Ein Neuzugang, der keiner ist: Westfalia Wickede bekommt Verstärkung für die linke Seite

dzFußball-Westfalenliga

Er lief die linke Seite hoch- und runter, hob sich durch sein exzellentes Passspiel und seine physische Präsenz hervor. Der neue Mann für die linke Wickeder Seite ist allerdings gar nicht neu.

Dortmund

, 11.09.2019, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

So schlecht ist die Vorbereitung für den neuen alten Linksfuß von Westfalia Wickede gar nicht gelaufen. Er gewann mit Wacker Obercastrop in Castrop-Rauxel die Stadtmeisterschaft und war sogar mit einem Tor direkt am Finalsieg beteiligt. Doch irgendwie passte es dann wohl doch nicht mit dem neuen Klub.

Rückkehr nach Wickede

Denn am Dienstagabend lief Justice Agyeman plötzlich wieder für Westfalia Wickede auf. Beim 4:3 (0:3)-Testspielsieg gegen den Landesliga-Tabellenführer Kirchhörder SC rannte der bullige 21-Jährige die linke Außenbahn hoch und runter, als wäre er nie weggewesen: „Er hat sich in Obercastrop nicht so wohl gefühlt“, sagte Trainer Alexander Gocke noch am Abend, „und da haben wir ihm gesagt, dass er sich bis zum Winter bei uns beweisen kann.“

Gocke ist vollends überzeugt von den fußballerischen Fähigkeiten des in der Jugend neun Jahre lang beim BVB ausgebildeten Spielers: „Ich schätze seine Art, Fußball zu spielen, sehr. Er hat einen genauen Plan von dem, was er tut.“, sagt Gocke, „nur fitnesstechnisch müssen wir gucken.“

Super-Trainer, Super-Mannschaft

Agyeman, erst in diesem Sommer zu Obercastrop gewechselt, sieht das genauso, arbeitet nun täglich an seiner körperlichen Verfassung. Den von Wacker versprochenen Job beim Castroper Hauptsponsor hat er nicht mehr, dafür ist er nun zurück bei „einem Super-Trainer und einer Super-Mannschaft“, wie Agyeman sagt.

Ein Neuzugang, der keiner ist: Westfalia Wickede bekommt Verstärkung für die linke Seite

Justice Agyeman. © Nils Foltynowicz

Eigentlich wollte er versuchen, mindestens eine Liga höher anzugreifen. Doch als das nicht klappte und sich auch das Engagement in Obercastrop nicht so gestaltete wie gewünscht, „da habe ich mir gesagt, dann gehe ich lieber nach Wickede zurück.“

Anruf bei Emre Konya

Ein Anruf bei Wickedes Sportlichem Leiter Emre Konya später war die Sache erledigt. „Er ist natürlich auch zu uns zurückgekommen, weil er weiß, was er in Wickede hatte“, sagt Konya. Außerdem sei die linke Seite zwar mit Neuzugang Sefa Topcu gut besetzt, der sei aber noch nicht bei 100 Prozent. Am Dienstagabend gegen Kirchhörde beackerten die beiden zusammen die linke Außenbahn.

Gekostet hat der Wechsel die Wickeder laut Konya nichts. Was wohl auch daran liegt, dass sie in Obercastrop nicht ganz so traurig über den Abgang sind: „Justice hat drei Wochen lang in der Vorbereitung bei uns mittrainiert. Aber es hat einfach nicht gepasst, daher haben wir ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen“, sagt Steffen Golob.

Der Sportliche Leiter und Co-Trainer des SV Wacker Obercastrop hatte Agyeman bei der Verpflichtung noch gelobt: „Von der Qualität her könnte er auch in der Regionalliga spielen. Aber dafür muss bei ihm alles stimmen.“

„Private Gründe“

Es stimmte nicht alles. Agyeman selbst nennt „private Gründe“ für seinen Abgang vom ambitionierten Landesligisten und will nun in Wickede zu alter Stärke finden: „Ich freue mich, wieder hier zu sein“, sagt Agyeman.

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