Der ASC 09 plant die Zukunft: Ein überraschender Aufsteiger der Saison bleibt

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Der ASC 09 hat vor dem Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück eine weitere Vertragsverlängerung verkündet. Dabei war mit seiner aktuell starken Rolle bis vor kurzem noch nicht zu rechnen.

Dortmund

, 08.03.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Er strahlt eine extreme Ruhe aus und ist ein starker Rückhalt“, begründet Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des ASC, vor dem Duell gegen Erndtebrück (Sonntag, 15.30 Uhr, Schweizer Allee 29a, 44287 Dortmund), die Verlängerung eines Leistungsträgers.

Dabei war diese Entwicklung vor ein paar Monaten nicht unbedingt absehbar.

„Das ist ja immerhin die Oberliga“

Für Dejan Zecevic läuft es jedoch derzeit bestens. Die Spielzeit begann er als Nummer drei im Aplerbecker Tor. Aber in der Rückrunde stand er in beiden Begegnungen zwischen den Pfosten und überzeugte auf ganzer Linie. Nun wurde auch sein Vertrag über die laufende Saison hinaus verlängert.

Dejan Zecevic hütet aktuell das Tor des ASC 09 in der Fußball-Oberliga.

Dejan Zecevic hütet aktuell das Tor des ASC 09 in der Fußball-Oberliga. © Nils Foltynowicz

Weil Jan Held seit den Stadtmeisterschaften mit einer Schambeinentzündung ausfällt und Back-up Wojciech Kossmann im Winter wechselte, musste Zecevic plötzlich in die Bresche springen.

„Ich war schon etwas nervös, das ist ja immerhin die Oberliga gewesen“, gibt der erst 19 Jahre alte Zecevic zu, „als der Ball dann aber rollte, war ich total auf das Spiel fokussiert.“ Und er machte seine Sache hervorragend: Gegen Sprockhövel war er einmal machtlos, der 1:0-Coup des ASC in Meinerzhagen war letztlich auch Zecevic zu verdanken.

Es wird ein offenes Duell mit Jan Held

Der spricht nicht gerne über seine eigene Leistung, sagt nur: „Ich habe versucht, mein Bestes zu geben und der Mannschaft damit zu helfen.“ Für die angestammte Nummer eins Jan Held, dessen Rückkehr in das Training nach wie vor nicht absehbar ist, wird es schwierig, Zecevic wieder zu verdrängen.

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„Es wird einen offenen Kampf geben“, kündigt Habibovic an. Ein Duell, in dem Zecevic sich durchaus Chancen ausrechnet: „Klar ist Jan ein klasse Torhüter und wir verstehen uns gut. Aber ich werde im Training immer weiter Gas geben und mich zeigen. Jeder Spieler will natürlich so viel spielen wie möglich.“

Die Vertragsverlängerung jüngst war lediglich Formsache. Bereits im Oktober gab es erste Gespräche zwischen Habibovic und Zecevic. „Unser Torwarttrainer David Ringel hatte mir gesagt, dass Dejan einen extremen Schritt nach vorne gemacht hat“, erinnert sich der sportliche Leiter. Zecevic, damals ja noch in der internen Rangliste nur auf Platz drei, sagte schnell zu: „Ich hatte kurz überlegt und mich mit meinem Vater beraten. Aber ich fühle mich einfach sehr wohl in diesem Verein. Das Torwart-Training ist super, die Mannschaft und die Trainer auch.“ Spannend wird es, wenn Jan Held wieder einsatzbereit ist.

Manuel Neuer und Ralf Fährmann sind seine Vorbilder

Bis dahin wird Zecevic weiter das tun, was er am besten kann: Tore verhindern. Seinen Spielstil hat er sich bei seinem Vorbild Manuel Neuer abgeguckt: „Ich versuche immer anspielbar zu sein und auch als Keeper aktiv mitzuspielen. Bei langen Bällen verlasse ich den Strafraum – das wird von Torhütern erwartet.“

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Neben Manuel Neuer nennt Zecevic Ralf Fährmann als weiteres Idol. Kein Wunder, schließlich ist er gebürtiger Gelsenkirchener und Anhänger der Königsblauen. Ein schwerer Stand also bei einem Dortmunder Verein? „Klar muss man sich da schon mal ein paar Sprüche anhören, damit gehe ich entspannt um“, so Zecevic.

Spätestens seit dem Rückrundenauftakt wissen seine Vorderleute aber, was sie an ihm haben – Schalke-Fan hin oder her.

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