Dortmunder Amateurfußballer ist für den Fußballspruch des Jahres nominiert

dzFußball

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur vergibt einmal im Jahr einen Preis für den Fußball-Spruch des Jahres. In diesem Jahr ist ein Dortmunder Amateurfußballer nominiert.

Dortmund

, 01.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Vorauswahl von elf aus mehr als 150 Zitaten traf die Jury um TV-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, Nationalspielerin Alexandra Popp, Autor Saša Stanišić und Vorjahressiegerin Imke Wübbenhorst. Die Sieger-Gala findet am 30. Oktober statt. Der seit 2006 vergebene Preis ist mit 5000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck dotiert.

Damit alle erstmal ein bisschen ins Schmunzeln kommen: Hier die Siegersprüche aus den vergangenen drei Jahren:

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  • „Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf.“ (Imke Wübbenhorst, von Dezember 2018 bis Juni 2019 Trainerin der Männermannschaft des BV Cloppenburg, auf die Frage, ob sie eine Sirene auf dem Kopf trage, bevor sie zu ihren Spielern in die Kabine komme, 2019)
  • „Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt.“ (Fußball-Experte und Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger vor dem WM-Spiel Schweden gegen Deutschland, 2018)
  • „Wir danken der Mannschaft, dass sie uns auch in dieser Saison so zahlreich hinterhergereist ist.“ (Banner der Schalke-Fans beim Saisonabschluss in Ingolstadt, 2017)

Für das Jahr 2020 sind elf Sprüche nominiert. Eine ganze Mannschaft guter Sprüche. Unter anderem der von Schiedsrichter Manuel Gräfe: „Der Einzige, den ich gesiezt hab, war Olli Kahn. Ich war Mitte 20 und hatte Angst.“

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Zu den elf Nominierten gehört aber auch ein Dortmunder Amateurfußballer: Jens Jäkel vom Bezirksligisten VfR Sölde. Nachdem während einer Schweigeminute für die Toten von Halle während des Länderspiels in Dortmund zwischen Deutschland und Argentinien ein Störer dazwischenrief, schrie Jäkel: „Halt die Fresse.“

Jäkel wurde für seine Zivilcourage gefeiert. Höhepunkt war die Einladung von Günther Jauch zum RTL-Jahresrückblick. „Ich dachte eigentlich, damit wäre die Nummer beendet. Dann habe ich aber von Freunden erfahren, dass ich für den Preis des besten Fußballspruchs nominiert bin“, sagt Jäkel. Am 30. Oktober weiß er, wie die Jury entschieden hat.

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