Der DFB will Amateure bald wieder ohne Corona-Regeln trainieren lassen

dzFußball

Der DFB hofft, dass Amateure bald wieder normal trainieren dürfen. Die Schweiz gilt dabei als Vorbild. Aufgrund der Corona-Krise sorgt sich der DFB-Vizepräsident derweil um den Amateurfußball.

Dortmund

, 08.06.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehrere Monate konnten Dortmunds Amateurfußballer nicht mehr auf den Rasen. Spiele gibt es zwar noch immer nicht wieder, aber mit den ersten Trainings-Rückkehrern kehrt gerade Stück für Stück zumindest ein klein wenig Normalität zurück. Doch das Training mit Corona-Auflagen ist anders. Laut mehreren Medienberichten arbeitet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) derzeit aber daran, dass bald wieder alle uneingeschränkt spielen können.

In Dortmund sind bereits die ersten Mannschaften wieder auf dem Trainingsplatz. Bei der Stadt gingen schon viele Anträge für die Nutzung von Sportanlagen ein. Abgelehnt hat die Stadt bislang noch keine. In den meisten Vereinen findet Training bisher aber nur im Jugendbereich statt. Schon wieder auf dem Platz steht dagegen zum Beispiel schon wieder die erste Mannschaft des TuS Bövinghausen.

Rainer Koch sorgt sich um „unseren Fußball“

Viele Trainer haben jedoch bislang auf Trainingseinheiten verzichtet. Ein Grund: Die Corona-Regeln. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Spielern macht einen normalen Trainingsbetrieb quasi unmöglich. Wie nun mehrere Medien wie die Frankfurter Rundschau berichten, setzt sich der DFB stark dafür ein, dass Amateurklubs wieder uneingeschränkt trainieren können.

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Die Hoffnungen ruhen dabei auch darauf, dass die Bundesregierung sowie die Länder sich an dem Modell aus der Schweiz orientieren. Dort bleiben Wettkämpfe, in denen ein ständiger, enger Körperkontakt unausweichlich ist, zwar weiterhin untersagt, doch der Trainingsbetrieb für alle Sportarten ist seit dem 6. Juni wieder erlaubt. Die jeweilige Gruppengröße und möglicher Körperkontakt sind dabei unerheblich.

Ein Grund, warum der DFB seinen Amateure unbedingt wieder den uneingeschränkten Trainingsbetrieb ermöglichen möchte, ist der DFB-Pokal. In den einzelnen Landesverbänden sind die Pokalsieger und somit die DFB-Pokal-Teilnehmer noch nicht ermittelt. Im Westfalenpokal stehen noch beide Halbfinals sowie das Finale aus - genauso wie eine Stufe darunter im Kreispokal. Dort muss in Dortmund ebenfalls noch ermittelt werden, welche Teams ins Finale und somit auch in die erste Runde des Westfalenpokals einziehen.

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Ein weiterer Grund, sich für ein Training ohne Corona-Regeln einzusetzen, ist die Sorge des DFB, dass er viele Mitglieder verliert. „Wir müssen uns Sorgen machen um den unermesslichen Schatz: unseren Fußball“, sagte Vize-Präsident Rainer Koch vor Kurzem beim Außerordentlichen DFB-Bundestag. „Wir sorgen uns, ob Kinder zurück in unsere Kontaktsportart finden.“ Mit einem uneingeschränkten Trainingsbetrieb, so die Hoffnung des DFB, könnten vor allem junge Spieler wieder für den Sport begeistert werden, bevor sie durch die lange Corona-Pause das Interesse verlieren.

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