Der ASC 09 Dortmund zeigt nur zehn starke Minuten - Wenigstens ein Einwechselspieler sticht

dzFußball-Oberliga

Der ASC 09 Dortmund hatte sich für das neue Jahr so viel vorgenommen. Zum Oberliga-Start gegen die TSG Sprockhövel hatte die Mannschaft aber iht altes Gesicht mitgebracht.

Dortmund

, 17.02.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stimmung war nach Spielschluss natürlich positiv. Denn in der Nachspielzeit hatte Daniel Schaffer für den ASC 09 Dortmund den 1:1-Ausgleichstreffer gegen die TSG Sprockhövel erzielt. Die Verantwortlichen und Spieler des ASC dürfen aber nicht die Augen davor verschließen, dass es abermals eine schwache Leistung in dem Kellerduell war.

Die einzige Phase im Spiel, in dem der ASC 09 Dortmund wirklich überzeugte, war die von der 80. Minute bis zum Schlusspfiff. Bis dahin war es ein trostloser Auftritt des Teams, das sich nach einer ganz schwachen Hinrunde im neuen Jahr ganz anders präsentieren wollte. Dem Team fehlt es weiter an Überzeugung und Durchschlagskraft.

Maxi Podehl sitzt zunächst nur auf der Bank

Der neue Coach Antonios Kotziampassis hatte die Zuschauer mit seiner Aufstellung überrascht. Toptorjäger Maximilian Podehl, Leistungsträger Daniel Schaffer und Top-Neuzugang Robin Hoffman saßen nur auf der Bank. „Ich habe zu Beginn den Jungs vertraut, die die gesamte Vorbereitung bestreitet haben und 100-prozentig fit sind“, erklärt der ASC-Coach. Dazu gehörten auch die beiden Neuzugänge Jan-Patrick Friedrich und Marcel Ramsey.

In der Pause beim Stand von 0:1 – Felix Casalino hatte nach zwölf Minuten für Sprockhövel getroffen – korrigierte Kotziampassis seine Aufstellung und nahm die beiden Talente Moritz Isensee und Jonas Schneck vom Platz und brachte dafür Podehl und Schaffer.

Die Probleme der ersten 45 Minuten blieben trotzdem. Die beiden Sechser Marcel Münzel und Philipp Rosenkranz kamen kaum in die Zweikämpfe und gaben dem ASC-Spiel keine Struktur.

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Das bestätigte auch Kotziampassis nach Spielschluss. „Von unserer Doppelsechs kam einfach zu wenig“, sagte er. Aber ihnen die Schuld für den schwachen Auftritt zu geben, wäre der falsche Ansatz. Denn insgesamt stimmte es nicht. Die Viererkette wirkte nicht immer sattelfest – und die Offensive blieb blass und kreativlos. Einzig Kevin Brümmer versuchte etwas Struktur in das eigene Spiel zu bringen.

Der ASC 09 dreht in der Schlussphase auf

„Wir dürfen nicht vergessen, dass wir gerade erst aus der Winterpause kommen und das unser erstes Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer war“, relativiert Schaffer. Ähnlich sah es Kotziampassis: „Wir müssen natürlich spielerisch zulegen, befinden uns aber noch in einer Phase, in der wir uns noch finden müssen.“ Die darf aber nicht allzu lang sein, denn der erste Abstiegsplatz ist gerade einmal sieben Zähler entfernt.

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Die Mannschaft muss es schaffen, länger so aufzutreten, wie in den abschließenden Minuten gegen Sprockhövel. Da wirkte es so, als wisse die Mannschaft, worum es gehe. Plötzlich ging ein Ruck durch das Team und der Wille war zu spüren.

In der 87. Minute hatte Schaffer schon den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Schuss wurde aber geblockt. Eine Zeigerumdrehung später war es Maurice Buckesfeld, der per Seitfallzieher knapp den Ausgleich verpasste. Der gelang Schaffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit und eine Minute später hätte Brümmer sogar fast den Siegtreffer erzielt. Der wäre aber nicht verdient gewesen.

ASC: Zecevic - Stuhldreier, Buckesfeld, Friedrich, Schäfer (77. Szymaniak) - Münzel, Rosenkranz (55. Hoffmann) - Brümmer, Ramsey, Isensee (46. Schaffer) - Schneck (46. Podehl)

Tore: 0:1 Casalino (12.), 1:1 Schaffer (90.+2)
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