Eichlinghofen verliert Pokalhelden an die Polizei und holt einen Rückkehrer

dzFußball-Bezirksliga

Der TuS Eichlinghofen holt einen Spieler, der seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen schon beendet hatte. Ein anderer wird kein Spiel mehr für den TuS machen - Schuld ist die Polizei.

Dortmund

, 20.06.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon länger steht fest, dass der TuS Eichlinghofen mit Thomas Hillebrand (Karriereende), Mirnas Husic (BW Huckarde) und Marvin Pluck (SV Herbede) drei routinierte Charakterspieler verliert. Ein weiterer Abgang schmerzt Trainer Marc Risse genauso. Der 22-Jährige gehörte zwar in der Liga nie zum Stammpersonal, machte aber vor allem im Pokal und bei der vergangenen Hallenfußballstadtmeisterschaft auf sich aufmerksam. Doch Risse hat auch großen Grund zur Freude: Ein Spieler, der seine Karriere eigentlich schon beendet hatte, kehrt nun wieder zurück.

„Es ist ein richtig großer Verlust für uns“, sagt Marc Risse über den Abgang von Torhüter Jan Knoblich, der zur Polizei nach Stuttgart gehe. Bei der Hallenfußballstadtmeisterschaft war er einer der stärksten Spieler der Eichlinghofer, landete sogar im Team der Zwischenrunde.

„Das ist wie eine Neuverpflichtung“

Rund acht Monate vorher, im April 2019, hatte er schon einmal auf sich aufmerksam gemacht. Mit einigen richtig starken Paraden hatte er dem TuS im Halbfinale des Kreispokals gegen Ay Yildiz Derne den Finaleinzug gesichert. „Was er da gehalten hat, war unmenschlich“, schwärmt sein Trainer noch heute.

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„Er hat immer eine super Leistung gezeigt.“ Sowohl auf als auch neben dem Platz. Er habe sich direkt sehr gut im Verein integriert, erzählt Marc Risse, und sei ein Spieler, den sich jeder Trainer nur wünschen könne. Große Sorgen macht sich der TuS-Trainer trotz des Abgangs aber nicht. Denn mit Stammtorhüter Hendrik Fibbe, Daniel Stahl und Robert Meier hat der Bezirksligist noch drei Spieler für die Torwartposition.

„Wir haben drei gute Torhüter, was kann man sich mehr wünschen?“, sagt Risse, der noch immer nach einem Neuzugang für Linksaußen sucht. Mit ein, zwei Spielern sei er derzeit auch noch im Gespräch. Generell „ist der Kader aber bereits super bestückt“. Dafür sorgt auch ein Rückkehrer, mit dem niemand mehr gerechnet hatte.

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Nach der Hallenfußballstadtmeisterschaft war für Mario Bunk Schluss. Mit 30 Jahren beendete er aufgrund anhaltender Knieprobleme seine Karriere. „Er hat Corona jetzt so gut genutzt, dass er wieder dabei ist“, erzählt Marc Risse. Bunk sei nun wieder beschwerdefrei und wolle daher noch mal einen Versuch starten. „Das ist wie eine Neuverpflichtung“, so sein alter und neuer Trainer Risse. Auch dank Bunk sei Eichlinghofen nun so gut wie überall „doppelt gut besetzt.

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