Ehemaliger Bundesliga-Profi beim BSV Schüren: „Was der abliefert, ist Wahnsinn“

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Vier Testspiele ohne Niederlage: Der BSV Schüren ist nach der Corona-Pause gut in die Vorbereitung gestartet. Zwei Akteure drücken dem Spiel des Westfalenligisten bereits ihren Stempel auf.

Dortmund

, 11.08.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einiger Vorschusslorbeer präsentierte der BSV Schüren im Mai einen Neuzugang, der bereits Europa-League-Erfahrung gesammelt hat. Gemeinsam mit einem Stürmer-Oldie ist der Königstransfer maßgeblich daran beteiligt, dass der Westfalenligist in der Vorbereitung noch ungeschlagen ist. Der Trainer ist schon jetzt voll des Lobes.

Mehr als 30 Grad Celsius und praller Sonnenschein - die Bedingungen für ein Fußball-Testspiel hätten am Sonntag (9. August) durchaus angenehmer sein können. Den Temperaturen zum trotz war Westfalenligisten BSV Schüren zu Gast bei der IG Bönen. Am Ende stand gegen den Landesligisten ein 1:1-Unentschieden.

Training erhält mehr Priorität

Für Trainer Arthur Matlik war es „ein guter Test“ unter schwierigen Umständen: „Das Wetter war natürlich für ein Fußballspiel alles andere als optimal. Letztlich war es ein ausgeglichenes Spiel. Am Ende glaube ich aber, dass wir den Sieg schon verdient gehabt hätten.“

Schlussendlich habe seinen Spielern allerdings auch die Kraft gefehlt. Hinzu komme der Umstand, dass weiterhin nur viermal gewechselt werden dürfe. „Die Regel ist sicherlich unglücklich, aber auch für alle gleich. Allerdings gewinnt dadurch das wöchentliche Training an Priorität“, so Matlik.

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Durch die fehlenden Wechseloptionen müssten sich seine Akteure jetzt zunehmend in den Trainingseinheiten beweisen. „Die Spieler können sich nicht mehr darauf verlassen, dass sie in den Testspielen zum Einsatz kommen“, betont der Schüren-Trainer. Der Einsatz im Training sei zwar ohnehin eine Selbstverständlichkeit, werde durch die Regelung jetzt allerdings noch einmal wichtiger.

„Was der Junge abliefert, ist Wahnsinn“

Die Ergebnisse der ersten vier Testspiele stimmen den Trainer aber positiv. Drei Siege und ein Unentschieden stehen zu Buche - allerdings stets gegen unterklassige Gegner. Insbesondere ein Akteur hinterließ beim 42-Jährigen schon jetzt einen bleibenden Eindruck: Königstransfer und Ex-Bundesliga-Profi Jonas Acquistapace.

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„Was der Junge da abliefert, ist schon wirklich Wahnsinn“, unterstreicht Matlik. Und damit meint er nicht nur den sportlichen Aspekt. Natürlich sei der 31-jährige gelernte Innenverteidiger ein stabilisierender Faktor, aber insbesondere seine Führungsqualität lobte der Trainer: „Jonas soll natürlich auch den jungen Spielern zur Seite stehen und ihnen helfen. Das klappt schon wirklich gut. Die jüngeren Spieler werden viel von ihm lernen können.“

Auf dem Platz will Matlik mit dem Ex-Profi, der für den VfL Bochum unter anderem auf 69 Einsätze in der 2. Bundesliga kommt, aber noch einige Dinge ausprobieren. So habe er Acquistapace auch bereits im Mittelfeld spielen lassen.

Mehr Spieler in die Verantwortung

„Jonas hat in den ersten Spielen sowohl in der Innenverteidigung als auch als Sechser und Zehner gespielt. Mit seiner hohen Spielintelligenz kann er dort sicherlich auch starke Akzente setzen.“

Neben dem Schürener Königstransfer zeigte sich auch der erfahrene Torjäger Kamil Bednarski in guter Frühform. Fünf Tore erzielte der 34-Jährige in den bislang vier Testspielen. Eins davon zur 1:0-Führung im Test gegen Bönen.

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Schon in der letzten Saison war der Angreifer bis zum Abbruch 11 Mal erfolgreich - in lediglich 14 Spielen. „Kamil weiß natürlich ganz genau, wo das Tor steht. Das funktioniert aber auch nur, wenn alle anderen mitarbeiten. Die Tore sind oft auch stark vorbereitet“, so Matlik.

Insgesamt sei er mit der Vorbereitung bislang durchaus zufrieden. Im Gegensatz zum Vorjahr sieht der Schüren-Trainer seine Mannschaft schon deutlich weiter. Man sei „gut im Plan“. Trotzdem gebe es noch Verbesserungspotenzial: „Der Fokus liegt zwar auf Jonas und Kamil, aber ich würde mir wünschen, dass noch mehr Spieler Verantwortung übernehmen. Aber das wird sich auch in den nächsten Wochen zeigen.“

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