Dortmunder Fußballmannschaft schafft den Aufstieg im neunten Anlauf

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Ein Dortmunder Team versucht sich seit neun Jahren am Aufstieg, in der Corona-Saison hat es jetzt endlich funktioniert. Der Trainer der Mannschaft wird allerdings nicht mit aufsteigen.

Dortmund

, 17.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Verbandstag des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) hat die Saison offiziell abgebrochen. Das gilt nicht nur für die Fußballmänner und -frauen, sondern auch für die Jugendteams. Eine Dortmunder Mannschaft hat mit dem Saisonende auch endlich den Aufstieg perfekt gemacht - nach neun Jahren.

Die Coronavirus-Pandemie sowie der damit verbundene und von Verbandsseite endgültig verkündete vorzeitige Saisonabbruch hin oder her – am Meisterschaftsgewinn der B-Junioren des TSC Eintracht Dortmund in der Landesliga 2 und dem angestrebten Aufstieg in die Westfalenliga hätte das mit großer Wahrscheinlichkeit auch unter regulären Bedingungen nichts geändert.

Mit einem 5:1 bei der SG Wattenscheid 09 verabschiedete sich das Team von Trainer Manuel Mühlenkamp und seinem Assistenten Michael Gabriel am 8. März als souveräner Spitzenreiter in die unvorhergesehene Unterbrechung. Nach 15 Spieltagen und sieben Partien vor Toresschluss führte der TSC die Tabelle mit sieben Zählern Vorsprung gegenüber dem schärfsten Rivalen Hammer SpVg an. Den direkten Vergleich entschieden die Eintrachtler am vorletzten Spieltag der ersten Serie mit 2:1 in Hamm für sich, erspielten sich die Halbzeitmeisterschaft und hatten bezüglich der Saisonbewertung auch nach der Quotientenregel die Nase vorn. Am verdienten Titelgewinn der Mühlenkamp-Schützlinge gibt es folglich auch unter den außergewöhnlichen Umständen nichts zu rütteln.

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Acht Mal in Serie, teils hauchdünn, verpasste der TSC in der Altersklasse den Aufstieg. Zuvor hatten Eintrachts B-Junioren an der Flora mit dem Bundesliga-Aufstieg 2008 ein kleines Stück Geschichte geschrieben, wurden dann aber bis 2011 hinunter in die Landesliga durchgereicht. Im neunten Anlauf nun gelang endlich die Rückkehr in das westfälische Oberhaus. „Die verfehlten Aufstiege schwebten schon wie ein Fluch über dem Jahrgang. Den wollten und haben wir gebrochen“, resümierte der Coach.

Neuzugänge haben der TSC Eintracht-U17 ein gutes Gefühl gegeben

Die Zielsetzung Aufstieg wurde von den Jungs letztendlich mit großer Dominanz realisiert. Mühlenkamp, der in den beiden vorhergegangenen Jahren bereits an der Seite von Paul Lämmer für die U17 verantwortlich zeichnete, hatte trotz einer nicht ganz unproblematischen Kaderzusammenstellung mit vielen externen Neuzugängen von Beginn an ein gutes Gefühl: „Eigentlich ist es vom ersten Testspiel an richtig gut gelaufen.“

Das B-Junioren-Aufstiegsteam des TSC Eintracht: (o.v.l.) Emre Baris, Dorian Rygula, Fabian Manns, Lennart Decker, Demir Dauti, Furkan Tüysüz, Adrian Bitiq, Maixient Moutino, Meris Mujkic, Kianosh Amiri, (m.v.l.) Trainer Manuel Mühlenkamp, Tobias Eurich, Robin Laser, Ben Sauerländer, Tristan Steiner, Marcel Makosch, Yunus Ayaz, Armin Begovic, Baran Müldür, Trainer Michael Gabriel, (u.v.l.) Binbash Mirzoyan, Len Wilkesmann, Younes Magrouda, Joel Selter, Valton Arifaj, Oualid Nasseri, Wilhelm Sassenberg, Nesta Renka. Auf dem Bild fehlen Lennox Kamitter, Sahli Darraz, Mert Koymatoglu.

Das B-Junioren-Aufstiegsteam des TSC Eintracht: (o.v.l.) Emre Baris, Dorian Rygula, Fabian Manns, Lennart Decker, Demir Dauti, Furkan Tüysüz, Adrian Bitiq, Maixient Moutino, Meris Mujkic, Kianosh Amiri, (m.v.l.) Trainer Manuel Mühlenkamp, Tobias Eurich, Robin Laser, Ben Sauerländer, Tristan Steiner, Marcel Makosch, Yunus Ayaz, Armin Begovic, Baran Müldür, Trainer Michael Gabriel, (u.v.l.) Binbash Mirzoyan, Len Wilkesmann, Younes Magrouda, Joel Selter, Valton Arifaj, Oualid Nasseri, Wilhelm Sassenberg, Nesta Renka. Auf dem Bild fehlen Lennox Kamitter, Sahli Darraz, Mert Koymatoglu. © Michael Gabriel

In der Punktspielserie zu Buche stehen lediglich zwei Patzer. Bis zur Herbstpause nach sechs Spielen gab es ein 2:2 beim TSV Marl-Hüls 2, trotzdem in der ersten Zwischenbilanz Rang eins. Der wurde jedoch sofort nach der Pause mit dem 0:1 beim VfB Waltrop 2 verspielt. Was dann folgte war allerdings für die Liga eine Demonstration von fußballerischer Überlegenheit. Mit acht Dreiern seitdem distanzierte der TSC die Konkurrenz, sammelte 40 Punkte, stellte schließlich mit 52 Treffern den besten Angriff und mit nur 7 Gegentoren die stärkste Abwehr.

Defensivarbeit war der Schlüssel zum Aufstieg des TSC Eintracht

„Grundstock zum Erfolg war neben der mannschaftlichen Geschlossenheit die insgesamt sehr gute Defensivarbeit. Ich bin mir sicher, die Jungs hätte sich auch ohne Abbruch nicht mehr vom Weg abbringen lassen“, konstatiert Mühlenkamp und verweist zudem auch auf die imponierende Heimbilanz mit sieben Siegen ohne ein Gegentor.

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Unter dem Strich hat einfach alles gepasst bei den Eintrachtlern - sportlich wie auch im Umfeld. Mühlenkamp: „Die Eltern haben eine tolle Unterstützung geleistet. Es wäre schön, wenn wir den Erfolg alle gemeinsam, vielleicht im Juli, so sich die Coronasituation hoffentlich weiter verbessert hat, nun auch noch feiern könnten.“

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Ungeachtet dessen widmet sich der Coach aktuell bereits schon wieder seiner neuen Aufgabe bei der Landesliga-U18 des TSC Eintracht. Nach oben begleiten werden ihn 13 Spieler aus seinem Erfolgsteam. Die Geschicke der zukünftigen B-Junioren-Formation in der Westfalenliga liegen in den Händen des Trainerteams Jens Drüke und Christopher Rous, die von der TSC-U16 hochrücken.

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