Eisadler Dortmund: Saisonausgang ungewiss, Trainerfrage geklärt

Eishockey

Nach dem ersten Platz in der Qualfikationsrunde zur NRW-Liga wissen die Eisadler noch nicht, in welcher Liga sie in der kommenden Saison spielen. Dagegen ist eine Personalie entschieden.

Dortmund

, 27.04.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Eisadler hatten in dieser Saison einiges zu bejubeln.

Die Eisadler hatten in dieser Saison einiges zu bejubeln. © Folty

Hinter den Eisadlern Dortmund liegt eine tolle Saison. Nach Platz eins in der Landesliga lag das Team auch zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs - Mitte März - in der Qualifikation zur NRW-Liga vorn. Nur noch ein Spiel hatte die Mannschaft zu absolvieren - aber dann gab es das plötzliche Saisonende.

Aktuell ist noch unklar, in welcher Liga die Eisadler in der kommenden Saison spielen werden. „Im Mai soll es eine Telefonkonferenz mit den Regional- und Landesligisten geben. Dann wird darüber entschieden, wie die Ligenaufteilung in der kommenden Saison sein wird“, sagt Bernd Schnieder, der Vorsitzende des Vereins.

Bernd Schnieder: „Ich hätte mich über eine Wasserstandsmeldung, die alle zwei bis drei Wochen aktualisiert wird, gefreut“

Am 11. März hatte der Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen entschieden, den gesamten Spielbetrieb zu beenden. Und seitdem hat Schnieder auch nichts von den Verantwortlichen gehört. „Das ist schon schade. Ich hätte mich über eine Wasserstandsmeldung, die alle zwei bis drei Wochen aktualisiert wird, gefreut“, sagt der Vereinschef und fügt an: „Das ist kein gutes Zeichen vom Verband.“

Fünf Siege aus sieben Spielen lautete die Bilanz der Eisadler in der Qualifikationsrunde für die NRW-Regionalliga. Durch den Abbruch der Saison konnte auch das letzte Heimspiel der Spielzeit gegen den ESV Bergisch Gladbach nicht ausgetragen werden. Dadurch fehlen dem Verein Einnahmen durch Eintrittskarten und dem Verkauf von Speisen und Getränken.

Zudem entgehen dem Klub weitere Gelder, weil die Heimspiele von Borussia Dortmund - wenn überhaupt - nur als Geisterspiele ausgetragen werden. „Normalerweise kommen Fans vor und nach den Spielen in unserem Bistro vorbei. Insgesamt geht uns eine niedrige fünfstellige Summe verloren“, beschreibt Schnieder.

„Wenn die Schulen wieder offen sind, dann denke ich, können wir wieder an Sport denken“

Für die nächsten Wochen hofft man bei den Eisadlern, dass die Sportler wieder in die Halle dürfen und dort trainieren können. „Wenn die Schulen wieder offen sind, können wir wieder an Sport denken. Bis dahin müssen wir abwarten“, sagt der Vereinschef.

In der Qualfikationsrunde zur NRW-Liga lagen die Eisadler (r.) auf Rang eins, als die Saison abgebrochen wurde.

In der Qualfikationsrunde zur NRW-Liga lagen die Eisadler (l.) auf Rang eins, als die Saison abgebrochen wurde. © Folty

Er hofft, dass die kommende Saison ganz normal beginnt. Wenn das der Fall wäre, würde die Spielzeit des Nachwuchses im September beginnen und die der Erwachsenen im Oktober. Wenn es dann irgendwann wieder losgeht, steht der Trainer der Eisadler bereits fest: Coach Waldemar Banaszak wird das Team auch in der kommenden Saison betreuen.

Waldemar Banaszak seit 2014 bei den Eisadlern Dortmund

„Ich freue mich darauf, die Arbeit mit diesem tollen Team fortsetzen zu können. Ich fühle mich an der Strobelallee heimisch und hoffe wie alle anderen auch, dass es in absehbarer Zeit wieder los gehen kann,“ meint der Trainer. Banaszak arbeitet seit 2014 beim Dortmunder Eishockeyverein, anfangs im Nachwuchsbereich, seit 2017 auch mit der ersten Mannschaft.

Jetzt lesen

Auch im Blick auf die Personalplanungen bei den Spielern gibt es Fortschritte:

„Aus den Gesprächen mit den Spielern aus dem aktuellen Team kamen viele positive Signale hinsichtlich der weiterer Tätigkeit“, erklärt Klaus Picker, Sportlicher Leiter der Eisadler Dortmund.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt