Derbyzeit in Dortmund: OSC empfängt den ATV Dorstfeld zu einem besonderen Spiel

Handball-Verbandsliga

Beim OSC Dortmund steigt das Derby gegen den ATV Dorstfeld. Ein besonderes Spiel für viele Akteure. Der TuS Westfalia Hombruch hingegen, hofft auf eine Überraschung.

Dortmund

, 08.11.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Derbyzeit in Dortmund: OSC empfängt den ATV Dorstfeld zu einem besonderen Spiel

ATV Dorstfelds Jürgen Lepine (r.) erwartet ein ganz besonderes Spiel.

Das zweite Dortmunder Derby zwischen dem OSC und dem ATV Dorstfeld steht im Mittelpunkt des siebten Spieltages und unter ganz besonderen Vorzeichen. Westfalia Hombruch begibt sich beim Topfavoriten in Bommern auf dem Prüfstand.

OSC Dortmund - ATV Dorstfeld

Dorstfelds-Coach Moritz Fuß bringt die Besonderheit der Partie am Freitag um 20.15 Uhr in Hacheney (Hacheneyer Str. 182, 44265 Dortmund) auf den Punkt: „Wahrscheinlich haben Jürgen Lepine, Florian Edeling und ich mehr Spiele im OSC-Trikot auf dem Buckel als die derzeitige Mannschaft insgesamt.“

Es kommt in dem mit Spannung erwarteten Duell zwischen den beiden Klubs, deren Verhältnis seit Jahren freundschaftlicher Natur ist, ebenso zu einer Wiedersehensveranstaltung.

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Vor allem für Routinier Jürgen Lepine, der vor seinem Wechsel zum ATV vor der vergangenen Saison (Lepine wollte kürzertreten) vom OSC nach 18 Jahren eigentlich gar nicht wegzudenken war: „Das war meine Heimat, in der ich mich unter den ganzen Leuten immer wohlgefühlt habe.“

Eine ganz enge Kiste

Nun fühlt der Linkshänder sich in Dorstfeld wohl und würde seinem alten Verein mit dem gebotenen sportliche Ehrgeiz zu gerne die Derby-Suppe versalzen.

Der bisherige Saisonverlauf weist keinen Favoriten aus. Fuß erwartet eine ganz enge Kiste: „Die Chancen stehen 50:50. Wir freuen uns alle riesig auf das Spiel.“ Das Comeback des lange verletzten Sebastian Mund (privat verhindert) verschiebt sich.

Der ATV ist ein eingespielter und nicht zu unterschätzender Gegner, der immer für eine Überraschung gut ist“, weiß OSC-Trainerin Anne Ewert, die sich mit ihrem Gespannpartner Thorsten Stoschek einiger personeller Nöte ausgesetzt sieht. Neben dem langzeitverletzten Nikita Maystrenko drohen die Ausfälle von Kai Ferber, Thorsten Lommel (beide Sprunggelenk) und Tom Trost (Schulterprobleme).

TuS Bommern - TuS Westfalia Hombruch

Nach zuletzt drei Siegen und der Korrektur des missratenen Saisonstartes begibt sich die Westfalia am Samstag um 19.30 Uhr (Bommerfelder Ring 113, 58452 Witten) relativ entspannt zum noch verlustpunktfreien Spitzenreiter und Topfavoriten.

„Wir sind fraglos Außenseiter“

Der nötigt Trainer Marc Lauritsch einigen Respekt ab: „Bommern agiert aus einer aggressiven 3:2:1-Abwehr mit schnellen Umschaltaktionen, ist eingespielt und besitzt in Clemens Uphues einen herausragenden Torwart.“

Allerdings besteht für ihn auch keine Veranlassung, die eigenen Möglichkeiten unter den Scheffel zu stellen: „Wir sind fraglos Außenseiter, wollen versuchen, die Partie so lange wie möglich offen zu gestalten und werden dann mal schauen, was nach hinter heraus möglich ist.“

Gelingt es den Hombruchern, ihr Potenzial abzurufen, ist eine Überraschung sicherlich nicht auszuschließen. Helfen würde die Rückkehr von Routinier Marcel Vogler, dessen Einsatz wegen einer starken Wurfhandprellung erneut fraglich ist.

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