Den Derbysieg für RW Germania sichern zwei Spieler, die nur ein D trennt

dzFußball-Bezirksliga

Es war das Duell des Teams eingespielt gegen das Team eingekauft. Am Ende gewann die eingespieltere Mannschaft das Duell der Fußball-Bezirksliga 9.

14.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In einem von beiden Mannschaften offensiv geführten Spiel mit reichlich vielen Höhepunkten und sechs Toren behielt am Ende der Gastgeber verdient mit 4:2 (2:2) die Oberhand. Ein Doppelschlag in Überzahl sorgte am Ende für die Entscheidung zugunsten der Rot-Weißen.

Einziger Wermutstropfen der Partie war die unsichere Spielleitung von Schiedsrichter Martin Braun, der mit einigen Entscheidungen für Kopfschütteln auf beiden Seiten sorgte. Zunächst verweigerte er nach einer Stunde den Germanen einen klaren Elfmeter, als Kemal Özdemir in höchster Not den Ball auf der Linie mit der Hand stoppte, ehe er nur drei Minuten später den VfL Kemminghausen klar benachteiligte: Der bis dahin grandios aufspielende Giacomo Schulz erlaubte sich eine völlig überflüssige Tätlichkeit gegen den VfL-Akteur Deniz Bozkurt, der mit einem leichten Schubser antwortete.

Während der schon verwarnte Bozkurt mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde, kam RWG-Spieler Schulz mit einer gelben Karte ziemlich ungeschoren davon. In Überzahl gelang RW Germania dann durch Dennis Schmidt, der eine Maßflanke von Marcel Herzog mit dem Kopf versenkte der Treffer zum 3:2 (71.).

Zwei Minuten später bereitete erneut Marcel Herzog den Treffer zum 4:2 vor. Diesmal war Johannes Schmitt der Profiteur seiner Vorarbeit und traf per Direktabnahme (73.). Bis zum Ausschluss von Deniz Bozkurt war die Partie ausgeglichen.

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Beide Mannschaften brannten ein Offensivfeuerwerk ab. Eine Flanke des wuseligen Giacomo Schulz verwertete Eduard Sprenger zur frühen 1:0 Führung (3.). Kemminghausens Antwort ließ aber nur sechs Minuten auf sich warten. Routinier Michael Oscislawski nutzte eine Unaufmerksamkeit der Abwehr der Gastgeber zum Ausgleich (9.).

Drei Minuten später jubelt Germania erneut

Weitere drei Minuten später ertönte der Torjubel erneut bei RW Germania. Ein überragend vorgetragener Angriff über die Stationen Alex Schwarz und Giacomo Schulz vollendete Maurice Schumann mit dem Führungstreffer zum 2:1 (12.).

Aber der VfL zeigte sich keineswegs geschockt und spielte weiter munter nach vorne. Lohn der Angriffsbemühungen war der Ausgleich zum 2:2 durch Seyit Ersoy, der nach einer missglückten Abseitsfalle der Rot-Weißen den Ball überlegt zum Ausgleich in die Ecke schob. Bei diesem Resultat blieb es bis zur Pause.

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„Der unsichere Schiedsrichter hätte mindestens zwei Elfer für uns geben müssen. Wir hätten höher gewinnen können, dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen“, freute sich RW Germanias Spielertrainer Alex Schwarz. Kemminghausens Trainer Mirsad Gutic war nach der Niederlage natürlich nicht ganz so gut gelaunt. „Der Spieler von RW Germania hat eine klare Tätlichkeit begangen. Nach dem Feldverweis haben wir unsere Linie verloren und bei beiden Gegentoren geschlafen. Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich zufrieden“, lautete sein Fazit.

RW Germania: Leppert – Herzog, Schwarz, Meißner, Schulz (63. Magiera) – Staudinger, Schumann (90. Uellendahl), Schmitt, Lavrenz (58. Zeycan) – D. Schmidt, Sprenger (46. Avci)

VfL Kemminghausen: Piepenburg – Dahbi (78. Nezir), Bozkurt, Sabin Basic, Eckhoff – Oscislawski (78. Schwibbe), Corak, Özdemir, Kurnaz (14. Sadin Basic), Lewandowski – Ersoy

Tore: 1:0 Sprenger (3.), 1:1 Oscislawski (9.), 2:1 Schumann (12.), 2:2 Ersoy (32.), 3:2 D. Schmidt (71.), 4:2 Schmitt (73.)
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