Droht den Tennis-Herren vom TSC Hansa ein Kader-Chaos wegen Corona?

Tennis

Der Start der Tennissaison in der Regionalliga ist verschoben. Noch ist unklar, ob überhaupt irgendwann gespielt wird. Von den neuen Terminen hängt auch ab, welche Spieler auf dem Court stehen.

Dortmund

, 12.04.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wann die Freiluftsaison der Tennisspieler beginnt, ist ungewiss.

Wann die Freiluftsaison der Tennisspieler beginnt, ist ungewiss. © Nils Foltynowicz

Während andere Sportarten damit beschäftigt sind, ihren Ligabetrieb ordentlich zu Ende zu bringen, rätseln die Tennis-Aktiven, wann und wie ihre Sommersaison starten wird. Zumindest theoretisch wissen beispielsweise die Tennis-Herren des TSC Hansa, wie es weitergeht.

Auf den 11. Juni ist der Start der Regionalliga, in der die beste Mannschaft der Stadt in diesem Sommer wieder mitspielt, vorerst verschoben. Drei Spiele sollen vor den Sommerferien absolviert werden, die restlichen vier danach. Nach diesem Plan könnte die Saison am 6. September beendet sein.

„Immerhin haben wir einen Zeitplan, an dem wir uns orientieren können“, schaut Oliver Janz, der Mannschaftsführer der Hanseaten, voraus. Sehr viel mehr Positives kann er dem aber auch nicht abgewinnen. Aus verständlichen Gründen.

Sie haben sich ihre Rückkehr in die Regionalliga zweifelsohne anders vorgestellt. Ist das Zusammenstellen eines Tennis-Teams, das auf diesem Leistungsniveau zu einem Großteil aus ausländischen Spielern besteht – sieben der an den ersten acht Positionen bei Hansa gemeldeten Spieler kommen aus dem Ausland – schon in einer „normalen“ Saison eine knifflige Aufgabe, so wird sie in diesen besonderen Wochen gleich doppelt bis dreifach schwierig.

Unter der Woche bei internationalen Turnieren

Es gibt nur wenige Sportarten, bei denen Spieler bei der Ausübung ihrer Tätigkeit so sehr von einem Ort zum anderen reisen. Während sie an den Wochenenden für ihre Mannschaften spielen, sind sie in der Woche bei internationalen Turnieren tätig. Eigentlich. Nur jetzt nicht.

Wann es weitergeht, weiß derzeit niemand – trotz des nun angepassten Spielplans. Und in welcher Form es weitergeht, schon gar nicht. Die schon jetzt vorgenommene Reduzierung und Umstellung des internationalen Turnierplans wirkt sich auch auf die Ebenen darunter aus. Die Absage des Turniers in Wimbledon und die Verschiebung der French Open sind nur die Spitze, betroffen sind auch alle Turniere unterhalb, wie die ATP World Tour und die ATP Challenger Tour.

Oliver Janz: „Vorherige Überlegungen sind nun hinfällig“

Bis zum 13. Juli pausieren dort alle Turniere, damit fallen beispielsweise der Mercedes Cup in Stuttgart und die Noventi Open in Halle aus. Wird der Turnierplan in der Nach-Corona-Zeit neu geordnet, wird das für die Verantwortlichen bei der Zusammenstellung der Teams nicht einfacher. Zumal die Mannschaft damals unter anderen Voraussetzungen zusammengestellt worden ist. „Wir mussten bei der Teammeldung seinerzeit ja auch berücksichtigen, wer zu welchem Zeitpunkt verfügbar ist“, so Janz, „das ist natürlich nun hinfällig.“

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Die Hanseaten werden – wie alle anderen Klubs auch - warten müssen. Sollte auch der Saisonstart im Juni nicht zu halten sein, wäre der Ausfall der Sommersaison wohl nur logisch. Nachdem zunächst die Saison in der 1. und 2. Bundesliga der Damen, die Anfang Mai hätte starten sollen, durch den DTB abgesagt wurde, zogen wenige Tage später auch die Herren-Bundesligen nach und annulierten den Spielbetrieb.

Weitere Teams in der Regionalliga

  • Die Hanseaten sind nicht die einzigen Regionalligisten aus Dortmund, auch in anderen Altersklassen ist die Stadt dreimal vertreten.
  • Bei den Damen 30 und den Herren 30 schickt der TC Eintracht jeweils ein Team an den Start, bei den Herren 40 der DTK Rot-Weiß.
  • Auch für diese Teams ist der Saisonstart für den 11. Juni vorgesehen.
  • Auf Verbands- und Kreisebene soll die Saison nach derzeitiger Planung bereits am 2./3. Mai beginnen.
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