghausen und treibt dem Trainerduo Florian Gondrum und Rafik Halim schon lange Sorgenfalten auf die Stirn.

Spätestens mit der Verletzung von Leon Broda während der Hallenstadtmeisterschaft wurde die Not auf der Torhüterposition akut. Mit Jan Broda stand plötzlich nur noch ein Keeper mit Erfahrung in der Westfalenliga im Kader.

Neuer Torhüter war schon einmal beim FC Brünninghausen

Das Torhüterduo komplettierte der junge Fabio Bauer aus der eigenen A-Jugend. „Es war schwierig. Wir hatten die ganze Vorbereitung Probleme auf der Torhüterposition. Wir waren immer an Lösungen dran, hatten aber für das Abschlussspiel teilweise keine zwei Torhüter. Da war es schwer für uns Trainer, sich was für die Mannschaft auszudenken“, sagt Gondrum, der deshalb schon lange an einer neuen Torhüter-Verpflichtung dran war. Es hatte sich aber lange Zeit einfach nichts ergeben.

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Doch nun hat er die Lösung gefunden. Mit Sven Kabath kehrt ein alter Bekannter zurück ins Stadion Am Hombruchsfeld. „Er ist menschlich ein super Typ, flink auf den Beinen und gut auf der Linie“, lobt Gondrum den 23-Jährigen, der bereits vor drei Jahren beim FCB unter Vertrag stand, damals aber meistens auf der Bank saß. Nur die Körperlichkeit würde noch etwas fehlen. Klar ist für Gondrum aber: „Er ist keine Lösung, damit wir irgendwen haben. Da steckt schon was hinter.“

Weil sich Jan Broda am Donnerstag im Training einen Muskelfaserriss zuzog und nun auch ungefähr vier Wochen fehlen wird, kam Kabath gegen den DSC Wanne-Eickel direkt zu seinem Debüt und machte seine Sache laut Gondrum „super. Er hat über ein halbes Jahr nicht gespielt, aber man hat es ihm gar nicht angemerkt.“

Vom Standby-Modus zum Stammkeeper beim FC Brünninghausen

Der Kaltstart war aber schon etwas Besonderes, gibt Kabath auch selbst zu. „Die ersten Minuten waren gewöhnungsbedürftig. Es war ein höheres Tempo, als ich es gewöhnt war. Aber es hat gut geklappt“, sagt Kabath, der zuletzt beim TSK Hohenlimburg (Bezirksliga) spielte und der aus der Jugend von Arminia Bielefeld stammt.

Leon Broda fehlt dem FC Brünninghausen noch länger.

Leon Broda fehlt dem FC Brünninghausen noch länger. © Nils Foltynowicz

Dabei wollte der Torhüter eigentlich eine Pause vom Fußball einlegen. „Ich wollte den Fokus auf mein Maschinenbau-Studium legen. Aber vor ein paar Wochen hat Florian mich angerufen und gefragt, wo ich gerade so rumturne. Da war er natürlich sehr erfreut, dass ich nirgendwo gespielt habe und hat mich dann zum Training eingeladen.“

Aus dem Standby-Modus zum Stammkeeper in der Westfalenliga also – und das mindestens für die nächsten Wochen. Denn wann die beiden Brodas wirklich zurückkehren, kann in Brünninghausen noch keiner genau beantworten.

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