Der ASC 09 Dortmund ärgert lange seinen Ex-Coach und dessen Regionalligisten

dzFußball

Der ASC 09 Dortmund hat sich im Test gegen den Regionalligisten TSV Steinbach gut geschlagen. Vor allem im zweiten Abschnitt. Das bestätigte auch Ex-Coach Adrian Alipour.

Dortmund

, 08.08.2020, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Adrian Alipour musste vor dem Spiel häufiger die Ghetto-Faust hinhalten, als die Servicekräfte Wasser verkauften. Und es waren mehr als 30 Grad Celsius im Waldstadion und die rund 250 Besucher hatten richtig Durst.

Die Aplerbecker hießen ihren Ex-Coach herzlich willkommen und waren gespannt, wie das eigene Team gegen den ambitionierten Regionalligisten TSV Steinbach mithalten wird. Steinbach zählt in der Staffel Südwest zu den großen Meisterschaftskandidaten.

In den ersten 45 Minuten war deutlich zu sehen, warum Steinbach ein Regionalliga-Topteam ist. Das Team von Alipour dominierte die Partie, hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und ließ den ASC laufen. Das Heimteam konzentrierte sich auf das Verteidigen.

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So ging der Gast auch folgerichtig mit 1:0 in die Halbzeitpause, benötigte für den Führungstreffer aber tatkräftige Mithilfe des ASC. Denn den Distanzschuss von Dino Basanovic fälschte Innenverteidiger Jan-Patrick Friedrich ins eigene Tor ab.

Kein Windchen auf dem Platz

„Es hätte mich auch gewundert, wenn das Spiel anders gelaufen wäre. Steinbach ist schon viel weiter, hat ja in der kommenden Woche ein wichtiges Pokalspiel“, sagte ASC-Spieler Daniel Schaffer, der am Freitag noch seinen 32. Geburtstag gefeiert hatte.

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Mit der Hereinnahme von Kevin Brümmer nach dem Wechsel änderte sich die Statik des ASC-Spiels. Die Mannschaft nahm jetzt viel aktiver am Spiel teil. Sechs Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da glich Daniel Schaffer aus. Jetzt ging es Schlag auf Schlag.

Steinbach schoss durch Tino Bradara das 2:1 (59.). Im Gegenzug glich ASC-Kapitän Jan Stuhldreier aus – 2:2 (61.). Es war jetzt ein offenes Spiel, der ASC war ein gleichwertiger Gegner. Am Ende blieb es aber nicht beim 2:2, weil Steinbachs Benjamin Kirchhoff kurz vor dem Abpfiff noch einnickte (89.).

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„Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre das 2:2 nicht unverdient gewesen. Aber in der ersten Halbzeit war Steinbach schon richtig stark“, analysierte Schaffer, der das Wetter für katastrophal hielt. „Da war kein Windchen auf dem Platz. Das ist schon hart“, sagte Schaffer.

Auffällig war beim ASC Neuzugang Tim Kallenbach, der im zentralen Mittelfeld schon den Takt vorgab. „Tim ergänzt uns in der Zentrale schon sehr gut. Er wird uns mit seiner Qualität weiterbringen. Ich glaube auch, dass wir insgesamt qualitativ besser aufgestellt sind, als in der Saison davor“, sagte Schaffer.

Alipour sieht starken ASC

Alipour fand den ASC im zweiten Abschnitt auch gut. „Wenn Kevin Bümmer aufs Feld kommt, ändert sich automatisch das Spiel. Er ist ein Unterschiedsspieler“, sagte Alipour. „Es war geil wieder in Aplerbeck zu sein. Ich wurde hier so herzlich aufgenommen. Das hat einfach Spaß gemacht.“

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