Der Wirbelwind im deutschen Boot

DORTMUND Die Schreie der Trainer schallen weit über den See. Dazu klacken im Zehntelsekundentakt die Dollen der Boote. Im WM-Trainingslager der deutschen U23-Nationalmannschaft in Ratzeburg stehen die Relationsrennen an.

16.07.2008, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Will Gas geben: Sina Geigenmüller (r.).

Will Gas geben: Sina Geigenmüller (r.).

Sie sind der letzte große Test, der zeigen wird, ob die Mühen der vergangenen Wochen erfolgreich waren. Im Vierer-ohne der Frauen kämpft die Dortmunderin Sina Geigenmüller vom Ruderclub Hansa gegen die Zeit. Sie hatte sich im Juni überraschend mit ihren drei Trainingspartnerinnen aus Krefeld für die Nationalmannschaft qualifiziert.Mit jedem rechnen

Jetzt, in Ratzeburg, ist die 18-Jährige nach einer anfänglichen Erkältung der Wirbelwind im Boot - und ein Garant, dass bis zum letzten Schlag gekämpft wird. Beim Relationsrennen ist es schon einmal gut gelaufen. Allerdings noch nicht perfekt. Technisch soll die Mannschaft bis zu den WM-Vorläufen noch etwas an sich arbeiten. Die Weltmeisterschaft beginnt am heutigen Donnerstag in Brandenburg. Im Vierer-ohne der Frauen sind elf Boote gemeldet. Finale, Medaillen - diese Worte gehen Trainer Christoph Lüke nur sehr vorsichtig über die Lippen. Letztlich sei in diesem Jahr mit jedem der Gegner zu rechnen.

Windanfällig

Ein wenig Sorge bereitet den Ruderern auch das Wetter. Die WM-Strecke in Brandenburg ist sehr windanfällig, teils mit zunehmenden Wellen von Bahn zu Bahn. In Ratzeburg hat sich das deutsche Team darauf so gut wie möglich vorbereitet. Denn in Sachen Schaumkronen hatten auch die Seen dort einiges zu bieten.

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