Das Landesliga-Derby zwischen dem Kirchhörder SC und dem Hombrucher SV ist ein echter Hingucker

Amateurfußball

Der Kirchhörder SC beeindruckte während der Vorbereitung. Jetzt stellt ihn der Hombrucher SV im Auftaktderby der Landesliga auf die Probe. Kann der KSC seine Form in der Meisterschaft bestätigen?

Dortmund

, 09.08.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Landesliga-Derby zwischen dem Kirchhörder SC und dem Hombrucher SV ist ein echter Hingucker

Genug warmgelaufen: Für den formstarken Westfalenliga-Absteiger Kirchhörder SC wird es am Sonntag im Südderby in Hombruch ernst. © Nils Foltynowicz

Die ohnehin schon durch zwei Dortmunder Neuzugänge (Kirchhörder SC, TuS Bövinghausen) aufgewertete Landesliga hat gleich zum Start einen absoluten Hingucker mit zwei ambitionierten Protagonisten (Sonntag, 15.15 Uhr, Deutsch-Luxemburger-Straße 56, 44225 Dortmund). So hoffen es die Trainer Sebastian Didion und Sascha Rammel zumindest.

Mischung aus Respekt und Optimismus

Aber es spricht auf Grund der Eindrücke aus der Vorbereitung auch einiges dafür, wenn der Vorjahresvierte auf das Team der vergangenen Wochen trifft. Die Hombrucher gehen mit einer Mischung aus Respekt und Optimismus in die Partie. Didion erklärt: „Kirchhörde war als Absteiger ohnehin schon einer der Favoriten. Und jetzt haben sie sich auch noch stetig gesteigert.“

Der KSC feierte am Samstag noch den Gewinn des Hecker-Cups, an dem immerhin auch zwei Oberligisten teilnahmen. Ohne zu viel Druck durch großes Lob aufzubauen, sei aber darauf hingewiesen, dass der KSC mit allen Gegnern, auch mit denen aus der Westfalenliga, wenigstens auf Augenhöhe spielten. Umso gespannter sind die Anhänger der Kirchhörder nun, ob sie ihre Mannschaft am Sonntag in einer ähnlichen Verfassung sehen.

KSC will auf sein Umschaltspiel aufbauen

Trainer Rammel will aus dem Aplerbecker Turnier ein „Ja, aber“ mitnehmen. Ein Ja gibt es dafür, den Schwung in die Meisterschaft zu retten. Ein Aber dafür, dass sich die Mannschaft einen Derbysieg neu erarbeiten müsse. Auf das Umschaltspiel während der Vorbereitung könne sein Team getrost aufbauen: „Das klappte schnell und gut. Wir haben dann auch vorne die Tiefe gefunden.“ Zu verbessern sei aber noch die Konsequenz im Defensivverhalten. Und dies sei gegen einen „unangenehmen Gegner“ aus Hombruch gefordert. „Wir treffen auf ein gutes Kollektiv, das mit guten Einzelspielern gespickt ist.“

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Die Kirchhörder müssen allerdings auf einen Trumpf der Vorbereitung verzichten. Der Schütze des 1:0 im Finale gegen Bövinghausen, Alexander Bernhard, zog sich einen Muskelfaserriss zu. „Daher sind wir uns noch nicht einig, mit welcher Aufstellung wir auflaufen“, sagt Rammel, der mit seinem neuen Co-Trainer Karim Bouasker noch einmal reden wird. Zumal auch Leon Franke und Gilmar Mendes noch im Urlaub weilen. Sie aber fehlten bereits im Aplerbecker Finale.

Zusammenspiel der Neuen funktioniert schon

Dafür dürfte Simon Rudnik, gerade vom TuS Ennepetal gekommen, seinen Einstand im KSC-Trikot feiern. Das Zusammenspiel mit dem ebenfalls Neuen Kagan Atalay und Andrei Mura klappte sehr gut. Nur eben ist offen, wer für Bernhard in die erste Elf rückt.

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Für Bouasker ist es das erste Derby in seiner neuen Funktion: „Sascha und ich kennen uns schon sehr lange. Das funktioniert gut. Ich persönlich freue mich auch, dass wir gleich mit einem Derby starten.“ Während Bouasker ein Duell auf Augenhöhe für wahrscheinlich hält, will Rammel „auf Sieg spielen“. Bouasker aber sagt auch: „Wer ein Derby nicht annimmt, muss sich hinterfragen.“ Ernsthafte Bedenken aber dürften beide nicht haben.

Gedämpfte Vorfreude bei Hombruch

Normalerweise müssten auch die Hombrucher, die beim Hecker-Cup zwar nicht überragten wie der KSC, aber immerhin überzeugten, vor Vorfreude strotzen. Didion aber kommt nicht drumherum, seine Personalsituation anzuführen.

Die ist alles andere als günstig. Benjamin Bielmeier (Haarriss im Mittelfuß), Levi Butt (Mittelfußbruch), Dominik Haake (Bänderriss), Fabian Lienig (Knie), Fabian Vargues Martins, William Najdi und Roman Geist (alle im Urlaub) fehlen definitiv.

Des Trainers Laune bessert sich dank der Rückkehrer Ferdinand Franzrahe und Kevin Mattes etwas. Beide verpassten aber den kurzfristig vereinbarten Test am Dienstag gegen den FC Iserlohn (0:0).

Mannschaft ist heiß

Dem Coach bleibt nicht viel anderes übrig als die verbleibenden Akteure starkzureden - obwohl: Eigentlich muss er das nicht. Denn: „Die Stimmung ist richtig gut. Diejenigen, die da waren, sind heiß.“

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