Eintracht Dorstfeld will den Titel-Hattrick

Hallenfußballstadtmeisterschaft der Frauen

Vier Wochen nach dem großen Finale der Männer bildet die Hallen-Stadtmeisterschaft der Frauen an diesem Wochenende den Abschluss der Indoor-Saison im Dortmunder Fußball. Insgesamt sind bei der 19. Auflage am Samstag (ab 10.30 Uhr) und Sonntag (ab 11 Uhr) in der Sporthalle Renninghausen am Hombruchsfeld 20 Vereine am Start, nachdem B-Kreisligist TuS Bövinghausen seine Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte. Ein Turnier mit Alleinstellungsmerkmal.

von Udo Stark

Dortmund

, 08.02.2018, 16:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eintracht Dorstfeld will den Titel-Hattrick

Die Frauen der DJK Eintracht Dorstfeld konnten im vergangenen Jahr die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft verteidigen. Mit einem 1:0 setzte sich das Team gegen den Turnierfavoriten SV Berghofen durch. © Folty

Die 20 Teams bilden immer noch ein stattliches Feld, das vergleichsweise größte sogar im gesamten Verband. „Denn ein Frauenturnier mit so vielen Klubs aus nur einer Stadt gibt es in Westfalen kein zweites Mal“, wie Kreis-Vize und Turnierchef Gisbert Dankowski mit Stolz behaupten darf.

Zahl der Frauenteams wird weniger

Dennoch stimmte er auch nachdenkliche Töne an: „Die Zahl der im Spielbetrieb befindlichen Teams nimmt im Frauenfußball leider seit Jahren ab“, bedauert Dankowski, „eine Entwicklung, die auch über die Verbandsgrenzen hinaus zu beobachten ist.“ Im Kreis Dortmund lässt sich dies durch Zahlen deutlich belegen. Nicht weniger als 34 Mannschaften hatten zu Spitzenzeiten des Frauenfußball-Booms beim hiesigen Budenzauber mitgemacht. In diesem Jahr hätten es maximal 23 sein können, aber vor dem Rückzug des TuS Bövinghausen hatten schon A-Ligist Blau-Weiß Huckarde und B-Ligist SV Westrich auf ihre Teilnahme verzichtet.

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Bei allen anderen ist die Vorfreude groß. „Das Turnier ist nach wie vor ein Highlight und eine Veranstaltung, der Spielerinnen und Vereine entgegenfiebern“, sagt Dankowski, „denn einerseits ist die komplette Frauenfußball-Szene an einem Ort versammelt. Zudem haben die Frauen und Mädchen nirgendwo sonst die Gelegenheit, sich vor einer sicherlich wieder großen Kulisse zu präsentieren.“ Annähernd 600 Zuschauer sahen die Spiele im vergangenen Jahr an gleicher Stätte.

Berghofen mit der Zweiten

Mit Titelverteidiger Eintracht Dorstfeld sowie der SG Lütgendortmund, der Zweitformation des SV Berghofen und dem Wambeler SV bilden die vier Landesligisten den Kreis der Favoriten. Nicht dabei ist Berghofens erste Mannschaft aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Regionalliga. In vier Vierer- und einer Fünfer-Gruppe (Bövinghausen bleibt aus organisatorischen Gründen im Feld, die Spiele werden mit 2:0 für den Gegner gewertet) werden am Samstag die Teilnehmer an der Zwischenrunde ermittelt. Der Erste und Zweite jeder Vorrunden-Gruppe, dazu der Dritte der Fünfer-Gruppe 5 sowie der beste Dritte der Gruppen 1 bis 4 kommen weiter. Diese zwölf Mannschaften spielen in drei Vierergruppen die Teilnehmer an der Endrunde aus. Die Halbfinalpartien der vier Gruppensieger sind für 15.30 und 15.50 Uhr terminiert. Das Spiel um Platz drei folgt um 16.30 Uhr und das Finale um 16.50 Uhr.

Eintracht Dorstfeld könnte in diesem Jahr den Titel-Hattrick schaffen. Der aktuelle Spitzenreiter der Landesliga 2 setzte sich im Vorjahr in einer Neuauflage des Endspiels von 2016 mit 1:0 gegen Berghofen durch. Schützin des „goldenen“ Tores war Ana Louisa Haslsteiner - an ihrem 22. Geburtstag.

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