Die defensive Stärke bringt dem TuS Bövinghausen drei Punkte im Landesliga-Derby

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Ein Spiel, zwei Bilder. Erst machte Bövinghausen das Spiel, in Hälfte zwei drängte Hombruch nach vorne. Am Ende strahlt Dimitrios Kalpakidis und sagt: „Wir sind halt Minimalisten“.

Dortmund

, 06.12.2019, 22:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ausgangslage vor dem Landesliga-Derby war klar - eine Niederlage durfte sich eigentlich keine der beiden Mannschaften erlauben. Bövinghausen brauchte die drei Punkte um den Anschluss nach oben zu halten und Kirchhörde und Spitzenreiter Obercastrop zumindest ein wenig unter Druck zu setzen.

Und die Hombrucher hatte nach der Niederlage gegen Schlusslicht Langenbochum noch etwas wiedergutzumachen.

Andre Witt trifft für Bövinghausen - aber Jan Henning hält den HSV im Spiel

Das zeigte der HSV auch von Beginn an und legte bei böigem Wind und biederen äußeren Bedingungen einen engagierten Auftritt hin. Bövinghausen lief an, machte das Spiel, kam aber in den ersten zwanzig Minuten zu keiner Torchance, prallte immer wieder an der gut sortierten Hombrucher Abwehr ab.

Die defensive Stärke bringt dem TuS Bövinghausen drei Punkte im Landesliga-Derby

Viel Kampf im Landesliga-Derby bei schlechtem Wetter. Das bessere Ende hatte der TuS Bövinghausen für sich. © Stephan Schuetze

Erst in der 19. Minute konnte Bövinghausen durch Andre Witt die erste Torchance verbuchen, Jan Henning im Hombrucher Tor wehrte gerade noch so zur Ecke ab. Nur eine Minute musste er den Ball dann doch aus seinem Kasten holen. Eine flache Hereingabe wurde immer schneller, in der Defensive stimmte die Zuordnung nicht und Witt bedankte sich, in dem er aus acht Metern einschob.

Ein Rückschlag, den Hombruch nicht so leicht verkraftete. Beinahe wäre der HSV sogar mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gegangen, doch erneut hielt Henning seine Mannschaft mit einer Fußabwehr im Eins-gegen-Eins gegen Bövinghausens Rodrigo Coelho Confettura im Spiel.

Tim Schrade scheitert zweimal knapp

Im zweiten Spielabschnitt war Hombruch also gefordert und hatte auch mehr Ballbesitz. Es fehlte jedoch die richtige Durchschlagskraft. Lediglich Tim Schrade wurde Bövinghausen zweimal gefährlich. In der 78. Minute scheiterte er an einer Reaktion von Pascal Königs, in der 81. traf er nur das Außennetz.

Der TuS Bövinghausen konzentrierte sich komplett auf die Abwehr und konnte keine weitere gefährliche Torchance verzeichnen. Vielmehr war es die neue Defensivstärke unter Dimitrios Kalpakidis, die dafür sorgte, dass die drei Punkte in Bövinghausen blieben.

Dimitrios Kalpakidis: „Wir sind halt Minimalisten“

Kalpakidis zeigte sich nach dem Spiel mit dem Ergebnis zufrieden, bei der Art und Weise sah er allerdings Verbesserungsmöglichkeiten und machte Probleme beim finalen Pass aus. In der Offensive sei zu kompliziert gespielt worden. Aber: „Wir sind halt Minimalisten.“

Sein Gegenüber Alexander Enke war trotz der Niederlage einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft. Es sei eine „sehr engagierte Vorstellung“ gewesen, die „Mehrzahl der Zweikämpfe“ wurde gewonnen. „Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf wohl mehr entsprochen“, so Enke. Allerdings fehle aktuell „das Selbstvertrauen“, daher habe die Mannschaft auch sehr einfach gespielt.

Durch den Sieg springt Bövinghausen mit nun 31 Punkten vorerst auf Rang zwei, Hombruch bleibt Tabellenfünfter.

So spielten die Teams: Bövinghausen: Königs - Gjorgijevski, Thormann, Teichmöller, Ramadan - Radojcic, Witt, Dzaferofski, Confettura (83. Abou-Saleh), Legat - Juka (76. Krzysztofiak) Hombruch: Henning- Bielmeier, Aquinas Nesaraj, Mattes Peterhülseweh (71. Voss) - Büth, Orlowski - Vargues Martins, Haake - Schrade, Najdi (83. Barry Tor: 1:0 Witt (20. Minute)
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