Dem TuS Bövinghausen gehen die Stürmer aus - ein Leistungsträger fällt monatelang aus

dzFußball in Dortmund

Man kann nun wirklich nicht behaupten, dass es dem TuS Bövinghausen an Torgefahr mangelt. Doch ganz vorne in der Sturmspitze wird es langsam eng. Denn ein Leistungsträger fällt monatelang aus.

Dortmund

, 12.09.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine bessere Offensive gibt es nach fünf Spieltagen in allen westfälischen Landesligen nicht. 20 Tore nach fünf Spielen, das hat bislang nur der VfL Holsen in der ohnehin deutlich torreicheren Landesliga 1 geschafft. In der Landesliga 3 ist Bövinghausen mit sieben Treffern Vorsprung vor Tabellenführer Kirchhörde, der SpVgg Horsthausen und der DJK Wattenscheid (alle 13 Tore) klar die Nummer eins.

Wolken ziehen auf

Und trotzdem ziehen ein paar Wolken auf in Bövinghausen. Denn mit der schweren Verletzung von der bisherigen Sturmstammkraft Dejan Petrovic wird die Auswahl im Angriffszentrum dünner: „Mich hat‘s leider erwischt“, sagt Petrovic aus dem wegen des spielfreien Wochenendes schon vorher geplanten Urlaub auf Ibiza, „das Knie ist wieder kaputt.“

Dazu muss man wissen, dass Dejan Petrovic bis vor einem halben Jahr für zweieinhalb Jahre gar keinen Fußball gespielt hat. Eine Knieverletzung setzte ihn komplett außer Gefecht, „und es kann sein, dass mich dasselbe wieder erwischt hat“, sagt Petrovic. Gebrochen sei auf jeden Fall etwas. Entweder habe er einen Knorpelschaden erlitten oder der Oberschenkelkopf sei kaputt: „Ich weiß noch nicht was genau, nur dass definitiv etwas gebrochen ist“, sagt Petrovic.

Dem TuS Bövinghausen gehen die Stürmer aus - ein Leistungsträger fällt monatelang aus

Dejan Petrovic fällt lange aus. © Stephan Schuetze

Einen MRT-Termin hat er direkt nach seinem Urlaub, erst dann weiß er genau, wie schlimm es wirklich ist. „Das ist schade, weil es für mich persönlich gerade sehr gut läuft“, sagt Petrovic. Tatsächlich spielte er in den meisten Pflichtspielen von Beginn an und konnte sich bislang dreimal in die Torschützenliste eintragen. „Die Hinrunde“, sagt Bövinghausens Vorsitzender Ajan Dzaferoski angesichts der Schwere der Verletzung mit einigem Optimismus, „ist für ihn auf jeden Fall gelaufen.“

Dass er überhaupt daran glaubt, dass der 31-Jährige noch einmal zurückkommt, liegt an Petrovics Charakter: „Dejan ist ein verrückter Hund, er lebt den Fußball einfach. Und wer einmal auf dem Platz gestanden hat, will immer wieder darauf zurück“, hofft Dzaferoski auf eine baldige Rückkehr.

Gazioch, Siekiera, Reinholz

Denn vorne wird es wie gesagt langsam eng beim TuS. Dennis Gazioch steht mit einem kaputten Knie genauso nicht zur Verfügung wie Michael Siekiera, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Auch Rückkehrer Sascha-Marc Reinholz ist noch angeschlagen.

Bleibt eigentlich nur noch der junge Sky Krzysztofiak, über den Trainer Thorsten Legat nach seinen ersten Testspielen gesagt hatte, dass man sich den Jungen definitiv merken sollte, doch Dzaferoski bremst: „Sky ist noch sehr jung und wird sicherlich noch seine Zeit brauchen.“

Juka und Mützel sollen einspringen

Vielmehr glaubt der TuS-Präsident daran, dass die anderen Offensiv-Spieler nun in die Bresche springen werden: „Florian Juka und Sebastian Mützel können auch dort spielen, das haben sie zuletzt auch schon unter Beweis gestellt.“ Beide stehen mit sechs (Mützel) und vier (Juka) Toren in der Torjägerliste sogar vor Petrovic.

Dass auf dem eigentlich geschlossenen Transfermarkt noch einmal nachgelegt wird, schließt Dzaferoski aber trotzdem nicht aus: „Natürlich halten wir die Augen offen und werden im Winter voraussichtlich auch etwas tun.“ Zwei bis drei neue könnten dann noch zur Mannschaft stoßen: „Man muss natürlich immer schauen, wie es bei anderen Vereinen aussieht und welche Spieler überhaupt wechselwillig sind.“

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