Der Fußballkreis droht den Vereinen mit drastischen Konsequenzen

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Der Fußballkreis Dortmund hat auf die Vorkommnisse der Vorrunde schnell reagiert. Am Donnerstagmorgen trommelte der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski seinen Vorstand zusammen, um zu beraten .

Dortmund

, 02.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

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„Die Empörung ist bei uns groß“, sagt Grondziewski. Er spricht über das Verhalten einiger Klubs und Fans in den Hallen Wellinghofen, Renninghausen, Brackel und Nette. Er nennt aber keine Namen.

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Die werden jetzt direkt vom Kreis angeschrieben. „Wir werden jetzt bis zum 15. Januar Stellungnahmen über die Geschehnisse einfordern und wollen hören, was die Verantwortlichen der Vereine zu sagen haben“, sagt Grondziewski.

Grondziewski muss die Namen nicht aussprechen

Er muss die Namen aber nicht aussprechen, um zu wissen, um wen es sich handelt. Da ist zum Beispiel der B-Ligist FC Wellinghofen, dessen Fans sich während der Vorrunde nicht von ihrer besten Seite gezeigt hatten.

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„Fickt euch alle, unsere Halle!“, hallte es aus deren Kurve. Zudem gab es für gegnerische Spieler immer wieder regelmäßige „Lutscher“-Rufe zu hören. Negativer Höhepunkt waren Kopf-ab-Gesten Richtung der Körner Bank, als diese den Ausgleich bejubelte.

Eskalation beim Hörder Derby

Die Wellinghofer Fans hinderten die Ordner vom Ausrichter SC Husen-Kurl auch daran, die Tribüne aufzuräumen. Ein Ordner, der anonym bleiben möchte, berichtete, dass die Ordner auf der Tribüne eingeschüchtert und beleidigt worden sind.

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Zur Eskalation kam es in der Halle Renninghausen während der Begegnung VfL Hörde gegen den Hörder SC. 20 Sekunden standen noch auf der Anzeigentafel, als es zu Tumulten auf den Tribünen kam. Kurz zuvor war Farid Damoch vom VfL Hörde im Entscheidungsspiel gegen den Hörder SC im Zweikampf gegen Christian Brunner zu spät gekommen.

Einzelne machen das Bild kaputt

Ordner sollen getreten und bespuckt worden sein. Auf Facebook erzählte ein Zuschauer, dass man auf der Tribüne weinende Kinder gesehen haben.

„Und das kann doch alles nicht sein“, sagt Grondziewski, „das ist eine so fantastische Veranstaltung, und ein paar Einzelne machen das ganze Bild kaputt. Das lassen wir uns nicht gefallen“.

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Er kündigt an, dass es hohe Ordnungsgelder geben könne. Grondziewski schließt auch Turnierausschlüsse für die kommenden Veranstaltung nicht aus. „Am 15. Januar setzen wir uns zusammen und beraten jeden einzelnen Fall“, sagt Grondziewski.

Stellungnahme wird vorbereitet

Der Kreis reagiert aber schon heute. Nach den Vorfällen und der Sitzung am Donnerstag wurde eine Erklärung verfasst, die am ersten Zwischenrundentag vor der ersten Partie dem Publikum und den Mannschaften vorgetragen wird. „Wir hoffen natürlich, dass sich jetzt alle zusammenreißen und die Zwischen- und Endrunde ohne Probleme über die Bühne gehen“, sagt Grondziewski.

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