Eving stürzt den ASC - Kalpakidis entscheidet das Derby

Die Dortmunder Klubs

Das Westfalenliga-Derby gegen den ASC 09 Dortmund wirkte wie gute Medizin für den TuS Eving-Lindenhorst gegen die Stagnation der vorigen Wochen. Mit einem verdienten 1:0 (1:0)-Sieg stürzten die Evinger den Spitzenreiter aus Aplerbeck.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 01.11.2010, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Evings Francis Bugri (r.) lässt sich durch ASC-Verteidiger Marvin Schweers (l.) nicht vom Ball trennen.

Evings Francis Bugri (r.) lässt sich durch ASC-Verteidiger Marvin Schweers (l.) nicht vom Ball trennen.

Der TuS mischt damit jetzt munter in der Spitzengruppe mit – wie übrigens auch noch die Aplerbecker, die wie Trainer Mark Elbracht zwar enttäuscht reagierten, jedoch auch die Klasse der Gastgeber anerkannten: „Sie standen sehr diszipliniert haben und im richtigen Moment geschoben.“ Die vielen ASC-Fans nahmen ihrem Team diese Niederlage nicht krumm. Zu stark hatte der ASC in den Wochen zuvor gespielt. Aber das beste Heimteam hatte von Beginn an keinen Zweifel dran gelassen, wieder einmal alle Punkte im Eckey-stadion zu behalten. Die Aplerbecker wirkten fast schon nervös, jedenfalls kamen sie zunächst nicht in die Partie und setzten auf Härte. Den starken Pass von Dimitrios Kalpakidis auf Karim Bouzerda (10.) verhinderte der ASC so nicht. Marvin Schweers brachte Bouzerda zu Fall. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Kalpakidis sicher.

Die Evinger spielten im veränderten System mit einer Spitze und einem Sechser die Führung sicher durch die erste Hälfte – und eigentlich auch durch die zweite. Das intensive Duell bot den Zuschauern einiges an Kampf. Und die Aplerbecker hätten sich nicht beschweren dürfen, bereits nach 29 Minuten nur noch zu zehnt zu spielen. Schiedsrichter Philipp Roedig, der sicher schon bessere Tage erlebt hat, beließ es bei einer Verwarnung für Alex Bahr, der Sascha Rammel heftig gefoult hatte. Nachdem Evings Unruheherd Bouzerda in der 54. Minute die Gelegenheit zur Vorentscheidung vergeben hatte, kam dann auch Aplerbeck zur richtig guten Chance. Giovanni Schiattarella ließ jetzt deutlich spüren, dass er sich mit einer Niederlage nicht abfinden wollte. Wenn Aplerbeck annähernd gefährlich nach vorne kam, lief es über ihn. In der 63. Minute, als er völlig frei von der Strafraumgrenze abzog, stand ihm das Glück nicht zur Seite.

Negative Höhepunkte der Schlussphase waren die fragwürdigen gelb-roten Karten gegen Bouzerda (77., Nichteinhalten des Abstandes) und Patrick Sievers (90., Foulspiel). Der neue Tabellenführer heißt übrigens Kaan-Marienborn. Das hatte Rios so prognostiziert. 

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