Diese Nachwuchstalente könnten in der neuen Spielzeit durchstarten - Teil 1

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Sie stehen am Anfang ihrer Fußballkarriere. In den Dortmunder Amateurligen sind einige vielversprechende Talente unterwegs. Wir stellen neun von ihnen vor - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Dortmund

, 03.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Es ist kein Geheimnis - der Sprung aus der Jugend in den Herrenbereich ist für Nachwuchsfußballer kein einfaches Unterfangen. Andere körperliche Voraussetzungen, die Umstellung der Spielweise und gestiegene taktische Anforderungen sind nur ein Teil der Unterschiede.

Im Dortmunder Amateurfußball gibt es aber Nachwuchskräfte, die auf einem guten Weg sind, diesen Sprung erfolgreich zu meistern. Dazu gehören unter anderem die folgenden jungen Spieler:

Michael-Marvin West (ASC 09 Dortmund)

Der Innenverteidiger des ASC 09 Dortmund ist als letztes zum Team gestoßen. West hatte bis zum Schluss gehofft, bei Essen im Regionalligakader zu stehen. Der Klub hat ihn aber doch gehen lassen. Zum Glück für den ASC 09 Dortmund. „Der Junge ist hier sofort eingeschlagen“, sagt der Sportliche Leiter Samir Habibovic. West besticht durch seine Zweikampfstärke und seine Ruhe.

„Auch in engen Situationen behält er immer die Ruhe und schafft es fast immer, sich spielerisch aus der Nummer herauszuwinden. Das ist schon außergewöhnlich für einen jungen Spieler“, sagt Teamkollege Kevin Brümmer.

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West ist dabei, sich jetzt schon einen Stammplatz zu erarbeiten und das bei insgesamt fünf Innenverteidigern im Team. Zu denen gehören die gestandenen Oberliga-Spieler Jan-Patrick Friedrich und Mike Schäfer.


Christian Bernhard (BSV Schüren)

Neben dem Ex-Profi Jonas Acquistapace scheint beim Westfalenligisten ein Talent zu wachsen: Christian Bernhard, der in der vergangenen Spielzeit für die U19 des Hombrucher SV aufgelaufen ist. Es sieht viel danach aus, dass der Bochumer Ex-Profi und Bernhard am Sonntag das Innenverteidiger-Duo bilden.

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„Christian bringt alles mit, was ein Innenverteidiger benötigt. Er ist zweikampfstark, kopfballstark und hat einen guten Pass. Und zudem hat er auch einen tollen Charakter“, sagt BSV-Trainer Arthur Matlik. Und für sein Alter trete er auf dem Feld sehr selbstbewusst auf. Und zur Not hat er ja noch einen Ex-Profi an seiner Seite, an dem er wachsen kann.

Hikmet Konar (Westfalia Wickede)

Die vergangenen Jahre waren laut Wickede-Trainer Marko Schott nicht einfach für seinen Neuzugang Hikmet Konar. Nur selten kam der Außenstürmer beim FC Iserlohn zum Einsatz. Daniel Dukic, seines Zeichens Sportlicher Leiter in Wickede, nutzte die Gelegenheit und lotste den Außenstürmer zum Westfalenligisten. Ein Glücksgriff – zumindest, wenn man die Saisonvorbereitung betrachtet.

Hikmet Konar (rotes Trikot) spielte vor seiner Station bei Westfalia Wickede für den Lüner SV und den FC Iserlohn.

Hikmet Konar (rotes Trikot) spielte vor seiner Station bei Westfalia Wickede für den Lüner SV und den FC Iserlohn. © Günther Goldstein

„Er ist ein sehr selbstkritischer Spieler, aber bringt auch enorme Qualitäten mit und hat großes Potenzial. Seine Schnelligkeit und die technischen Fähigkeiten hat er in den Testspielen schon nachdrücklich unter Beweis gestellt“, betont Schott. Vom Trainer bekommt der Linksaußen zudem einige Freiheiten eingeräumt. „Hikmet macht schon manchmal verrückte Dinge“, so Schott, „und im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor ist das auch in Ordnung. Da hat er seine Freiheiten. Aber er muss natürlich auch nach hinten absichern.“


Cihan Ulusoy (Kirchhörder SC)

In seinem ersten Interview als neuer Spieler des Landesligisten Kirchhörder SC feuerte der gerade einmal 18-jährige Cihan Ulusoy direkt eine Kampfansage an die Konkurrenz heraus: „Wir werden aufsteigen. Der Aufstieg ist das klare Ziel, hundertprozentig. Ich will wieder nach oben und will auf jeden Fall mit Kirchhörde in die Westfalenliga. Deswegen bin ich hier“, sagte der frisch aus der Bundesliga-A-Jugend des MSV Duisburg nach Kirchhörde gewechselte Ulusoy im Juni.

Seitdem sind gut zwei Monate vergangen, Ulusoy hat in den vielen Testspielen der Kirchhörder einen ersten Eindruck hinterlassen.

„Für unsere Liga ist er ein Spieler mit einer ganz hohen Qualität. Er hat definitiv das Potenzial, höher zu spielen“, sagt sein Trainer Sascha Rammel, der neben Ulusoys technischen Qualitäten auch seinen unbändigen Siegeswillen hervorhebt. „Das ist eine starke Eigenschaft“, sagt Rammel, der Ulusoy zunächst als Außenverteidiger einsetzte, mittlerweile allerdings auf der Position des Achters einsetzt.


Jan-Nils Bachmann (FC Brünninghausen)

Die Voraussetzungen, um ein guter zentraler Mittelfeldspieler zu werden, sind hoch. Er muss laufstark sein, Übersicht beweisen, vorausschauend agieren und über eine gute Technik verfügen. Kein einfaches Anforderungsprofil. Einer, der viele dieser Attribute mitbringt, ist Jan-Nils Bachmann von Westfalenligist FC Brünninghausen.

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Als Eigengewächs steht der Mittelfeldspieler vor seiner ersten Seniorensaison und hat Trainer Rafik Halim vor allem mit seiner Unbekümmertheit erstaunt: „Er spielt absolut unaufgeregt und ist außerdem technisch sehr stark und äußerst ballsicher.“ Aufgrund seiner Variabilität sei Bachmann zu einem absoluten Gewinner der Vorbereitung avanciert.

Dabei hat den Trainer eine Eigenschaft besonders überrascht: „Der Junge ist eigentlich relativ dünn und etwas schmächtig, aber ist trotzdem ziemlich zweikampfstark. Deshalb kann er auch durchaus auf der sechs agieren.

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