Das ist Plan B für die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Hallenschließungen

Die Sperrung mehrerer Sporthallen in Dortmund bringt jede Menge Probleme mit sich. Der Handballkreis sorgt nun weiter vor. Und auch die Fußballer legen sich für die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft einen Plan B für den Ernstfall zurecht.

DORTMUND

, 05.12.2017, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ist Plan B für die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Die Halle Wellinghofen bot in den Vorjahren – wie hier zwischen Wickede und Aplerbeck – immer hochklassigen Hallenfußball bei der Stadtmeisterschaft. Ob in diesem Jahr der Ball in Wellinghofen rollt, ist jedoch fraglich. © Foltynowicz

Am nächsten Dienstag legt der beauftragte Sachverständige die Ergebnisse der Überprüfung in den Hallen Wellinghofen und Hörde 1 vor. Statikprobleme, die in der vergangenen Woche entdeckt wurden, bereiten den ansässigen Sportvereinen – darunter den Bundesliga-Handballerinnen von Borussia Dortmund – ein ungewisses Jahresende. Ob das für den 27. Dezember angesetzte Ligaspiel des BVB gegen den VfL Oldenburg stattfindet, steht weiter in den Sternen.

Der Handballkreis Dortmund reagierte derweil prophylaktisch: Sämtliche für den 16. und 17. Dezember angesetzten Ligapartien in den beiden Hallen wurden auf andere Sportstätten umgelegt. „Wir können nicht erst bis zum kommenden Dienstag warten und dann handeln“, erklärte der Kreisvorsitzende Wolfgang Sommer. Sowohl er als auch die Stadt verneinten auf Nachfrage, dass neue Erkenntnisse der Auslöser für die Verlegungen seien. Beide Seiten warten weiterhin auf die Ergebnisse, die von der Stadt für den 12. Dezember angekündigt worden sind.

Plan B wie Brackel

Aber auch die Dortmunder Fußballer blicken mit Sorge auf die Entwicklung. Am 29. und 30. Dezember geht, wie in jedem Jahr, die Vorrunde der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Wellinghofen als einem von sechs Spielorten über die Bühne. Sollte der Sachverständige die Halle länger sperren, stünden nicht nur die Handballerinnen, sondern auch die gesamte Fußballszene im Regen.

Darauf will es der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski aber nicht ankommen lassen. „Seit die Problematik aufgetreten ist, beschäftigen wir uns mit möglichen Alternativen“, erklärt er. Eine davon könnte so aussehen, dass die Vor- und Zwischenrunde der Halle Wellinghofen in die Halle Aplerbeck ausweicht. Für die dort vorgesehene Vorrunde könnte die Halle Brackel 2 – im letzten Jahr erstmals nicht mehr mit von der Partie – in den Fokus rücken. Da der SV Brackel in Aplerbeck ohnehin alleiniger Ausrichter ist, hätte diese Alternative keine größeren Auswirkungen. „Wir haben sofort unsere Hilfe angeboten“, sagte der SVB-Vorsitzende Olaf Schäfer. Die Hallen Huckarde, Nord, Nette und Renninghausen stehen laut Grondziewski nicht auf der Kippe.

Klarheit in sechs Tagen

Für die Organisation des Gesamtturniers aber hätte ein solches Szenario schon erhebliche Auswirkungen. „Die Karten und Plakate sind gedruckt“, berichtet Grondziewski. Zudem hoffen auch die übrigen Ausrichter auf baldige Klarheit, wo die kommende Auflage stattfindet. In 23 Tagen erfolgt in sechs Hallen der Anpfiff – und erst in sechs Tagen herrscht von Stadtseite aus Klarheit, ob die Hallen wieder freigegeben oder gesperrt werden.

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