Diese Talente könnten in der neuen Spielzeit durchstarten - Teil 2

dzFußball

Sie stehen am Anfang ihrer Fußballkarriere. In den Dortmunder Amateurligen sind einige vielversprechende Talente unterwegs. Wir stellen neun von ihnen vor - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

05.09.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist kein Geheimnis - der Sprung aus der Jugend in den Herrenbereich ist für Nachwuchsfußballer kein einfaches Unterfangen. Andere körperliche Voraussetzungen, die Umstellung der Spielweise und gestiegene taktische Anforderungen sind nur ein Teil der Unterschiede.

Im Dortmunder Amateurfußball gibt es aber Nachwuchskräfte, die auf einem guten Weg sind, diesen Sprung erfolgreich zu meistern. Die ersten Kandidaten haben wir in Teil eins vorgestellt und auch die folgenden jungen Spieler können überraschen:


Luis Weiß (ASC 09 Dortmund)

Der Sprung von der A-Junioren-Westfalenliga in die Senioren-Oberliga ist kein einfacher. Luis Weiß hat aber das Zeug dazu, den zu schaffen. Vor allem zu Beginn der Vorbereitung bewies er, dass der Klub zurecht große Stücke auf ihn hält. Auf der wichtigen Position 10 leitete er mit seiner feinen Technik und seiner Übersicht das Offensivspiel. Er kann sich auch gegen gestandene Seniorenspieler wehren.

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Das bewies er im Pokalspiel gegen TuS Bövinghausen, als er häufig auf den Oberliga-erprobten Patrick Rudolph traf. Rudolph versuchte dem Senioren-Neuling in den Zweikämpfen die Grenzen aufzuzeigen, das gelang ihm aber nicht. Weiß könnte der nächste Spieler sein, der aus der Hombrucher Jugendschmiede kommend den ASC glücklich macht, auch wenn er aktuell in ein kleines Loch gefallen ist.


William Valenti (SV Brackel 06)

Der offensive Mittelfeldspieler hat den Zuschauern beim Kronen-Hellweg-Cup schon richtig Spaß gemacht. In der vergangenen Spielzeit war er in der Landesliga-A-Jugend des FC Brünninghausen aktiv. Jetzt ist er beim Senioren-Landesligisten SV Brackel 06 am Ball. Hier gehörte er beim eigenen Turnier zu den treibenden Kräften. Valenti hat für sein Alter eine gute Spielübersicht, weiß schon vor der Ballannahme, was er vorhat und torgefährlich ist er auch.

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Die große Frage ist, ob er es sofort schafft, auf konstant hohem Niveau zu spielen. Die Veranlagung hat er definitiv, auch wenn er körperlich vielen Gegenspielern unterlegen sein wird. Dafür ist er handlungsschnell. Mal schauen, wer sich durchsetzt: Der robuste Landesliga-Routinier oder der im Kopf schnelle Neuling.


David Fernandes (Westfalia Wickede)

Wenn man die Geschichte von David Fernandes hört, fühlt man sich unweigerlich zumindest teilweise an einen Shootingstar des FC Bayern München erinnert. Alphonso Davies kam ursprünglich als Außenstürmer zum aktuellen Triple-Sieger und schulte in kürzester Zeit zum etablierten Linksverteidiger um.

David Fernandes von Westfalia Wickede sorgte schon beim Kronen-Hellweg-Cup in Brackel für Furore.

David Fernandes von Westfalia Wickede sorgte schon beim Kronen-Hellweg-Cup in Brackel für Furore. © Stephan Schuetze

Eine ähnliche Entwicklung hat auch David Fernandes bei Westfalia Wickede genommen – zumindest rein positionstechnisch. Auch der 20-Jährige war eigentlich als Außenstürmer eingeplant, doch Trainer Marko Schott zog ihn in die Abwehrkette. „Obwohl das eigentlich nicht seine angestammte Position ist, hat er seine Sache bisher sehr ordentlich gemacht. Er ist beidfüßig und hat vor allem mit seiner Spielintelligenz überzeugt“, erklärt der Wickede-Trainer.

Zwar müsse der Neuzugang vom FC Iserlohn körperlich noch etwas zulegen, aufgrund seiner Flexibilität sei Fernandes aber schon jetzt „ein wirklicher Kandidat für die Startelf“.


Alexander Bernhard (Kirchhörder SC)

Alexander Bernhard ist bereits seit zwei Jahren Teil der Seniorenmannschaft des Kirchhörder SC. Den Sprung in die erste Elf schaffte der 21-Jährige in diesem Jahr – und wie. Sein Trainer Sascha Rammel lobte den Flügelstürmer, bescheinigte ihm eine „richtig gute Vorbereitung.“

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Der flexible Außenbahnstürmer besteche vor allem durch seine enorme Geschwindigkeit. „Das ist eine Riesenqualität von ihm. Er ist mit Sicherheit einer der schnellsten Spieler in Dortmund“, sagt Rammel, der darüber hinaus die taktische Entwicklung seines Schützlings lobte. „Das bekommt er immer besser hin, das hat man auch auf dem Turnier in Brackel gesehen, bei dem er viele Tore geschossen und vorbereitet hat.“

Bernhard kam vor zwei Jahren aus der eigenen A-Jugend, ist schmal gebaut und 1,80 Meter groß. „Er ist im Seniorenbereich angekommen und ist auf jeden Fall ein Kandidat für die Startelf am Sonntag“, sagt Rammel. Da empfängt der Kirchhörder SC zum Derby Türkspor Dortmund.

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