Testspiele und Corona-Regeln: Die Stadt kontrolliert die Vereine nicht. Aber wer dann?

dzFußball

Endlich wieder Fußballspiele in Dortmund: Nach mehr als vier Monaten Pause tragen Dortmunder Amateurklubs am Wochenende wieder Testspiele aus. Doch wer kontrolliert dabei die Corona-Richtlinien?

Dortmund

, 25.07.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es geht wieder los - nach über vier Monaten Corona-Pause. Viele Dortmunder Amateurfußball-Klubs starten an diesem Wochenende (25. und 26. Juli) ihre Testspielserie - auf heimischem Boden. Mit dabei ist unter anderem auch das Highlight-Spiel zwischen dem Westfalenliga-Aufsteiger TuS Bövinghausen und dem Oberligisten Westfalia Herne, dass wir am Sonntag ab 17.30 Uhr live auf rn.de/dosport streamen.

Der Fußballkreis Dortmund hatte zunächst jegliche Freundschaftsspiele, die in Dortmund stattfinden sollten, bis zu diesem Wochenende verboten. Nun hat der Kreis grünes Licht gegeben - natürlich unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und der Corona-Richtlinien. Doch wer kontrolliert diese am Wochenende in Dortmund überhaupt?

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Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein Westfalen liest sich eindeutig: „Die nicht-kontaktfreie Ausübung des Sport-, Trainings- und Wettbewerbsbetriebs ohne Mindestabstand während der Sportausübung ist nur mit bis zu 30 Personen zulässig, wobei die Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 1 sichergestellt sein muss“, heißt es in der Verordnung. Zudem dürfen nur bis zu 300 Personen „bei sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit“ den Platz betreten. Die müssen sich natürlich auch an die gängigen Abstandsregeln von 1,5 Metern halten. Doch wer genau will nachvollziehen, ob sich die Zuschauer daran halten? Wir haben bei der Stadt Dortmund nachgefragt.

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Die Stadt Dortmund macht deutlich, dass sie am Wochenende keine Kontrollen an den vielen Sportplätzen vornehmen wird. „Da die Vereine in der Verantwortung stehen, gibt es für die Stadt keinen Grund zu einer anlasslosen Kontrolle“, äußert sich die Stadt auf Anfrage. Die Verantwortung, die Hygiene-Regeln einzuhalten, liege also bei den jeweiligen Vereinen, die das Heimrecht innehaben.

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So werde die Stadt auch keine Anweisungen an die Vereine geben, wie die Coronaschutzverordnung umgesetzt werden solle. Die Stadt Dortmund erwarte von dem jeweiligen Verein bei seinem Nutzungsantrag für eine städtische Sportanlage drei Angaben. Dazu zähle einerseits der Nachweis, dass sich der Verein mit den Vorgaben der Coronaschutzverordnung auseinandergesetzt hat und die schriftliche Darlegung der sich daraus ergebenden Umsetzungsvorschläge für die jeweilige Sportart und Sportstätte.

Zudem müssen die Vereine einen Corona-Verantwortlichen benennen, der Ansprechpartner ist. Abschließend müsse das Vereinskonzept - wie eingangs bereits erwähnt - die Pflicht zur Führung einer Anwesenheitsliste (wegen der Nachverfolgbarkeit im Infektionsfall) enthalten. Erfüllen die Vereine diese Vorgaben, dann akzeptiere die Stadt das Konzept.

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Doch wer kontrolliert nun? Keiner? Der Fußballkreis Dortmund hat auf seiner Homepage zwar angekündigt, am Wochenende das eine oder andere Spiel zu besuchen, betont aber auch direkt: „Hier geht es nicht um Kontrolle, sondern auch wir als verantwortlich handelnde Personen möchten ein Bild der Situation vor Ort haben“, heißt es auf der Internetseite.

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