Die Unbekannten aus der Tiefe: TuS Körne beißt sich durch die Bezirksliga

dzFußball-Rückblick

Gerade erst aus der A-Liga aufgestiegen hieß das Ziel Klassenerhalt. Aber beim TuS Körne merkten sie schnell, dass in der Bezirksliga viel mehr geht. Am Ende stand ein bärenstarker Platz 3.

Dortmund

, 03.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In unserem Fußball-Rückblick schauen wir eine Woche lang auf alle überkreislich spielenden Teams der abgelaufenen Saison. Teil 3: Der TuS Körne (Bezirksliga, Platz 3, 53 Punkte, 16 Siege, 5 Unentschieden, 7 Niederlagen).

Das Spiel der Saison:
Das war definitiv der Hinspiel-Sieg über Aufstiegskandidat FC Nordkirchen. In Körne denken sie heute noch gerne an den 2:1-Erfolg auf dem Nordkirchener Rasen zurück. Nach einer taktisch „überragenden Partie“, wie Trainer Dominik Grobe es bezeichnet, hatte der TuS auch ein kleines bisschen Glück. Den Siegtreffer markierte Kevin Silva Ferreira mit einem Hammer in den Winkel - aus 35 Metern. Aber wie heißt es so schön: Das Glück ist mit den Tüchtigen. Allerspätestens an diesem 10. Spieltag deutete sich an, dass für Körne mehr möglich war, als nur der Klassenerhalt.

Das Highlight der Saison: Fußballerisch der Einzug in die Endrunde der Hallenfußballstadtmeisterschaft. Mit 6:0 schossen die Körner Bezirksliga-Konkurrent Sölde aus der Halle und durften so in der Helmut-Körnig-Halle auflaufen. Außerhalb des Platzes war das Highlight des TuS „die Fahrt zum allerersten Bezirksliga Spiel nach Lüdinghausen“, sagt Trainer Dominik Grobe. Die Körner machten mit Spielern und Fans einen 50-Mann-Bus voll und starteten so in die Bezirksliga.

Wendepunkt der Saison: Ist beim Aufsteiger, der mit der gleichen Truppe wie in der A-Liga an den Start ging, schwer zu finden. Fast alle Spiele waren hart umkämpft. Wendepunkt in der Fieberkurve der Saison war aber auf jeden Fall der 2:1-Heimsieg am 15. Spieltag gegen Brambauer. Körne kletterte auf den 3. Tabellenplatz - und biss sich dort bekanntlich bis zum Saisonende hinter den Übermannschaften aus Nordkirchen und Bövinghausen fest.

Kuriosum der Saison: Der Aufsteiger aus Körne spielte fast die gesamte Saison ohne richtigen Stürmer und traf am Ende trotzdem 59 Mal - bester Wert hinter den zwei Spitzenteams. Connor O’Reilly, Goalgetter in der Aufstiegssaison war wegen seines Studiums sechs Monate in Südafrika, kam mit kaputtem Knie zurück. Maik Lümkemann war lange in Thailand, verletzte sich dann beim 3:3 in Bövinghausen (Achillessehne).

Das Lowlight der Saison: In der insgesamt guten Saison für Körne die Verletzung von Lümkemann. Endlich hatte der TuS wieder einen Stürmer - aber schon nach 12 Minuten musste Lümkemann verletzt raus: Achillessehnenriss. Und wieder standen die Körner ohne Stürmer da.

D er Spieler der Saison: Ergibt sich aus der Verletzten-Misere im Körner-Sturm. Für die beiden Stammkräfte sprang Jonas Lammers ein - gelernter Außenverteidiger. Auf der für ihn unbekannten Position machte Lammers eine starke Saison und traf neun Mal. O’Reilly und Lümkemann werden sich nächste Saison ins Zeug legen müssen, um den frisch gebackenen Torjäger wieder zu verdrängen.

Die Maschine der Saison: Körne-Torwart Marc Wiegand stand nur vier Mal nicht zwischen den Pfosten des TuS. Das Vertrauen zahlte er seinem Trainer auch zurück. 43 Gegentreffer kassierte Körne, nur fünf Teams waren hinten besser.

Die Saison als Film oder Serie: Der Weiße Hai. Körne kam aus den Tiefen der Kreisliga und schluckte den ein oder anderen langjährigen Bezirksligisten. Am Ende reichte es dann doch nicht bis ganz nach oben an die Spitze der Nahrungskette, aber in der neuen Saison steht der zweite Teil an...

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