Ex-Trainer des ASC 09 hat neuen Job: „Die sind ambitioniert wie Türkspor“

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Mit dem Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund wäre der Coach fast in die Regionalliga aufgestiegen. In der kommenden Spielzeit leitet er die Geschicke des FSV Duisburg.

Dortmund

, 18.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußballverband am Niederrhein ist strukturell etwas anders aufgebaut als der in Westfalen. Am Niederrhein steigen die Teams aus der Landesliga direkt in die Oberliga auf. Eine Liga dazwischen, wie sie es in Westfalen mit der Westfalenliga gibt, hat der Niederrhein nicht.

Deshalb steht der FSV Dusiburg vor der Rückkehr in die Oberliga Niederrhein - weil das Team aktuell auf Platz zwei der Landesliga liegt. Offiziell ist es noch nicht, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass die beiden Erstplatzierten der beiden Landesligen hochgehen. Dann wäre der FSV Duisburg dabei. Der Klub liegt mit 52 Punkten auf Rang zwei hinter dem TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld (57 Zähler).

Daniel Sekic ist jetzt Trainer in Duisburg.

Daniel Sekic ist jetzt Trainer in Duisburg. © Nils Foltynowicz

Trotz der hervorragenden Aussichten hat Duisburgs Trainer Markus Kowalczyk seinen Rückzug angekündigt - aus gesundheitlichen Gründen. Bei der Suche nach einem Nachfolger ist der Verein auf Daniel Sekic gekommen - Ex-Trainer des Dortmunder Oberligisten ASC 09 Dortmund.

Daniel Sekic: „Ich blicke auf die Zeit in Aplerbeck nur positiv zurück“

Der hatte den ASC in der vergangenen Saison fast zum Regionalliga-Aufstieg getrieben, scheiterte knapp als Dritter am FC Schalke 04 II und am TuS Haltern. In der aktuellen Saison lief es gar nicht rund. Der ASC fand sich im Tabellenkeller wieder.

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Sekic zog seine Konsequenzen und trat zurück. Er wollte der Mannschaft damit ein Alibi nehmen. „Ich blicke auf die Zeit in Aplerbeck nur positiv zurück, auch wenn ich es schade finde, dass ich die Saison nicht zu Ende gebracht habe. Aber mein Schritt war zu diesem Zeitpunkt der richtige“, sagt Sekic.

Ex-ASC-Trainer Daniel Sekic vergleicht FSV Duisburg mit Türkspor Dortmund

Jetzt hat der Rekener einen neuen Verein gefunden, einen türkisch geführten. Und wieder investiert er eine Menge Zeit auf der Autobahn. Die Strecke von seiner Wohnung nach Aplerbeck betrug 70 Kilometer, nach Duisburg 55 Kilometer. „Aber ich bin beruflich häufig in Duisburg und fahre von meiner Firma aus nur fünf Kilometer zum Sportplatz.“ Also warten nur lange Rückwege auf ihn.

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Sekic bezeichnet den FSV Duisburg als ambitionierten Klub. „Der Verein ist ein bisschen mit Türkspor Dortmund zu vergleichen“, sagt er. Der FSV Duisburg hat schon in der vergangenen Saison in der Oberliga gespielt, stieg dann mit nur 13 Punkten ab.

„Es war schon immer mein Wunsch, einen bosnischen oder türkischen Klub zu führen. Ich mag die Mentalität und die Emotionen, die diese Verein ausleben“, sagt Sekic. Jetzt hat er sich seinen Wunsch erfüllt. Und wird es irgendwann mal mit dem ASC ein Wiedersehen geben? Vielleicht in der Regionalliga, wenn beide Vereine aufsteigen?

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„Das wäre super schön. Aber das wird erstmal nicht passieren. Duisburg ist nach dem Abstieg in der Spielzeit 2018/19 demütiger geworden. Der ASC ist dem Ziel Regionalliga da schon viel näher“, sagt Sekic.

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